Vicky Cristina Barcelona
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Durchschnittliche Kundenbewertung:Produktbeschreibung
Vicky Cristina Barcelona DV
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #337 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2009-05-20
- Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Format: PAL
- Originalsprache: Deutsch, Englisch
- Länge: 92 Minuten
Aus der Amazon-Redaktion
Aus der Amazon.de-Redaktion
Eine muntere Ménage à trois schwebt dem spanischen Maler Juan Antonio vor, als er den beiden amerikanischen Touristinnen Vicky und Cristina in Barcelona begegnet: Er lädt sie zu einem gemeinsamen Wochenende in sein Haus nach Oviedo ein, doch das entwickelt sich ganz anders als geplant. Während die ungebundene Cristina durchaus Interesse und sich einem neuen Abenteuer gegenüber aufgeschlossen zeigt, ist es Vicky, die kurz vor der Hochzeit steht und ob dieses Vorschlags zunächst völlig entsetzt ist, die mit dem charismatischen Maler im Bett landet. Damit nimmt der turbulente Liebesreigen in der spanischen Sommerfrische seinen Lauf: Vicky heiratet Doug und Cristina zieht bei Juan Antonio ein – ebenso wie seine temperamentvolle Ex Maria Elena, die schließlich doch noch die Ménage à trois komplettiert. Aber Woody Allen wäre nicht Woody Allen, wenn er die Karten nicht noch einmal neu durchmischen und seine hochkarätige Darsteller-Riege heiter weiter zum Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel schicken würde.
Leichtfüßig beschwingt mit einem Schuss Erotik gewürzt liefert Woody Allen mit Vicky Cristina Barcelona eine heitere Hommage auf das Leben und die Liebe vor der sommerlichen Kulisse des malerisch ausgeleuchteten Barcelonas. Die Sommernachts-Sexkomödie lässt grüßen! Nach drei Filmen in London, in denen es hauptsächlich um Klassengegensätze und den Aufstiegswillen des Einzelnen ging, wandelt Allen nun auf den Spuren seinen Regiekollegen Pedro Almodóvar, von dem er auch prompt eine seiner Hauptdarstellerinnen auslieh. Penélope Cruz spielt dann auch alle anderen mit Leidenschaft und Verve glatt an die Wand. Javier Bardem überrascht nach seiner Rolle als eiskalter Killer in No Country for Old Men als vielschichtiger, sensibler Künstler, der wie alle anderen auch beständig auf der Suche nach der wahren Liebe ist. Was auf den ersten Blick als locker-flockige Beziehungskomödie erscheint, ist auf den zweiten Blick eben doch ein typischer Allen: Gibt es die vollkommene Liebe überhaupt? Kann denn nicht nur die unerfüllte Liebe wirklich romantisch sein? Eher ungewöhnlich für Allen ist die sommerliche Leichtigkeit und Entspanntheit, mit der Woody Allen für jede Figur einen anderen Weg aus dem Zwiespalt der Gefühle weist. Natürlich wird viel geredet, was vor allem auch auf den allwissenden Erzähler zurückzuführen ist, der alle Vorgänge und Gedanken ironisch auskommentiert. Eine weitere Hauptrolle spielt die Stadt Barcelona selbst, deren eindrucksvolle Schönheit, begleitet von bezaubernder spanischer Gitarrenmusik, voll zur Geltung kommt. Am Ende suchen alle weiter nach dem gewissen Etwas – was auch immer das sein möge. -- Ellen Große
Movieman.de
Es ist Sommer, man ist jung und schön und der spanische Wein perlt mühelos die Kehlen hinunter. Woody Allens neuester Streich erzählt einmal wieder von der Liebe und ihren Spielarten. Das Dreierteam Scarlett Johansson, Penelope Cruz und Javier Bardem gibt das wilde europäische Leben. Ihre Charaktere sind ungezähmt aber dennoch enorm stereotyp: Die naive Amerikanerin, die sich austobt, die psychisch labile Künstlerin und der kreative klassische Verführer. Das ist eine Welt des Filmes, die Gegenwelt stellt das amerikanische Spießertum der Upper Class. Beide Welten greifen stark ineinander, denn im Grunde will die eine stets das, was die andere hat. Warum sollte man es sich auch leicht machen, wenn es auch kompliziert geht. Die emotionalen Irrungen und Wirrungen um Liebe und Zufriedenheit werden spannend und in wunderbar warmen Bildern vermittelt. Man schaut gerne zu, lauscht den spanischen Schimpftiraden und ergötzt sich an Glück und Leid der schönen Menschen, denen es eigentlich doch so gut geht. Dass chronische Unzufriedenheit eine schlimme Krankheit ist, stellt eine der Figuren bezeichnend fest. Schauspielerisch werden angenehme, aber keine Wunderleistungen vollbracht (weshalb Cruz mit dem Oscar als "Beste Nebendarstellerin" bedacht wurde, bleibt weiterhin rätselhaft). "Vicky Cristina Barcelona" ist ein - in jeder Hinsicht - hervorragender Film und definitiv seit langem die beste Arbeit Allens. Eine wunderschöne Geschichte, in wunderschönen Bildern, mit wunderschönen Menschen - gleichermaßen humor- wie spannungsvoll erzählt. Fazit Woody Allens Sommertraum – berauschend und hinreißend!
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild der DVD bleibt ein wenig unscharf und sehr weich (Gesichter, 00:28:30). Die in vor allem warme Farbtöne getauchte Produktion bietet leicht schwammige Innenszenen. Außenszenen weisen eine wesentlich bessere Auflösung auf (PKW, 00:21:20 oder Gesicht des Vaters, 00:23:01). Die warmen Farbstimmungen des Filmes lassen Gesichter häufig stark orange erscheinen (Hautfarben, 00:06:30). In Kameraschwenks lässt sich leichtes Bildstottern feststellen. Kanten und Konturen leiden häufig unter zarten Auflösungserscheinungen. Rauschen hingegen lässt sich kaum verzeichnen. Akustisch ist natürlich nicht allzu viel Spektrum vorhanden. Wie immer drehte Woody Allen in Mono 1.0. Für die DVD wurde die Monospur auch auf die Seiten kopiert, wodurch das etwas ungewöhnliche Format 3.0 entstand. Der Eindruck ist somit ein wenig breiter, bleibt aber natürlich flach, da die Raumtiefe nicht angespielt wird und auch Richtungswechsel nicht vorkommen. Die Extras sind auf Wunsch des Regisseurs auf ein kurzes Interview mit Penélope Cruz (3:35 Min.) beschränkt geblieben. Der Kinotrailer und Programmtipps finden sich dennoch auf der DVD. --movieman.de
VideoMarkt
Zwei Amerikanerinnen in Barcelona: Die pragmatische Vicky, mit einem New Yorker Geschäftsmann verlobt und auf den Spuren ihrer katalanischen Identität, sieht ihre Zukunft als graues Einerlei, während sich die frei denkende Cristina auf der ewigen Jagd nach Glück und dem perfekten Partner mit dem großspurigen Künstler Antonio einlässt. Das romantische Wochenend-Idyll gerät ins Stolpern, als Juans Ex Maria Elena wieder auftaucht und das Paar in eine Ménage à trois treibt. Da will Vicky nicht hintan stehen.
Kundenrezensionen
"Nur die unerfüllte Liebe kann romantisch sein."
Die Freundinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) verbringen einen Sommer bei entfernten Verwandten in Barcelona. Vicky ist verlobt und steht kurz vor der Hochzeit. Cristina will die Zeit nutzen, um sich von einem weiteren kürzlich erst verflossenen Liebhaber abzulenken. Das Beziehungsverhalten beider könnte nicht unterschiedlicher sein: Vicky ist sehr rational denkend, während Cristina sehr leidenschaftlich das Abenteuer sucht. In einem Restaurant tritt plötzlich Juan Antonio (Javier Bardem) an den Tisch der beiden Damen und lädt sie ganz unverfroren zu einem Ausflug nach Oviedo ein, um die Stadt zu besichtigen, Kultur zu studieren und so ganz nebenbei auch ein bisschen Liebe zu machen. Nachdem der erste Schock ob des ungewöhnlichen Angebotes überwunden ist, schließt sich auch die vernünftige Vicky dem Kurztrip an. Juan Antonio gibt fortan den beiden Damen nicht nur einen Crashkurs in Sachen Liebe, mit der zentralen Frage, ob denn nur die unerfüllte Liebe romantisch sein könne. Nein, etwas unfreiwillig bringt er ihnen auch seine durchgedrehte Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) erst verbal und dann in Persona etwas näher.
Woody Allen wollte den Film hauptsächlich als Hommage an die Stadt Barcelona verstanden wissen, was ihm aufgrund der opulenten und warmen Bilder des städtischen Ambientes auch gelungen ist. Das Tempo des Films ist recht hoch, die Szenen wie schon bei Scoop perfekt getaktet und von einem stimmigen Soundtrack untermalt. Die Verwendung einer Erzählstimme, die hörspielartig und teilweise ironisch durch die Handlung leitet, ist ein tragendes und aufwertendes Element. Allen driftet nicht in Klischees ab, sondern baut absichtlich mit Hilfe der Klischees und ganz subtilem Humor geschickt eine teilweise ins Groteske abdriftende Komödie auf, mit derer die Grenzen der gegensätzlichen Habiten ausgelotet werden. So sind alle auftauchenden Spanier Künstler, die aus dem Bauch heraus leben und entscheiden. Die Amerikaner als Gegenpart dagegen sehr auf Sicherheit bedacht, in gängigen konservativen Verhaltensweisen gefangen und sehr kopflastig. Alles, was mit einem Urlaubsflirt in der katalonischen Metropole träumerisch aus der sicheren Entfernung gemäßigter Klimazonen in Verbindung gebracht werden kann, wird von Allen absichtlich platt aufgetischt: Leckere Tapas, mundiger Rotwein, nächtliche Gitarrenmusik, Straßenfeste, das mediterrane Klima in einem warmen Ambiente einer Metropole am Mittelmeer und schließlich der Spanier, der die Frauen versteht und sich philosophisch in der Liebe auskennt. Allen schmeißt absichtlich seine Figuren in diese Sommernachtsfantasie herein und lässt sie mittels hintersinniger Dialoge in peinlichen Situationen über die üblichen Klischees stolpern. Da scheitert der erste Verführungsversuch schon mal an einer Magenverstimmung und beim flirtenden Füßeln an einem Vierertisch wird schon mal das falsche Bein erwischt. Er macht da in Barcelona weiter, wo er in London bei Scoop aufgehört hat. Schön zeichnet er die Veränderung aller Figuren und deren Einstellungen. Keine lässt er aus seinem Film so heraus wie sie am Anfang hereinkam. Er schafft so eine leicht beschwingte Komödie im alten Stil, die sehr kurzweilig und hintersinnig zum Schmunzeln anregt.
"Du hattest ein Rasiermesser in der Hand...
...und Du warst betrunken." Diese Äußerung von Juan Antonio(Javier Bardem) zeichnet ein ungefähres Bild von der geschiedenen Ehe zwischen ihm und Maria Elena(Penelope Cruz), aber dazu später.
Vicky(Rebecca Hall) und Cristina(Scarlett Johansson), zwei amerikanische Touristinnen, verbringen ihren Urlaub in Barcelona. Vicky steht kurz vor der Heirat mit Doug(Chris Messina), fühlt sich gebunden und sicher; Cristina will etwas erleben, ist flippig und nach allen Seiten offen. Als die beiden Frauen vom exzentrischen Maler Juan Antonio angesprochen werden, sind sie sprachlos. Juan Antonio will beide für ein Wochenende nach Oviedo einladen. Dort will er sie bewirten und lieben. Was für Cristina äußerst reizvoll erscheint, ist Vicky ein absoluter Graus. Aber plötzlich sind die drei dann doch unterwegs ins Wochenende. Vicky ahnt nichts Gutes, Cristina träumt von einer heißen Affäre und Juan Antonio erwartet eine "Menage trois" nach seinem Geschmack. In Oviedo kommt aber alles ganz anders. Daran ist vor allem Juan Antonios Ex-Frau Maria Elena Schuld. Aber lassen sie sich einfach überraschen, wie so ein "idiotisches Wochenende(O-Ton Vicky)" verlaufen kann...
Vicky Cristina Barcelona ist auf den ersten Blick nicht unbedingt als Woody Allen Film erkennbar. Natürlich ist der Plot ein wenig dialoglastig, aber das nicht übermäßig. Allen ist diese Geschichte äußerst locker und beschwingt angegangen, das merkt man dem Streifen wohltuend an. Egal, ob Cristina sich für die "Wahl der richtigen Unterhose" interessiert oder Maria Elena alle Konventionen sprengt. Dabei hat auch Allen erkannt, dass eine gute Geschichte immer einen Kreis beschreibt und kreative Intellektualität nicht allein ausreicht, um einen unterhaltenden Spielfilm für einen großen Zuschauerkreis zu produzieren. Es gibt wunderbar heikle Momente, tolle Aufnahmen und einen, über den gesamten Film, begleitenden Erzähler. Unterlegt werden die Bilder mit spanischer Gitarrenmusik, die so passend wie bezaubernd ist.
Was die Schauspieler angeht: Scarlett Johansson und Rebecca Hall spielen ihre Parts solide und sauber herunter. Javier Bardem verkörpert den Juan Antonio mit Herz und Schmerz, und Penelope Cruz ist, ohne wenn und aber, der Star in der Rolle der temperamentvollen, unberechenbaren Maria Elena. So ist Vicky Cristina Barcelona ein Woody Allen Film geworden, der auch für eine breite Fangemeinde höchst taugliche Unterhaltung bietet. Steigen sie einfach ein und fahren sie mit. Erst nach Barcelona, dann nach Oviedo und zum Schluss mitten in den Irrsinn hinein...
Penelope Cruz macht diesen Film zum Highlight
Wenn man sich einen Woody Allen Film ansieht, weiß man zu 80% was einen erwartet. Angefangen von den schlichten Eröffnungstiteln, über die Musik, bis hin zu den sich manchmal überlagernden Dialogen. Auch thematisch wandert Allen gern auf bekannten Pfaden.
Aber dann sind da ja noch die 20% an Unerwartetem. Und genau in dieser Kombination besteht der Reiz: Wie wird Woody Allen dieses mal die altbekannten Elemente variieren? Welcher Clou unterscheidet diesen von seinen anderen Werken.
Im Fall von "Vicky Christina Barcelona" fällt natürlich zunächst einmal der Schauplatz Spanien ins Auge. Dieser verschafft dem Film eine Atmosphäre, die im besten Sinne locker und entspannt wirkt.
Aber Woody Allen bietet noch ein Element, das diesen Film besonders und einzigartig macht. Es ist die Figur Maria Elena und deren Darstellung durch Penelope Cruz: Furios, temperamentvoll, leidenschaftlich, komisch, wütend, traurig, sexy. Eine solch extrovertierte Figur gab es meines Wissens noch nie im Allen-Universum. Penelope Cruz war mir bis dahin nicht durch ihr schauspielerisches Können aufgefallen. Nach diesem Film wünsche ich ihr, dass sie jede mögliche Anerkennung dafür erhält.
Aber auch die anderen Rollen sind fein besetzt. Insbesondere Rebecca Hall gefällt, auch wenn ihre deutsche Synchronstimme nicht als die beste Wahl bezeichent werden kann. Einzig Scarlett Johansson bleibt ein wenig blass.
Sicherlich ist "Vicky Christina Barcelona" nicht der beste Film von Woody Allen. Muss er ja auch nicht. Es ist einfach ein toller Sommerfilm mit einer grandiosen Penelope Cruz...was will man mehr?




