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Gran Torino

Gran Torino
Regisseur(e) Clint Eastwood

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Produktbeschreibung

evtl. Clint Eastwoods beste und größte Rolle. der einen amerikan. Witwer spielt, dessen Nachbar eingewanderte, durch den Krieg heimatlos gewordene Leute sind,deren Sprache er nicht versteht und die er grundsätzlich nicht tolerieren will. Im Laufe des Films wandelt sich aufgrund nachbarschaftlicher Bemühungen seine Einstellung, so dass er letztlich sein Leben dafür hingibt, dass junge, nicht vorbestrafte Einwanderer von da an in Ruhe im neuen Heimatland Amerika leben können. Clint Eastwood spielt diese Rolle des Kriegsveteranen aus dem Koreakrieg sehr überzeugend, so dass es vermutlich seine beste Darstellung ist. Gran Torino ist ein Automobil, dessen Besitz ihn stolz machte, letztlich aber unwichtig wird. Auch da wird die Wandlung sichtbar gemacht. Nettes Spiel der Einwanderer, letztlich spielt nur Clint Eastwood seine Rolle perfekt und macht dadurch diesen Film zum Erlebnis.


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  • Amazon-Verkaufsrang: #12 in DVD
  • Marke: Warner Bros.
  • Erscheinungsdatum: 2009-07-10
  • Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • Formate: Dolby, PAL
  • Originalsprache: Deutsch, Englisch, Spanisch
  • Untertitel in: Deutsch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Portugiesisch, Spanisch, Schwedisch
  • Länge: 111 Minuten

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Clint Eastwoods Gran Torino, ein bescheidener Film, der während einer Flaute bei der Postproduktion seines eleganten Der fremde Sohn entstand, wurde relativ leise in die Kinos gebracht und bläst nach wie vor all jene Filme an den Kinokassen hinweg, die als Oscar-Kandidaten gehandelt werden und liefert dem achtundsiebzigjährigen Hauptdarsteller die besten Kritiken seiner Schauspielkarriere. Sowohl der Film als auch seine Darstellung sind völlig raffiniert – beginnen mit einer trügerischen Einfachheit und entwickeln sich dann zu etwas Komplexem, Kraftvollem und überraschend Sanftem. Ebenso wie Erbarmungslos Eastwoods Erbe innerhalb des Western-Genres tragisch beleuchtete, kommentiert Gran Torino das städtische Erbe von Dirty Harry und seiner gewalttätigen Spießgesellen. Und zudem stellt der Film eine weise Meditation über Amerika innerhalb eines bestimmten Augenblicks seiner Geschichte dar, in Hinblick auf die Rassenkonflikte, die Wirtschaft, den Geist. Man könnte das Ganze eine Botschaft „zur Lage der Nation“ nennen. Aber nur mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen. Der letzte Dirty Harry ist in Wirklichkeit ein knurriger Walt: Walt Kowalski (Eastwood spielt einen Senioren), Witwer, Veteran des Koreakriegs, Automechaniker im Ruhestand und der letzte weiße Bewohner seiner Nebenstraße in Detroit. Es ist schwer zu sagen, wer ihm mehr auf die Nerven geht: seine eigene Verwandtschaft (ein ziemlich blöder Haufen) oder die Hmong-Familien, die seine neuen Nachbarn sind. Kowalski ist Rassist, denn es kam ihm nie in den Sinn, warum er keiner sein sollte. Außerdem ist das gemeinsame Herumhacken auf ethnischen Vorurteilen der Dreh- und Angelpunkt zwischen ihm und seinen Arbeiterklasse-Kumpels. Die Umstände – und zwei junge Leute aus dem Nachbarhaus, die schlagfertige Sie (Ahney Her) und ihr von Konflikten geplagter Bruder Thao (Bee Vang) – wollen Walt in eine neue Gemeinschaft einführen und feiern ihn als Helden, nachdem er gegenüber ein paar Rabauken seine Knarre zieht. Doch der Gang der Dinge wird den Zuschauer immer wieder aufs Neue verblüffen. Eastwood entschied sich dafür, seinen Film im wirtschaftlich gebeutelten Detroit zu drehen – eine kluge Entscheidung, denn seine Vorstellung von Walts Welt in klassischer Handschrift ist das, was wirklich zählt. Jedes Stück Rasen, jede Terrasse, jeder Kellerraum trägt zur Geschichte bei – vor allem die Werkstatt/Garage, in der der Gran Torino steht, den Walt während einer besseren Zeit einstmals montieren half. Dies ist ein bemerkenswerter Film. --Richard T. Jameson

VideoMarkt
Nach dem Tod seiner Frau igelt sich Walt Kowalski ein, zieht sich zurück auf die Veranda seines Häuschens in einer Vorstadt von Detroit und sieht zu, wie sein Amerika vor die Hunde geht. Das Fass zum Überlaufen bringt der Nachbarsjunge der Hmong-Familie, der auf Geheiß einer Gang Walts 72er Gran Torino stehlen soll. Als die Tochter der Nachbarn belästigt und deren Sohn eines Nachts angegriffen wird, schlägt sich Walt auf deren Seite. Genug ist genug. Das macht ihn zum Helden der Nachbarschaft, aber bringt ihn auch ihn in akute Lebensgefahr.

VideoWoche
Für seine zweite Regiearbeit im Jahr 2008 nach "Der fremde Sohn" steht Clint Eastwood erstmals seit "Million Dollar Baby" wieder selbst vor der Kamera. Sein Walt Kowalski ist ein Konservativer von echtem Schrot und Korn, der im Verlauf der Handlung gezwungen wird, seine eigenen Vorurteile zu konfrontieren. Und wie fast immer im Alterswerk Eastwoods geht es in dem bewusst schmucklosen und betont schnell gedrehten Drama auch um Gewalt und ihre verheerenden Folgen, um Rassismus und falsches Heldentum.


Kundenrezensionen

Fremde, Verwandte, Freunde, Kirche, Vergebung, Rache und Mut: ein weiteres Meisterwerk.5
Clint Eastwood gelingt mit diesem Film etwas ganz Besonderes:er vermittelt Einblicke in die übersättigte amerikanische Mittelschicht und verknüpft damit fremde Welten in der Nachbarschaft, die einem oft näher stehen als die eigenen Verwandten.

Es ist kein Film über Rassismus, sondern eine Metapher zu Übersättigung, Macht und Rache. Macht ist in allen Schichten vorhanden, ganz unten ist sie nur besonders ersichtlich und direkt. Kowalski, der Korea-Veteran und treue Fordarbeiter gerät nach dem Tod seiner geliebten Frau unversehens in einen Bandenkrieg seines Viertels, das zunehmend von Fremden bewohnt wird. Dabei findet er keinen Halt bei seinen verzogenen, gierigen Kindern und Enkeln (wunderbar gespielt und in ihrer Übersättigung und Dekadenz kaum besser beschreibbar).

Die Handlung entwickelt eine unglaubliche Spannung, vermittelt intelligente Dialoge und lebt von dem Unterschied zwischen spießigem, viel zu sattem Amerika und der fremden chinesischen Welt. Man verrät nicht zu viel, wenn man sagt, dass sich Kowalski mit der Familie nebenan anfreundet und dem Sohn, einem "Weichei", zur Seite steht und ihm - weil er wohl seine eigenen Kinder nie erzogen hat - den Weg in die Zukunft weist. Dabei sind wir beim Kernthema aller Eastwood Filme: sie machen Mut, wollen den Entrechteten helfen, in jedem Autonomie und die klare Sicht auf die Dinge wecken.

Clint Eastwood spielt einfach überragend und lässt sein bekanntes Spucken auch hier mit ein- bzw. ausfließen. Er setzt sich, wie so oft, mit der Kirche auseinander und zelebriert in den Dialogen mit dem Geistlichen höchste Schauspiel- und Philosophiekunst.

Das Ende ist sehr überraschend, ungewöhnlich und der Höhepunkt eines Plotts, der mich wirklich begeistert hat. Werde den Film öfters ansehen.

Ganz großes Kino!5
Walter Kowalski (Clint Eastwood), für seine wenigen Freunde Walt, war im Koreakrieg. Dort hat er vor bald 60 Jahren unsägliche Grausamkeiten erlebt, aber auch angerichtet. Seither ist Kowalski ein verbitterter Pedant. Sein Haus ist stets militärisch-makellos gepflegt, seine schon lang erwachsenen Kinder mit schärfsten Drill erzogen und daher entfremdet. Als seine Frau beerdigt wird, verhält sich auf der Trauerfeier vom Priester bis zum letzten Gast auch niemand respektvoll genug für seine Vorstellungen. Ganz klar: Walter Kowalski will man nicht als Nachbarn haben. Als im leerstehenden Nachbarhaus eine koreanische Familie einzieht, scheint für Kowalski entgültig der Siedepunkt erreicht worden zu sein. Spätestens als der Nachbarjunge Taoh, von einer lokalen Gang angestiftet, seinen 1972er Gran Torino beschädigt, droht das angespannte Nachbarschaftsverhältnis in einen Kleinkrieg umzuschlagen. Doch als die Gang seine Nachbarn anfängt zu terrorisieren, beginnt Kowalski einzuschreiten...

Mit 80 Lenzen zeigt Clint Eastwood mehr Biss beim Filmemachen als manche Regisseure, die dem Zuschauer das Blaue vom Himmel versprechen, dies aber meist nicht einhalten können. Sein geradezu kammerspielartiges Drama "Gran Torino" verknüpft die aktuellen sozialen Probleme von Amerikas Ballungsräumen, gekonnt mit den Dämonen, die ein alter Mensch und Kriegsveteran mit sich herumschleppt. Dass dadurch Walters Entfremdung von der eigenen Familie vorangetrieben wird, zeigt umso deutlicher, dass die "Abschiebepolitik" der westlichen Gesellschaft, die ihre Alten lieber in Heime verbannt, als sie im Mittelpunkt der Familie zu halten, bis ins Mark fehlgeleitet ist - ganz anders wie bei seinen koreanischen Nachbarn.
Besonderes Augenmerk legt Eastwood dabei auf die späte Annäherung der Kulturen zwischen seiner Figur, dem verbissenen Veteranen, und dem pickeligen, jungfräulichen und offensichtlich nichtsnutzigen Sohn seiner asiatischen Nachbarn, die offenbar gekommen sind, um sein geliebtes Amerika zu überfremden.

Eastwood inszeniert mit nur wenig Aufwand das Wesentliche einer jeden Szene, sein Film wirkt wie das 100-Prozent handgemachte Endprodukt eines Filmliebhabers - Old School, wie es sie nur selten gibt in Hollywood. Wenn Hauptdarsteller Eastwood dann noch knurrend den Mundwinkel verzieht, um seinen Unmut auszudrücken, dann merkt man warum der Mann eine Legende vor und hinter der Leinwand ist.

Abschließend bleibt eigentlich nur zu sagen: Ansehen und genießen. "Gran Torino" ist wahrlich ein vielschichtiges Meisterwerk, an dem sich so mancher vermeidliche Filmemacher eine dicke Scheibe von abschneiden kann - 5 Sterne.

Bewegendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit (und auch etwas Rache)!5
Ich verneige mich vor Clint Eastwood!
Was der Mann allein in den letzten Jahren als Produzent und Regisseur für Filme erschaffen hat, ist einfach unbeschreiblich. Er hat anscheinend genau die richtige Nase, um zu erkennen, ob ein Drehbuch Potential hat und wie man das dann perfekt umsetzt. Dabei sind es nie leichte Geschichten, deren er sich annimmt.

So wie auch in diesem Fall bei der Geschichte des verbitterten, alten Walt Kowalski. Der Mann lebt in einer ehemaligen Vorzeigesiedlung der Mittelschicht, die im Laufe der Jahre durch die wirtschaftliche Lage, der darausfolgenden Abwanderung der Einheimischen und nun jeder Menge Multi-Kulti nicht mehr ganz in sein Weltbild passt. Er ist ein waschechter Patriot, der dem wilden Treiben in seiner Nachbarschaft nichts abgewinnen kann und dem Ganzen mehr als nur missmutig gegenüber steht. Wüste Beschimpfungen und eine geladene Schrotflinte erwarten jeden, der der letzten Bastion amerikanischer Werte, seinem Zuhause, zu nahe kommt. Ein Vorfall mit einer Gang direkt vor seinem Haus rüttelt aber etwas (Gutes?) in ihm wach. Ist Walt doch nicht so ein Rassist und boshafter Mensch, wie man es gedacht hat?

Clint Eastwood spielt den einsamen Walt einfach überragend. Diese anfänglich traurige, stoische Figur, die dann urplötzlich mit hasserfüllten Augen und rassistischen Sprüchen explodiert, hätte wohl niemand sonst so genial spielen können. In vielen Momenten war es für mich kurzzeitig vorbei mit der Sympathie für den guten, alten Clint. Das war teilweise schon harter Stoff. Aber auch im späteren Verlauf, als seine Figur eine (zugegeben erwartete) kleine Wandlung durchlebt, war ich immer noch sprachlos von dieser schauspielerischen Größe.
Diese kleine Wandlung von Kowalski ist für mich dann auch die wahre Stärke von Gran Torino. Als Zuschauer darf man dabei sein, wenn ein Mann, den seine Vergangenheit zu einem Bündel Trauer, Hass und Verbitterung gemacht hat, so langsam anfängt neue Maßstäbe zu setzen und sich zu einem Teil des (für ihn befremdlichen) Kollektivs entwickelt. Einem Kollektiv, das ihm eigentlich nie feindlich gegenüber stand. Ich finde, einige Leute sollten sich daran mal ein Beispiel nehmen, sei es auch nur im Kleinen.

Ansonsten gibt es bei diesem 112minütigen Drama all das, was man von einem Eastwood auch erwarten darf: Zutiefst beeindruckende Bilder, riesige Dialoge und viel, viel Ruhe, in der ebensoviel Kraft steckt. Und natürlich ein überraschendes Ende, das für einigen Gesprächsstoff sorgt.
Ich hoffe, dass der Mann (die Legende) der Filmndustrie noch lange erhalten bleibt!

Unbedingt ansehen!!