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American History X

American History X
Regisseur(e) Tony Kaye

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Produktbeschreibung

DVD FSK 16 Komödie und Drama/ Universal. EAN 743217310790


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  • Amazon-Verkaufsrang: #345 in DVD
  • Marke: Universum
  • Erscheinungsdatum: 2000-04-17
  • Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Formate: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Originalsprache: Deutsch, Englisch
  • Länge: 114 Minuten

Features

  • FSK 16

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Sie können Edward Norton wahrscheinlich kein größeres Kompliment machen, als ihm zu erzählen, dass seine schauspielerische Leistung in American History X (für die er eine Oscar-Nominierung bekam) Sie fast davon überzeugt hat, dass in der Theorie der "Überlegenheit der weißen Rasse" ein Funke Logik steckt. Diese Aussage schockiert Sie nicht? Das sollte sie aber. Norton lebt seine Rolle als rechtsradikaler Skinhead dermaßen, dass dessen gewandte Verteidigung des Rassismus geradezu beunruhigend überzeugend wirkt -- zumindest oberflächlich gesehen. Derek Vinyard (Norton), eine brutale Erscheinung mit seiner Hakenkreuztätowierung und voll des Hasses, hat seine rassistische Einstellung von seinem Vater übernommen. Sie verstärkt sich noch, als er in den Dienst eines gewissen Cameron (Stacy Keach) tritt, einem erwachsenen Schlägertyp, der sich in einer immer größer werdenden Bande von Teenagern in Venice Beach, Kalifornien, die alle nach einer Ideologie hungern, die ihrer sich abzeichnenden Entfremdung Nahrung gibt, als Tyrann und Lehrer aufspielt.

Die Grundaussage des Films -- Hass ist anerzogen und kann deshalb auch wieder aberzogen werden -- kommt durch Dereks jüngeren Bruder Danny (Edward Furlong) zum Ausdruck, dessen Heldenverehrung seines Bruders sich steigert, nachdem Derek wegen Mordes an zwei Schwarzen ins Gefängnis kommt (oder wie Danny es sieht, zum Märtyrer gemacht wird). Ohne Dereks Begabung für Rebellenrhetorik, gleitet Danny rasch in einen Lebensstil aus Gewalt und Hass ab, dem ein im Laufe seiner Inhaftierung nachdenklich gewordener Derek schließlich abschwört. Nach seiner Entlassung kämpft Derek darum, seinen Bruder vor einem gewaltsamen Schicksal zu bewahren, und an dieser Stelle beginnt American History X teilweise unter einer Mischung aus intensiven Gefühlen, peinlicher Rührseligkeit und einer Vorhersehbarkeit der Handlung zu leiden. Doch dem britischen Regisseur Tony Kaye (der später gegen Nortons kreative Einmischung während der Nachbearbeitung des Films protestierte) gelingt es, mit diesen Qualitäten -- zusammen mit einem bezwingenden Aufeinandertreffen verschiedener optischer Stile -- eine besondere Wirkung zu erzielen. Wie anstrengend ihre Zusammenarbeit auch gewesen sein mag, Kaye und Norton können stolz darauf sein, einen Film geschaffen zu haben, der das Problem des Rassismus mit einer solch dramatisch eindringlichen Wirkung anspricht. --Jeff Shannon

Amazon.de DVD-Bewertung
Wer den 114-minütigen Film auf DVD kauft, bekommt zusätzlich noch mehrere Extras mit einer Gesamtspieldauer von neun Minuten geboten. So findet man auf dem kreisrunden Medium drei geschnittene Szenen, die ursprünglich für American History X gedreht worden waren, letztlich aber aus dramaturgischen Gründen wegfielen. Außerdem beinhaltet die DVD den Original-Trailer, mit dem der Film im Vorfeld beworben wurde. Der Zuschauer darf zwischen der englischsprachigen Originalfassung und einer deutschsprachigen Synchronisation wählen. Und wer will, kann der Widescreen-Edition darüber hinaus Untertitel -- ebenfalls Englisch und Deutsch -- per Knopfdruck hinzufügen. Nettes Feature! --Jeff Shannon END

Video Jakob Kurzinhalt
Er ist sein Bruder. Und sein Opfer. Der 16jährige Hitlerfan Danny muß eine Schulaufgabe über seinen Bruder Derek schreiben. Drei Jahre zuvor hatte der Skinhead Derek drei Schwarze getötet, die sein Auto stehlen wollten, und er war zu einer Art Ikone der White-Power-Bewegung aufgestiegen. Was jedoch keiner weiß: Im Knast hat Derek der Gewalt abgeschworen. Jetzt ist er wieder auf freiem Fuß und für ihn beginnt ein verzweifelter Kampf um die Seele seines Bruders...


Kundenrezensionen

Sehr bewegend5
Ich habe selten einen Film gesehen, der so erschreckend, realitätsnah, brutal und doch rührend zugleich ist. Hierbei geht es um ein brisantes Thema. Der "Held" dieser Geschichte -Derek- ist ein Rassist, für den Hass und Gewalt zum Alltag gehören. Und auch genau das ist es, was ihn letztendlich ins Gefängnis bringt, da er, blind vor Wut, zwei Schwarze ermordet. Im Gefängnis beginnt er jedoch, die wahren Werte einer echten Freundschaft zu erkennen und zu schätzen, und schließlich sieht er ein, dass sein bisheriger Weg im Leben falsch war, und dass Hass nur Ballast ist. Man bekommt ganz genau zu sehen, wie Derek immer mehr seiner alten Einstellung und Lebensweise abschwört. Dies alles wird überaus beeindruckend von Edward Norton dargestellt, der schon mit "Zwielicht" beweisen konnte, dass er ein weltklasse Schauspieler ist, für den scheinbar keine Herausforderung zu groß ist. Edward Norton ist meiner Meinung nach einfach ein As. Nachdem ich "American History X" gesehen hatte, blieb ich erstmal eine halbe Stunde ruhig sitzen und dachte über alles nach. Und Filme, die einen dermaßen zum Nachdenken anregen, gibt es heutzutage leider viel zu selten. Niemand, den ich kenne, der diesen Film gesehen hat, wurde enttäuscht. Und ich bin mir sicher, dass dies auch so bleiben wird.

Ein wertvoller Film!5
Vielerorts wurde kritisiert, dass durch die recht plausible und logische Argumentation rechtsradikaler Politik, der Rechtsextremismus gefördert werden könnte. Das sehe ich nicht so. Es war in diesem Film notwendig, den Zuschauer vor radikale Fakten zu stellen, denn nur so konnte realistisch gezeigt werden, wie Menschen manipuliert werden. Auf diese Weise kann der Zuschauer das Milieu nachvollziehen und leicht verstehen, warum die Gewalt immer eskalieren muss. Durch vermehrte Unzufriedenheit und die Leere im Inneren durch mangelnde Werte verbreiten sich im Leben minderwertige menschliche Qualitäten wie Wut, Zerstörungslust und Intoleranz aus. Der Rechtsextremismus benutzt diese Wut, um sie durch plausibel erscheinende Argumente gegen ein Ziel auszurichten. Ich denke auch, dass der eine oder andere Zuschauer selbst überlegt hat, dass einige Argumente von Derek sich recht plausibel anhörten. Man sollte sich in die gedankliche Welt versetzen und dazu muss man den Argumenten auch teilweise im Film inszeniert "verfallen". Durch diese Weltanschauung entwickelt sich Hass und durch Hass Gewalt. Spätestens bei der Gewalt wird der Normalzuschauer diese Extremisten nicht mehr akzeptieren.
Sehr schön wird auch die Entstehungsweise eines solchen Gedankengutes gezeigt, denn die beiden Hauptfiguren sind Opfer ihres eigenen Vaters geworden, der selbst ein Versager war und durch seine Überzeugungstaten von seinen eigenen Insuffizienzen ablenken wollte. Die Gewalt beginnt immer im Kleinen - bei jedem Menschen individuell - sie ist keine schicksalhafte Komponente, der wir zum Opfer fallen müssen, wenn wir es nicht wollen. Wir können uns bewusst DAGEGEN entscheiden - zumindest dagegen, selbst gewalttätig zu sein.
Im Knast werden dann der" Ausstiegsprozess" und das Umdenken dargestellt. Dieser zunächst faktische Ausstieg aus der Szene wird vor allem auch durch eskalierende Situationen hervorgerufen. Dann folgen der geistige Ausstieg und ein innerlicher Neubeginn
Der Schluss ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen, es hätte ebenso gut ein weniger dramatischer gewählt werden können, das hätte dem Film keine Minuspunkte gebracht,
Psychologisch gesehen also ein sehr beeindruckender und wertvoller Film. Er zeigt die ungeschminkte Wahrheit und kristallisiert heraus, dass es so einfach wäre, sie zu beseitigen, wenn die Menschen es nur einsehen würden und jeder bei sich selbst anfangen würde.
Die Darsteller haben durchweg überzeugend gespielt und die Moral von der Geschicht wäre es wert, in den Schulen gezeigt zu werden.

Ein wirklich tiefer Film mit einer Botschaft5
Ich habe diesen Film erst jetzt gesehen und fand ihn fantastisch, obwohl er nicht immer sehr realistisch ist wie manche Kritiker hier feststellen. Das betrifft das Ende des Films und die vielen kleinen Ungereimtheiten, in denen Derek mit dem blauen Auge davonkommt.
Mir sind diese Stellen aber nicht sehr wichtig gewesen, weil mir die Botschaft dahinter viel interessanter erscheint.
Über den Inhalt wurde schon sehr viel geschrieben, so dass ich dies nicht wiederholen möchte.
Dieser Film strahlt trotz der Gewaltwelt, in der er handelt, viel Hoffnung aus. Die tiefe Botschaft heißt: Gegen den Strom schwimmen, wenn du erkennst, dass du auf die schiefe Bahn gekommen bist. Du kannst immer etwas ändern - es ist nie zu spät.Auch bei diesem heiklen Thema ist eine gute Umsetzung des Stoffes gelungen ohne in Klischees und Moralpredigten abzugleiten
Sollte man gesehen haben.