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Die Geschichte vom Brandner Kaspar (2 DVDs)

Die Geschichte vom Brandner Kaspar (2 DVDs)
Von Kurt Wilhelm

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Produktbeschreibung

Geschichte vom Brandner Kaspar, Die DV


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #239 in DVD
  • Marke: Concorde
  • Erscheinungsdatum: 2009-05-06
  • Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Formate: Dolby, DTS, PAL
  • Originalsprache: Deutsch
  • Untertitel in: Deutsch
  • Anzahl Disks: 2
  • Länge: 96 Minuten

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Oberbajuware Joseph Vilsmeier (Stalingrad, Schlafes Bruder) verfilmt Die Geschichte vom Brandner Kasper mit Franz Xaver Kroetz (Kir Royal) und Michael „Bully“ Herbig in den Hauptrollen. Big Budget Komödienstadl aus Bayern.

Südlich des Weisswurstäquators kennt jedes Kind die Geschichte vom bauernschlauen Brandner Kasper der den Tod beim Karteln betrügt. Seitdem Franz von Kobell die Geschichte im Jahr 1871 aufgeschrieben hat, gab es immer wieder Adaptionen, sowohl fürs Theater als auch für die Leinwand. Am bekanntesten vielleicht die Filmversion von 1949 mit Paul Hörbiger. Der Vilsmeier Joseph hat nach eigenen Angaben bereits damals die Dreharbeiten als Kind miterlebt. Kein Wunder also dass sich der Wunsch eingebrannt hat, irgendwann einmal selbst die Kamera auf den Boanlkramer zu halten.

Der Tegernseer Büchsenmacher und Wilderer Brandner Kasper (Franz X.Kroetz) ist mit seinen knapp 70 Jahren ein ausgesprochen fideles bayerisches Mannsbild. Der frühe Verlust seiner Frau und seines Kindes hat in ihm Bärenkräfte mobilisiert die ihn Haus und Hof mit der Büchsen im Anschlag gegen Alles und Jeden verteidigen lassen. Ein solch anarchistischer Hallodri ist den Honoratioren des Dorfs natürlich ein Dorn im Auge. Als er beim Wildern im Wald einen Streifschuss abbekommt macht der Tod (Michael „Bully“ Herbig), demokratisch und unbestechlich, auch diesem Urgestein seine Aufwartung. Doch der Brandner Kasper ist nicht gewillt zu gehen – noch nicht. In einer lallerten Nacht und dutzenden geleerten Schnapsgläsern führt er den  Boanlkramer, so der volkstümliche Name für den Sensenmann, hinters Licht. Mit unabsehbaren Konsequenzen.

Wer sonst neben Joseph Vilsmeier sollte für diesen Stoff besser geeignet sein? Und wer sonst neben Anarcho-Melancholiker Franz X.Kroetz und Spassprofi Michael „Bully“ Herbig sollte die Hauptrollen in einer zeitgemässen Verfilmung der leicht angestaubten Geschichte spielen? Niemand lautet die Antwort und dennoch: was nach einer wilden, durchgeknallten Hatz durch bayerisches Kulturgut klingt nimmt sich manchmal etwas harmlos aus. Das Herzstück des Films, die Kartelszene zwischen dem Brandner Kasper und dem Boanlkramer, wirkt merkwürdig uninspiriert. Bully "mosert" sich lispelnd und schnarrend durch seinen Text und wirkt oft neben Franz X.Kroetz zu harmlos. Von Zeit zu Zeit ist zu wenig spürbar vom Doppelbödigen, von der bedrohlichen Präsenz dessen was uns alle irgendwann ereilen wird. Vilsmeiers Die Geschichte vom Brandner Kasper ist ein harmloser, aber charmanter Schwank vor prächtiger Bergkulisse, mit zumindest in Bayern allseits bekanntem Inventar. Ein Film den man immer gut im Familienkreis konsumieren kann. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Thomas Reuthebuch

Movieman.de
Die Geschichte vom Brandner Kasper wurde im Lauf der deutschen Filmgeschichte schon oftmals umgesetzt (und auch in USA gab es Variationen der Geschichte, die schrägste davon sicherlich "Bill und Teds verrückte Reise in die Zukunft). Die neue Version von Joseph Vilsmaier hat jedoch etwas, das kein anderer Film hat: Michael Bully Herbig. Der hat als Tod, oder besser: Boandlkramer, zwar nur eine etwas größere Nebenrolle, aber wann immer er auftaucht, reißt er die Szenerie an sich. Nur Franz-Xaver Kroetz kann neben ihm bestehen - und gemeinsam sorgen beide für ein paar herrlich skurril-schräge Szenen. Noch schräger wird der Blick in den bayrischen Himmel, bei dem man sich an die merkwürdigen Ideen eines Terry Gilliam erinnert fühlt. "Die Geschichte vom Brandner Kasper" ist jedoch keineswegs dümmlicher Klamauk. Er hat teils sehr übertriebenen Humor, aber er hat ebenfalls ernsthafte Momente zu bieten, wobei es dem Film auch gelingt, das harte Leben im Bayern des 19. Jahrhunderts zu porträtieren. Aber freilich: Zu ernst wird das Ganze nie, denn man soll natürlich auch Spaß an der ganzen Sache mit dem Tod haben. Fazit: Ein wunderbar verschrobener, humoriger und zugleich ernsthafter Film.

Moviemans Kommentar zur DVD: Schöne Bildqualität, die in Sachen Schärfe etwas besser sein könnte. Der Ton ist sehr ausgewogen und hat schönen Effekteinsatz. Das Bonusmaterial könnte etwas mehr Tiefgang vertragen.

Bild: Das Bild zeichnet sich durch wenig Rausch aus. Außerdem können die Farben recht natürlich daherkommen. Nur bisweilen tendieren Hauttöne etwas ins Rötliche. Und der Kontrast ist in den meisten Fällen ausgewogen. Das fällt besonders bei der schwarzen Robe des Todes auf. Die ist meistens gut konturiert, so dass man auch den Faltenverlauf sehen kann (00:20:42). Nur in wenigen Einstellungen zeichnet sich dies schwächer ab. Die Schärfe könnte insgesamt deutlich genauer sein. Die Kanten sind zwar sauber und Doppelkonturbildung fällt allensfalls selten auf, aber dafür hat man nur wenig Detailzeichnung (der Bart vom Brandner Kasper bei 00:44:01). Das sieht man generell, auch und besonders, wenn man auf die Hintergründe achtet (verschwommene Gesichter bei 01:00:08). Die Vorlage ist frei von Schäden.

Ton: Beide Tonspuren sind sehr ansprechend ausgefallen. Die Sprachverständlichkeit ist immer hoch und lässt sich auch nicht von Musik und Effekten unterbuttern. Die Dialoge weisen direktionale Wirkung auf. Dazu kommt, dass die Umgebungsgeräusche sehr umfassend gearbeitet sind. Schüsse bei der Jagd hallen mit echter Wucht nach. Im Anwesen des Todes gibt es viele verschiedene Umgebungsgeräusche, die aus allen Ecken und Enden kommen. Donnergrollen agiert mit echter Wucht und tiefem Bass.

Extras: Angesichts des Umfangs des Bonusmaterials ist der Tiefgang desselbigen schon eher ernüchternd. Die Interviews sind umfangreich und noch das Beste am Bonusmaterial. Besonders gilt dies für den Regisseur, der gut ins Erzählen kommt. Amüsant sind die Filmzitate des Todes. Ansonsten hat man Halbgares wie eine B-Roll, ein Besuch beim Auflegen des Make-ups von Bully Herbig und Versprecher mit ihm. Informativ und amüsant zugleich gestaltet sich dafür der Audiokommentar, was vor allem Bully selbst zu verdanken ist. --movieman.de

VideoMarkt
Der Tegernseer Büchsenmacher Brandner Kaspar hat es faustdick hinter den Ohren und hält sich mit Wilderei in den umliegenden Wäldern über Wasser. Kurz vor seinem 70. Geburtstag steht der Boanlkramer vor der Tür, um den Brandner Kaspar ins Jenseits zu geleiten. Der macht den Tod betrunken und verwickelt ihn in ein Kartenspiel, um weitere 20 Lebenjahre herauszuschlagen. Der Brandner Kaspar gewinnt, muss aber schon bald feststellen, dass ein mehr an Leben nicht unbedingt ein mehr an Glück bedeuten.


Kundenrezensionen

Gelungene Wiederbelebung des bayrischen Komödiantenstadls5
Der "Brandner Kaspar" ist eine wirklich unterhaltsame Geschichte für Jung und Alt und steht überhaupt nicht in der Tradition sonstiger Heimatgeschichten, wie z.B. "Der Förster vom Silbersee." Der Münchener Schriftsteller Franz von Kobell verfasste die amüsante Geschichte im Jahr 1871, die allerdings erst 63 Jahre später für das Bühnenspiel adaptiert wurde.

Wer glaubt, dass die Bayern keine Kosmopoliten seien, irrt!!! Denn die Uraufführung fand ausgerechnet in der Landeshauptstadt eines anderen Freistaats statt, gemeint ist Dresden, und feierte dort einen so enormen Erfolg, dass es sich schnell zum meistgespielten Stück auf deutschen Bühnen entwickelte.

Die Geschichte handelt um einen Lebemann und Wilderer, der auch als Brandner Kaspar bekannt ist. Er bekommt Besuch vom Boanlkramer - zu Hochdeutsch: dem Tod - , dem er allerdings nicht ins Jenseits folgen möchte. Daraufhin fordert der Brandner Kaspar den Tod heraus. Er macht ihn mit Kirschgeist besoffen, legt ihn beim Kartenspiel herein und gewinnt damit weitere 20 Lebensjahre. Im Himmel und auf Erden kommt es daraufhin zu einigen komplizierten Verwicklungen. Der Tod versucht natürlich gegenüber Petrus die Angelegenheit zu verschleiern. Dennoch ist der Sachverhalt dem preußischen Adel im Himmel nicht unbemerkt geblieben und meldete Petrus, dass durch dieses Missgeschick die preußische Geschichte in der Zukunft sehr nachteilig beeinflusst würde. Der Tod, der auch im Himmel ein nicht gern gesehener Gast ist, bekommt arge Schwierigkeiten und muss sich aufmachen, den Brandner Kaspar von der Qualität des Jenseits zu überzeugen. Und die Darstellung des Himmels ist bayrischer als Bayern selbst, denn es handelt sich um den sogenannten Weißwurst - Himmel und die Engel tragen Lederhosen, spielen Blasmusik für jeden Neuankömmling am Himmelstor, trinken den ganzen Tag Paulaner und essen unaufhörlich Weißwurst. Mehr soll nicht verraten werden!!! Die irdische Szenerie wurde in einem Freilichtmuseum gedreht und zeigt damit sogar ungeschönt die Lebenswirklichkeit zur Zeit der Entstehung dieser Geschichte.

Der Film wird in besonderem Maße vom Schauspieler Bully Herbig (Bully Parade, Raumschiff Surprise, Der Schuh des Manitu,...) getragen, der in seiner Rolle des Todes wirklich brilliert und der Geschichte, die schon einst mit Gustl Bayermayer und Co. verfilmt wurde, eine besondere und völlig neue Note verleiht. Das Tempo des Films ist ebenso geprägt von Seidlscher Gemütlichkeit. Hollywood - Spezialeffekte sollte man nicht erwarten. Es ist ein Film für einen geselligen Abend zu zweit bei einem Glas Wein und Erdnussflipsen. Die Komödie lädt auch zum öfteren Sehen ein, da sie irgendwie zeitlos ist und vermutlich auch wieder in Bayern Kultcharakter erhalten wird.

Der Filmemacher heißt Joseph Vilsmaier und ist bereits durch zahlreiche andere Filme bekannt geworden, wie z.B. "Der letzte Zug," "Comedian Harmonists," "Schlafes Bruder" oder "Bergkristall." - Christoph Erlemeier -

In Ordnung.4
Ich persönlich kenne das Bühnenstück aber werde es nicht mit dem Film vergleichen, da dies nicht möglich ist (aus meiner Sicht). Der Film hat mir gut gefallen aber an einigen Stellen war es einfach zu viel gewollt. Franz Xaver Kroetz (bekannt aus Kir Royal (Jubiläums-Edition, 3 DVDs + Audio-CD)) spielt den Kasper sehr überzeugend wobei die etwas "dramatischen" Momente nicht sein Gebiet sind. Bully als Boanlkramer - kann das gut gehen?! Auf eine gewisse Art und Weise schon aber leider will er immer lustiger sein und das geht zumindest mir nach einer gewissen Zeit schon auf die Nerven bzw. ist nicht mehr lustig. Die sonstigen Witze sind richtig gut geworden und man muss schon einige Male lachen!

Die Aufmachung ist schön geworden mit einer netten Papphülle um die DVD. Ein Booklet liegt dem DVD-Set auch bei mit Infos zu den Darstellern sowie den Extras. Das Menü ist nett animiert. Extras bestehen aus Audiokommentaren, Interviews mit Darstellern und Regisseur, die B-Rollen, Ein Blick hinter die Kulissen, Bully in der Maske (kann er ruhig sitzen bleiben?), sehr lustige Outtakes, Fotoshooting für's Filmplakat, u.s.w..

geniale Komödie mit Herz und Tiefsinn5
Habe schon lange keinen Film mehr im Kino gesehen, der so fesselt.
Bullys gewohnt witzige Art gemischt mit der herzlichen, damatischen Geschichte des Brandner Kaspars läd immerwieder zum Anschauen ein.
Ein genial gelungener Film, dessen DVD-Start wir kaum erwarten können.