Burn After Reading (Einzel-DVD)
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Durchschnittliche Kundenbewertung:Produktbeschreibung
B - Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die F
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #738 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2009-03-27
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Formate: Dolby, PAL, Surround Sound
- Originalsprache: Deutsch, Englisch
- Untertitel in: Deutsch
- Länge: 92 Minuten
Aus der Amazon-Redaktion
Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach dem finsteren Geniestreich No Country for Old Men mag Burn After Reading vielleicht etwas banal wirken, aber nur wenige Filmemacher verstehen es wie Joel und Ethan Coen, das Triviale zur Kunst zu erheben. Basierend auf Stansfield Turners Burn Before Reading beginnt die komisch verwickelte Handlung damit, dass die CIA den Analysten Osborne Cox (John Malkovich) auf die Straße setzt. Cox weiß nichts davon, dass sich seine Frau Katie (Tilda Swinton, die sich auf ihre Rolle in Michael Clayton bezieht) mit dem verheirateten US-Marshall Harry (George Clooney, Swintons Co-Star aus Michael Clayton, der hier spielt wie in Syriana) trifft. Um dem Geheimdienst eins auszuwischen, arbeitet Cox an seinen Memoiren. Durch einen Zufall geraten die Fitnessclub-Angestellten Linda (Frances McDormand) und Chad (Brad Pitt in einer Angeberrolle wie bei Johnny Suede) in den Besitz der CD-ROM und versuchen, den angenervten Alkoholiker damit zu erpressen. Linda, die intensives Internet-Dating betreibt, will das Geld für eine Schönheitsoperation verwenden, weiß aber nicht, dass ihr Chef Ted (Richard Jenkins aus The Visitor) sie genau so mag, wie sie ist. Obwohl das irgendwie nach einem eigenen Remake von The Big Lebowski klingt, fokussieren die Coen-Brüder dieses Mal ihre Energie auf die Unmengen an Unsicherheiten der klassischen Midlife-Crisis – mit der Ausnahme von Chad, der zu verkrampft ist, um solche Befürchtungen zuzulassen, was zur lustigsten Darstellung in Brad Pitts Karriere bislang führt. Wenn „Lebowski“ der Film war, mit dem sich die Coen-Brüder an den Film Noir annäherten, drücken sie bei Burn After Reading solchen paranoiden Thrillern wie Der Staatsfeind Nr. 1 oder Die Bourne-Identität ihren unwiderstehlich absurden Stempel auf. --Kathleen C. Fennessy
Movieman.de
Auf die Filme der Coen Brothers kann man sich einfach verlassen! Es wimmelt auch in "Burn After Reading" wieder von skurrilen Charakteren und überraschenden Wendungen. Dass dabei ein großes Staraufgebot mit von der Partie ist (u.a. George Clooney, Brad Pitt, Tilda Swinton, John Malkovich) macht die Produktion für das große Publikum noch beliebter. Der Humor sitzt perfekt und auch das Thrillermoment geht hervorragend auf. Gerade diese Mischung macht die Produktion so knackig. Hinzu kommen herrlich amüsante Dialoge, in denen keine Replik überflüssig wirkt. Die Vielzahl der Handlungsstränge sorgt außerdem dafür, dass nicht nur die einzelnen Szenen intelligent unterhalten, sondern auch der Rahmen stimmt. Fazit: Ein Film, wie er sein sollte!
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild wirkt griffig, dabei aber auch grobkörnig, zumal die Schärfewerte nicht ganz astrein ausfallen. Vor allem in dunkleren Einstellungen lässt sich deutliches Rauschen entdecken, das auch helle Flächen überzieht (Sportstudio, 00:25:59). Klötzchenbildungen (um Monitor herum, 00:28:07) greifen stellenweise auch auf Gesichter über. In Nahaufnahmen zeigen sich weniger Probleme, hier lassen sich einzelne Hautporen ausmachen (00:58:59). Farb- und kontrasttechnisch gestaltet sich der Film ein wenig düster, außerdem bleiben Überbelichtungen nicht aus (00:45:40). Akustisch gibt es hingegen wenig zu meckern. Alle Signale sehen sich harmonisch im Raum platziert und Musik erfüllt die Boxen genauso ergreifend wie einzelne Effekte. Dennoch ist nicht so viel Hintergrundaktivität vorhanden wie denkbar wäre. Die deutsche DTS-Fassung klingt ein klein wenig knackiger als die Dolby-Digital-Mischung. Im Vergleich zur Synchronisation fallen die Originalstimmen etwas dichter und samtiger aus. Als Extras bietet die Fassung leider nur Programmtipps. Eine Special Edition hält mehr bereit. --movieman.de
VideoMarkt
Fitnessstudioangestellte Linda Litzke will ihren Körper rundum erneuern lassen. Nur das nötige Kleingeld fehlt. Es trifft sich gut, dass Kollege Chad im Umkleideraum über eine Daten-CD mit offenbar brisantem Geheimmaterial stolpert und auf die Idee kommt, den Besitzer, den gerade gefeuerten CIA-Experten Ozzie, zu erpressen. Die Sache läuft aus dem Ruder, auch durch das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel, bei dem Ozzies Gattin ihren Mann aus dem Loft wirft und gemeinsam mit Linda dem Charme des smarten Regierungsbeamten Harry Pfarrer erliegt.
Kundenrezensionen
Super Unterhaltung!
Chad (Brad Pitt) und Linda (Frances McDormand) arbeiten im Fitnessstudio, wo sie eines Tages eine CD mit "heißen" Geheimdienstinformationen finden. Da Geld natürlich ein knappes Gut ist, beschließen die beiden, den Eigentümer der CD, einen gewissen Osborne Cox (John Malkovich), zu erpressen. Der Ex-Agent hat aber weit mehr auf der Pfanne, als die beiden Vorturner, und zugleich keinen Schimmer, wieso es überhaupt eine CD mit seinen Aufzeichnungen gibt. Schon bald entbrennt ein immer schneller drehender, blutiger Reigen paranoider Washingtoner Agenten und Möchtegern James-Bonds...
"Burn After Reading" beginnt unendlich langsam - wie eine Lawine - steigert sich der Film stetig in ein kaum noch zu überblickendes, blutiges Geflecht aus Lug und Betrug, Gier, Lust, Angst und anderen unmenschlichen Eigenheiten, gepaart wird das ganze noch mit reichlichen skurrilen Höhepunkten. Folglich ein echter Coen - dieser "Burn After Reading"-Film.
Die durchweg prominente Besetzung liefert dabei ein absolut unterhaltsames Schauspiel. Allen voran sicherlich der hirnlose Brad Pitt, den ich seit Snatch - Schweine und Diamanten nicht mehr besser gesehen habe oder einen herrlich versoffenen George Clooney mit komischen Essgewohnheiten und Ticks, die ihn zum Mittelpunkt jeder Party machen würden ;o)Dazu kommt eine wunderbar fiese Tilda Swinton oder einen J. K. Simmons als brüllender CIA-Abteilungsleiter. Die komödiantische Performance der Darsteller ist einfach fantastisch.
Für manchen entpuppt sich sicherlich die Handlung als kleines Manko, denn dieser ist die volle Aufmerksamkeit zu widmen, um diesem WirrWarr von Intrigen und falschen Fährten folgen zu können, um auch noch am Ende die Handlung nachvollziehen zu können. Somit bin ich auch noch ein wenig hin und her gerissen, ob sich "Burn After Reading" 4 oder 5 Sterne verdient hat. Ich entscheide mich eher für 4 Sterne, denn dieser Film ist weder ein Thriller noch eine Komödie, er liefert viele Fragen und gute, wie auch schlechte Antworten . Er ist einfach einer dieser Coen-Filme bei denen man nicht weiß, was einen erwartet. Aber eines ist garantiert - beste Unterhaltung. Nur leider war sie hier für meinen Geschmack phasenweise etwas zu, nennen wir es "komisch" ;o)
Abrechnung mit dem Washingtoner Establishment
Was ist das markante eines Coen-Films? Die skurrilen Charaktere, eine völlig absurde Geschichte und der trockene, bitterböse Humor der Coens. Burn After Reading bildet da keine Ausnahme.
Es geht etwas tröge los, die Handlungsstränge sind scheinbar lose miteinander verknüpft. Da ist der CIA-Analyst Cox (Malkovich), der wegen eines Alkoholproblems seinen Job verliert. Seine Frau (Swinton), eine eiskalte, geltungssüchtige Ärztin, hat längst die Scheidung bei ihrem Anwalt in Auftrag gegeben und hat eine Affäre mit einem Regierungsbeamten im Finanzministerium namens Pfarrer (Clooney), der an Paranoia leidet. In den unfreiwilligen Ruhestand versetzt, schreibt Cox seine Memoiren. Die Sicherheitsdisk geht in einem Fitnessstudio verloren und gerät in die Hände von zwei absoluten Freaks (Pitt, McDormand). Diese vermuten geheimes Material auf der Disk und beschließen Cox zu erpressen. Das Chaos nimmt seinen Lauf.
Der schwarze Humor der Coens ist sehr schwer zu rauszulesen. Cox beispielsweise ist einer jener bürokratischen CIA-Analysten, die durch falsche Dossiers Fehlentscheidungen der Bush-Administration zu verantworten hatten und hier auf die Schippe genommen werden. Man braucht ein bisschen Gespür für den Ärger der Amerikaner über das Washingtoner Establishment und den gesamten Geheimdienstapparat. Viele Gags erklären sich erst Minuten später (Malkovichs "What the f?ck"). Manche kommen so unterschwellig böse heraus, dass man sie fast überhört. Beispielsweise als Cox am Telefon erpresst wird und seine Frau meint, wer denn für diese besch... Memoiren auch noch Geld bezahlen soll. Der Film setzt der Idiotie ein Denkmal. Eine Ansammlung dummer Leute, die aus Desinformation heraus Dummes tun. Jeder betrügt Jeden und ist am Ende selbst der Betrogene. So läuft der Film auf ein grandioses Finale zu, in dem dann alle durchdrehen. Eine glückliche Hand hatten die Coens wieder mal beim Cast. Grandios ist Pitt als grenzdebiler Fitnesstrainer. Besser kann man einen Freak nicht geben. Clooney nimmt sich wohl als paranoider Schürzenjäger selbst auf die Schippe. Swinton lässt ob der Eiseskälte jeden männlichen Zuschauer die Adern gefrieren. Und Malkovich ist wieder nahe am Abgrund. Sensationell sind auch die kleinen Nebenrollen. JK Simmons und David Rasche ("Sledgehammer") stellen quasi als ranghohe Geheimdienstbeamte mit viel schwarzem Humor das Versagen der CIA dar. Alle Darsteller skizzieren wunderbar die Skurrilität ihrer Figuren.
Es ist ein typischer Coen-Film. Neues wird diesmal nicht geboten. An No Country For Old Men reicht er nicht ran. Die Farce ist dennoch ein witziger Trip durch eine völlig irre Welt. Die 90 Minuten vergehen sehr schnell, der Humor ist versteckt, man muss sich als Zuseher Mühe geben.
Die Ausstattung der Deluxe-Edition ist reichhaltig. Viele Featurettes ergänzen den Film und runden ihn ab. Hinzu kommt das übliche Bonusmaterial (Trailer,Interviews etc.).
Die Genies sind zurück!
Ich liebe die Filme der Coen Brüder.Ob nun O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee, The Big Lebowski, Ladykillers oder zuletzt No Country for Old Men.Wo bekommt man sonst so ein Palette an schrägen Geschichten, skurrilen Typen und einzigartigem (bösen) Humor?Und das dann mit dem jeweiligen Staraufgebot?Nirgends.
Umso vorfreudiger war ich also auf "Burn after Reading".Und diese Vorfreude hat sich (wie erwartet) ausgezahlt.DieStory, die sich um alles und doch irgendwie um nichts dreht, beinhaltet soviel Lebensweisheiten- und wahrheiten, soviel Grausamkeiten und doch herzerfrischend Lustiges, soviel Schräges und doch Normales, dass ich auch nach Wochen immer wieder an diese zurück denken muss.
Die Darsteller sind hier aber die Krönung.Brad Pitt als Vollidiot Chad,Frances McDormand als naive Linda oder George Clooney als Casanova Harry (um nur ein paar zu nennen)-alle spielen ihre Rollen als würde es kein Morgen geben.Ich war/bin wirklich beeindruckt.
Dass der Film hier so eine durchwachsene Bewertung bekommt, kann ich in gewisser Weise nachvollziehen.Wer ihn sich nur wegen "No Country for.." angesehen hat, ist enttäuscht, weil alles insgesamt nicht so düster und dramatisch ist und wer die Filme der Coens nicht kennt und nur aufgrund der Stars einen Blick riskiert hat, ist es ebenfalls.
Ich bin auf jeden Fall hoch zufrieden und freue mich auf das nächste Meisterwerk der Beiden.




