Zimt und Koriander
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Durchschnittliche Kundenbewertung:Produktbeschreibung
Der griechische Astrophysiker Fanis erfhrt, dass sein Grovater Vassilis erkrankt ist. Er macht sich auf eine letzte Reise zu ihm nach Istanbul, wo die ganze Familie einst lebte. Fanis beginnt, sich zu erinnern An seine Kindheit in Istanbul, wo ihm der Grovater anhand von Gewrzen erste Lektionen in Astronomie erteilte. Im Wort Gastronomie steckt auch das Wort Astronomie, so der alte Mann. Pfeffer ist warm und brennt wie die Sonne, Zimt ist s und bitter wie die Venus und damit die Frauen. Gewrze haben magische und heilende Fhigkeiten, erfhrt Fanis in den spannenden Stunden mit dem Grovater, auf dessen Dachboden er mit dem Mdchen Saime immer spielte. Doch die Idylle zerbricht, als die Trken 1964 die Griechen zwingen, das Land zu verlassen...
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #305 in DVD
- Marke: ALAMODE-FILM
- Erscheinungsdatum: 2005-11-28
- Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Formate: Dolby, PAL, Surround Sound
- Originalsprache: Deutsch, Griechisch
- Untertitel in: Deutsch
- Anzahl Disks: 1
- Länge: 102 Minuten
Features
- FSK 0
Aus der Amazon-Redaktion
Movieman.de
Dass raffiniert gewürzte Gerichte nicht nur den Appetit anregen, sondern auch sinnlich sind, und das Kochen nicht bloßes Zubereiten von Mahlzeiten ist, sondern seine eigenen Weisheiten und Geschichten transportiert, das haben schon zahlreiche Filme erzählt. Dieser tut es auf eine Weise, die Sinnlichkeit, Humor und Historie auf verschiedenen Zeitebenen miteinander verknüpft. Es ist eine rührende Geschichte, die auch von Verlust und Enttäuschung zu erzählen weiß und sich in wunderschön komponierten und kolorierten Bildern vermittelt. Der Film erzählt von unser aller Leben und wie man ihm mit dem richtigen Gefühl die nötige Würze verleihen kann. Das klingt recht abstrakt, aber wer sich darauf einlässt, wird verstehen, was hinter den Worten Zimt und Koriander noch alles so steckt. Fazit: Ein griechisches Menu, das garantiert bekömmlich ist
Moviemans Kommentar zur DVD: Optisch ist die Disc vor allem wegen Special Effects und poppiger Farben ein Augenschmaus. Naturgetreue darf man hier aber nicht erwarten. Der Stereoton verteilt sich einwandfrei auf die angespielten Boxen und die Stimmen sind sauber ausgearbeitet. Die Disc verweilt technisch im guten Mittelfeld.
Bild: Schön sind die artefaktfreien, stimmig eingewobenen Special Effects, die allerdings keine besonders naturgetreuen Farbtöne anbieten, sondern auf bewusst auf märchenhaft poppige Farben und Weichzeichner setzen. Diese Ästhetik überträgt sich auch in die Spielszenen, was ab und zu Hauttöne lachsfarben überstrahlen lässt (Glatze, 00:31:56). Die computeranimierten Häuserdächer wirken in ihrer Farbigkeit zwar wunderbar naiv, die Gestaltung der Dächer selber ist dabei aber weniger naturgetreu gelungen, so dass sich stellenweise gar eine Computerspielästhetik ergibt (Dächer und Laken, 00:41:18). Die Auflösung ist in diesen Fällen im Übergang nicht ganz eindeutig, so dass sich kleine, zackige Abstufungen ergeben (Mantel, 00:41:21). Auch die Kontrastwerte fallen in diesem Beispiel plakativ unabgestuft aus. In Einstellungen mit guter Detailschärfe stellt sich kaum Rauschen ein (Hand, 00:52:48), während in Szenen, die mit weniger Licht auskommen müssen, ein heftiges Grieseln und Flirren nicht beseitigt werden konnte (01:39:58). Die schönen Kamerafahrten präsentieren sich mit stabilen Bildwerten.
Ton: Musik- und Geräuscheffekte verteilen sich einwandfrei ausgepegelt zwischen links, rechts und center, so dass allein schon das Geräusch des fallenden Regens (00:23:43) eine zwar frontlastige aber doch raumgebende Atmosphäre hinterlässt. Die Musik wogt stimmig und hervorragend mit deutschen und griechischen Stimmen abgemischt aus den Boxen. Die deutschen Stimmen sind etwas klarer und vor allem im Fall der Kinder nicht ganz so piepsig angelegt wie in der griechischen Tonfassung. Auch vermag der deutsche Ton ein wenig mehr Volumen zu entwickeln, was hauptsächlich Musik und Effekte angeht. Auch bei den Erwachsenen klingen die Stimmen hier deutlich satter und direkter, wenngleich sie sich natürlich ungleich dezent in die Kulisse einfügen.
Extras: Das Menu ist in Ton und Bild sehr schön gestaltet. Das Special-Effects-Featurette (12 min.) bietet einen aufschlussreichen Einblick in die Postproduktion. Das "Spice-Diary" (12 min.) beinhaltet ein Video-Tagebuch, das einen Blick hinter die Kulissen des Drehs wirft und einzelne Szenen kommentiert. Das Making Of (18 min.) lässt die Darsteller zu ihren Rollen zu Wort kommen, liegt aber leider in grob pixeliger Bildqualität vor. Die "Deleted Scenes" (4 min.) sind mit Audiokommentar ausgestattet und wurden zur Sicherheit gedreht, um Material einfügen zu können, falls manche Szenen nicht funktionieren. Insgesamt eine runde Sache. --movieman.de
VideoMarkt
35 Jahre nachdem seine griechisch-stämmige Familie aus der Türkei fliehen musste, reist der Grieche Fanis ans Sterbebett seines türkischen Opas ins Nachbarland. Dort überkommen ihn Erinnerungen an glücklichere Tage, die kulinarischen Freuden der Kindheit und die kleine Saime, mit der er wunderbare Nachmittage auf dem großväterlichen Dachboden verbrachte. Derart aufgerüttelt und aus seinem Phlegma erwacht, beginnt sich Hobbykoch Fanis zu fragen, ob nicht auch in seinem Leben eine gewisse Würze fehlt.
VideoWoche
In Griechenland zum erfolgreichsten Film aller Zeiten avanciert, wartet Thassos Boulmetis' Werk mit einer schmackhaften Mischung aus Komödie, Romanze, Selbstfindungstrip und milder Regimekritik auf. In der Hauptrolle überzeugt Georges Corraface ("Kilometer 0") an der Spitze eines bis in die Nebenrollen bezaubernd agierenden Ensembles. Wunderbar gefilmt und mit einem atmosphärischen Soundtrack gesegnet, macht die gutgelaunte Melange gerade Hellas-Fans Lust auf einen Nachschlag oder zumindest einen Gyros bzw. Döner.
Kundenrezensionen
Konstantinopel .......
heisst für die von der türkischen Regierung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgewiesenen griechischstämmigen Türken immer noch die Stadt Istanbul, wenn sie sie nicht gleich einfach nur "die Stadt" nennen.
Eine wehmutsvolle Familiengeschichte mit Charme und Witz erzählt von Phanis, der als kleiner Junge mit seinen Eltern nach Griechenland musste, ohne den geliebten Großvater, von dem er so viel über das Lebens gelernt hatte.
Phanis kehrt nun nach Jahrzehnten zurück in die schönste Stadt der Welt, um seinen Großvater zu begraben.
Vom Kochen mit feinen Gewürzen - dem Geheimnis des guten Geschmacks - und ihre Fähigkeit, die Menschen zu beeinflussen, handelt der Film, und die Liebesgeschichte ist so zart wie ein Hauch von Zimt mit ein wenig unsichtbarem Salz.
Ein überaus sehenswerter Film!!
Die Küche "Der Stadt"
... lautet der griechische Titel und jeder Kenner der griechischen Geschichte weiß, welche Stadt damit gemeint ist.
Hauptsächlich handelt der Film von einer verlorenen Heimat (Byzanz) und schmerzhaften Trennungen, aus der Erinnerung eines nunmehr erwachsenen Mannes. Eher im Hintergrund spielen Vertreibung/ Zwangsumsiedlung und das Zerbrechen sozialer Strukturen eine Rolle.
Das Drehbuch: Der in Athen lebende griechische Astrophysiker Fannis, wartet zum wiederholten Mal vergeblich auf den angekündigten Besuch seines Großvaters. Er hat ihn zuletzt als Kind gesehen, kurz bevor die griechische Familie gezwungen wurde ihre Heimat Konstantinopel zu verlassen, weil sie nicht bereit waren, nach der türkischen Zwangseinbürgerung auch ihren christlichen Glauben aufzugeben.
Er erfährt, dass der Großvater schwer erkrankt ist und macht sich selbst auf die Reise in die alte Heimatstadt, die er seit der Vertreibung nie wieder gesehen hat.
In Rückblenden wird gezeigt, wie Fannis Großvater, ein Gewürzhändler, ihn in die Geheimnisse der Gewürze und des Lebens einweihte sowie die letzten Tage der Familie in ihrer Heimat.
Kurz darauf wird Fannis Familie - wie viele andere- zur Umsiedlung gezwungen. Sie verlassen, lediglich mit einem Koffer ihres Habes, für immer Konstantinopel und müssen neben den gesamten restlichen Besitz auch den griechischen Großvater zurücklassen. Erst später erfährt man, dass der Großvater seinen Glauben und damit einen wichtigen Teil seiner Identität als Konstantinopolit verleugnen und auf seine Familie verzichten musste, um in der Heimat bleiben zu können.
Bei seiner ersten Reise in die alten Heimat trifft Fannis auch seine türkische Kinderliebe wieder, die er nie vergessen hat.
Trotz seiner Schönheit und Sentimentalität krankt der Film an allzu vielen, nur angedeuteten Geschichtssträngen und damit einer fehlenden Tiefe. Viele Fragen bleiben offen.
Vielleicht wollte man politisch allzu korrekt sein, vielleicht ist es das Ergebnis, weil nur die naive Perspektive des Kindes betont wurde.
Der Film bringt die politischen Hintergründe und die Familientragödie derart dezent, dass die Verleihfirma und offenbar auch viele Zuschauer sie nicht verstehen. Ohne Vorkenntnisse scheint der ganze Film schwer verständlich, vielleicht auch etwas langatmig.
Ansonsten ist es ein melancholischer Film über eine längst vergangene Zeit, das Zusammenleben verschiedener Kulturen, mit vielen denkbar metaphorischen Elementen über das Leben und seine Würze.
Schönes Europäisches Kino
Sehr schönes Kino! Einer der schönsten europäischen Filme, die ich seit längerer Zeit gesehen habe. Eine griechische Lebensgeschichte über Verlust der Heimat und der Kindheit.
Die Thematik, griechisch-türkische Geschichte, ist auch für auch für uns Deutsche sehr interessant. Der Erzählstil ist hervorragend. Ganz tolle Bilder. Der Film erzählt, ohne zu polarisieren! Er ist tiefsinnig, kurzweilig, witzig und schön!
Der Film ist sehr aufwendig produziert mit viel Geld und Computertechnik, die nicht unangenehm auffällt.
Zu den Extras: Making of, Filmmusik, Location-Suche …. Für Hintergrundinteressierte ist alles auf der DVD drauf.




