Die Welle
|
| Unverb. Preisempf.: | EUR 10,49 |
| Preis: | EUR 7,99 & wird bei einer Bestellung über 20 EUR versandkostenfrei geliefert. Details |
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 6 bis 11 Tagen.
Versand und Verkauf durch Amazon.de
40 neu oder gebraucht verfügbar EUR 4,48
Durchschnittliche Kundenbewertung:Produktbeschreibung
Paramount Die Welle, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 09.10.08
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #63 in DVD
- Marke: Paramount
- Erscheinungsdatum: 2008-10-06
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Formate: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
- Originalsprache: Deutsch
- Abmessungen: .0 Pfund
- Länge: 103 Minuten
Features
- Paramount Die Welle, Freigegeben ab 12 Jahren Drama
Aus der Amazon-Redaktion
MovieGod.de
Der unorthodoxe Geschichtslehrer Reiner Wenger hat auf die Frage, wie der Nationalsozialismus in Deutschland Einzug halten konnte, keine Antwort und beginnt mit seinen Schülern ein Experiment: Um den schleichenden Einzug eines totalitären Regimes am eigenen Leib erfahren zu können, gründen sie die Bewegung "Die Welle", deren Mitglieder ihrem Anführer Wenger bedingungslos zu folgen haben. Mit der Uniformität, Disziplin und dem unbedingten Gehorsam kommt ein neues Gemeinschaftsgefühl, das die Cliquen aufsprengt und Außenseiter integriert. An sich also eine runde Sache, doch dann entwickelt "Die Welle" eine gefährliche Eigendynamik.
Generationen von Schülern in aller Welt durften sie über sich ergehen lassen: Den Roman "Die Welle" von Morton Rue oder die gleichnamige US-Fernsehadaption aus den Achtzigern, die sich an "wahren Begebenheiten" an einer kalifornischen Highschool orientieren. Gerade an deutschen Schulen scheint das plakative Lehrstück über Totalitarismus die Leerstelle füllen zu müssen, die der Geschichtsunterricht zwischen Reichstagsbrand und Wiederbewaffnung klaffen lässt. Bei der Neuaufbereitung des Stoffes in diese Lücke zu stoßen und die Handlung an ein deutsches Gymnasium zu verlegen, in dem die Schüler zwar die letzten Reichspräsidenten der Weimarer Republik runterbeten können, vom Wesen des Faschismus aber keine Ahnung haben, war eine der guten Ideen der Macher.
Eine weitere war es, Jürgen Vogel in der Hauptrolle zu besetzen. Sein verbeamteter Anarcho ist auf der einen Seite naiv und engagiert genug, das Experiment in Gang zu setzen, und besitzt zugleich das Charisma, seine Schüler beeinflussen zu können. Überhaupt sind die Rollen größtenteils auf den Punkt besetzt. Bei den Schülern, wo es hauptsächlich darum geht, die verschiedenen Cliquen abzubilden, die auf einmal so etwas wie Zusammenhalt untereinander endecken, sticht vor allem Frederick Lau hervor, dessen Figur sich der "Welle" mit Leib und Seele verschreibt, weil sie ihn zum ersten Mal in seinem Leben Zusammengehörigkeit erfahren lässt.
Die beklemmende Atmosphäre des thematisch ähnlich gelagerten Das Experiment kommt jedoch nie auf, die menschlichen Abgründe werden nicht ausgelotet, sondern bezeichnet. Und das Ende zeigt schließlich einmal mehr, dass gut immer noch das Gegenteil von gut gemeint ist.
Dennoch stellt die neue deutsche Welle auf jeden Fall einen Quantensprung gegenüber der alten Version dar, und wird noch viele, viele Generationen von Schülern davor bewahren, Nazis zu werden.
Filmkritik von Sven Ole Lorenzen
VideoMarkt
Gleich zu Beginn seines Kurses über Autokratie sieht sich der als locker bekannte und für seine progressiven Ansichten geschätzte Lehrer Rainer Wenger mit dem Einwurf seiner Schüler konfrontiert, ein faschistisches System habe in unserer aufgeklärten Zeit ohnehin keine Chance mehr. Um die Schüler vom Gegenteil zu überzeugen, startet Wenger ein mehrtägiges Experiment, "Die Welle" - mit frappierendem Erfolg. Binnen kürzester Zeit verändert sich Wengers ganze Klasse, und der Lehrer auch. Bis die Welle aus dem Ruder läuft.
VideoWoche
Basierend auf den Original-Manuskripten des kalifornischen Lehrers Ron Jones zu seinem beängstigenden "Third Wave"-Experiment 1967, realisierte Dennis Gansel mit seinem engagierten und fesselnden Schulkrimi über den Fascho in uns allen ein intensives Drama, das sich nahtlos an Gansels Vorgänger "Napola" reiht. Seine Vision über die Verführbarkeit des Einzelnen ist eine zwingende Utopie und mit Jürgen Vogel und einer Handvoll engagierter Jungstars perfekt besetzt. War ein Überflieger im Kino.
Kundenrezensionen
Neuverfilmung einer realen Begebenheit
Gruppendynamik bei Gehorsamkeit gegenüber Autorität
Das Jugendbuch Die Welle" von Morton Rhue bot in seinem Publikationsjahr 1981 Zündstoff für zahlreiche Diskussionen in den Vereinigten Staaten, da sich die Kurzgeschichte auf einen Tatsachenbericht stützte. Basis für den Stoff bildet ein Sozialexperiment zu Diktatur und Nationalsozialismus des ehemaligen Geschichtslehrers Ron Jones aus dem Jahr 1967 an der Cubberley High School in Palo Alto. Ein Schüler befragte den Lehrer Jones zum begeisterten Verhalten der Deutschen gegenüber dem Naziregime und nach den Gründen für die Behauptung der Deutschen, dass sie angeblich nichts von den Verbrechen gegen die Juden gewusst hätten. Der Lehrer blieb den Schülern damals die Antwort schuldig. Stattdessen führte er ein Experiment durch: Er lehrte ihnen Disziplin und Gehorsam, formierte sie zu einer Gemeinschaft und schränkte ihre Persönlichkeit ein. Das Experiment führte zu erschreckenden Erkenntnissen. Jones war aber am meisten über sich selbst erstaunt. "Ich denke, es war die Tatsache, dass ich die ganze Bewegung selbst genossen habe. Ich genoss die Macht, die Kontrolle, die Verehrung. Es war berauschend, dieses fiebrige Gefühl, diese Spannung, und dafür war ich verantwortlich."
Das Jugendbuch, welches auch mittlerweile beliebter Lesestoff in deutschen Schulen geworden ist, wurde bereits im Jahr 1981 für das US Fernsehen von Alexander Grasshoff verfilmt. Bei dem hier besprochenen Film mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle handelt sich es um eine völlig neuartige Verfilmung des altbekannten Stoffes. Die Handlung wird nun aus den USA der 60er Jahre in das moderne Deutschland und seiner Jugendkultur verlegt. Ausgangspunkt ist eine Projektwoche zum Thema Autokratie," die nach Dewings Leitsatz Learning by doing" praktiziert wird. Der Sprachgebrauch der Jugendlichen und auch ihre Mittel (das Logo der Welle auf Hauswände, etc. sprayen) lassen den Film erfrischend modern wirken. Während das reale Experiment damals friedfertig beendet werden konnte, bedient sich dieser Film einer zusätzlichen Dramatik mit blutigem Ausgang. Im Gegensatz zu Jones verfällt in diesem Film der Lehrer Wenger, gespielt von Jürgen Vogel, teilweise selbst seinen Ideen. Auch die Außenseiterproblematik wird hier erweitert. Die Außenseiterrolle von Robert Billings aus der Vorlage bleibt in der Person des Tim bis zuletzt bestehen. Die Außeneiterproblematik wird sogar noch um einige Personen erweitert. Dazu zählen der Ausländer Sinan, der aggressive Kevin, die schüchterne und übergewichtige Lisa und der aus zerrütteten Familienverhältnissen stammende Marco. Auch das Footballspiel aus der Vorlage wird hier in Form eines Wasserballmatches mittels Gewalttätigkeiten überzogen dramatisiert.
Der Film bietet eine recht interessante Darstellung des altbekannten Stoffs, sozusagen Unterhaltungskino mit pädagogischer Note, der mit Sicherheit den zukünftigen Medienkanon des einen oder anderen Sozialkundeunterrichts an deutschen Schulen bereichern wird. Er ist jedenfalls eine Empfehlung wert!
Der Film sensibilisiert für politisches Mitläufertum und Verblendung, aber auch für die Verführbarkeit des Menschen. Ron Jones ist sich jedenfalls sicher: "Das Experiment funktioniert heute immer noch, an jeder Schule! Es funktioniert, weil die meisten von uns einsam sind."
Trotzdem: Die Handlung wirkt unter Betrachtung der dramatischen Zuspitzung für unsere Zeit nicht authentisch. Der Film berücksichtigt nicht unsere gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre. Der Film verhält sich unkritisch gegenüber der heutigen Realität, die von einem teilweise recht egozentrischen Individualismus, liberaler und antiautoritärer Erziehung, der Marktwirtschaft und Leistungsdenken geprägt ist. Neonazigruppen oder autoritär geführte Sekten finden ihre Mitglieder doch vorwiegend unter Menschen, die sozial abgesondert sind oder sich gerade in einem sozialen Loch befinden. Diese Menschen erfahren dort in der Gemeinschaft eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls, welches für jeden Menschen dieser Erde wichtig ist.
Jürgen Vogel äußerte sich selbst kritisch in einem Interview: "Man muss immer berücksichtigen, in welcher sozialen Struktur man gerade lebt und wie desillusionierend die Zukunft ist, die vor einem steht. Wenn ich kurz nach der Wende in Hoyerswerda gelebt hätte, als dort ringsherum alles zusammengebrochen ist, ich weiß nicht, ob ich da als Jugendlicher nicht auch 'ne Glatze geworden wäre."
Für Interessierte an "Der Welle" könnte auch das Filmmaterial zu den Experimenten des amerikanischen Psychologen Stanley Milgram (1933 -1984) zur Thematik "Gehorsamkeit gegenüber Autorität" spannend sein. Die Bildstellen der deutschen Schulen müssten zumindest über die filmisch dokumentierten Experimente Milgrams in Deutschland verfügen. In den Milgram Experimenten wird dargelegt, dass sich ganz normale Menschen unter autoritären Druck dazu zwingen lassen, andere Menschen systematisch zu misshandeln. Die Probanden wussten dabei nichts von dem Experiment und waren teilweise über sich selbst und die Situation so erschrocken, dass sie sich später in psychologische Behandlung begeben mussten. Vielleicht wurde aus diesen Gründen nie wieder eine Wiederholung dieser Forschungen angestrebt. Aber auch Milgram räumte ein, dass bestimmte Voraussetzungen gegeben sein müssten, damit sein Experiment funktioniert (Autoritäre Erziehung durch die Eltern oder in der Ausbildung, Belohnungsmechanismen für Gehorsamkeit, beruflicher Erfolg durch Gehorsamkeit, usw.). Die Milgram Experimente fallen in etwa in die gleiche Zeit wie der Unterrichtsversuch von Ron Jones. - Christoph Erlemeier -
Super Film und super Verpackung!
Watch Video Here: http://www.amazon.de/review/R3NX9POX6V6LIX Habe leider im Kino den Film "Die Welle" verpasst und konnte auch nach der Veröffentlichung auf den Film warten bis diese Edition etwas günstiger geworden ist. Der Film ist gut gemacht und zeigt, dass es auch noch heute eine Diktatur geben kann. Natürlich gibt es auch hier wieder Klischees (Ausländer, Außenseiter, Streber, etc.) aber dies gehört einfach dazu. Es gibt keine perfekten Klassen und der Herr Wegner möchte dies seiner Klasse zeigen, dass es keine Unterschiede in der Gruppe gibt! Leider läuft sein Projekt ziemlich aus dem Ruder bis die Welle alle überrollt. Das Bild ist perfekt und besteht zum Großteil aus kalten Farben. Der Ton ist auch super (wird auch nicht sehr oft beansprucht).
Die Aufmachung ist wunderbar gemacht (wie man es eben aus der Premium Edition kennt) mit einigen Zeilen Text zum Film/über den Film. Dabei liegt noch ein Booklet mit Infos zu den Darstellern, Filminhalt, Wellen-Sprecher (über die Charaktere), Praktische Übungen (für die Schule z.B.) und den Kapiteln (24 Seiten). Das Innere sowie das Cover ist mit der Welle "besprüht" (das Cover wurde sogar ausgestanzt). Auf der 1. DVD ist der Film in Deutsch Dolby 5.1 und DTS 5.1 vorhanden sowie als Hörfilm. Untertitel für Hörgeschädigte auf Deutsch. Als Extras gibt es ein Making-of (kurze Version), Videotagebuch von Dennis Gansel, Teaser & Trailer, etc. Auf der 2. DVD ist ein besseres (meiner Meinung nach) Making-of vorhanden, Outtakes, Videotagebuch vom Regisseur, geschnittene Szenen, Alternatives Ende, Musikvideos sowie die Making-of's dazu, Rede von Herrn Steinmeier, Die Kerner Sendung mit Liveexperiment, Ausschnitte aus der Verleihung "Deutscher Filmpreis", Ron Jones besucht den Drehort, Interviews mit Darsteller, Regie, Produktion und Ron Jones, Storyboard, etc. Die Bonus-DVD hat eine ziemlich lang Laufzeit von fast 2 Stunden.
nie wieder diktatur in deutschland.....von wegen.
als der lehrer rainer wenger als projektwochenthema "autokratie" zugewiesen bekommt ist er alles andere als begeistert.
ist er doch im herzen anarcho geblieben und hätte lieber das thema "anarchismus" bearbeitet.
als die woche beginnt erwartet er nicht viel und begegnet dem ganzen erstmal unbeteiligt.
als die schüler jedoch erregte debatten zum thema diktatur führen, kommt ihm eine idee.
wie wäre es, zu beweisen das eine diktatur in deutschland immer noch möglich ist?
schritt für schritt führt wenger die schüler nun aus einer demokratischen haltung in eine diktatorische und die spirale des unausweichlichen beginnt sich zu drehen.
die darsteller, allen voran jürgen vogel, machen ihre sache recht gut.
die dialoge wirken manchmal etwas hölzern und gekünzelt.
die story basiert auf einer wahren geschichte und ist interessant, spannend und mitreissend.
der soundtrack ist ok.
dieser film regt zum nachdenken an und ist sicher nichts für zwischendurch.
ich hätte mir eine etwas detaillierte adaption des buches gewünscht, trotzdem ist diese deutsche version durchaus gelungen.
zwar muss man sich mit einigen typischen klischee's abfinden, aber seine aussagekraft verliert der film dadurch nicht.




