By The Light Of The Northern Star
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| Preis: | EUR 6,98 |
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #826 in Digital Music Album
- Erscheinungsdatum: 2009-05-29
- Länge: 2607 seconds
Kundenrezensionen
Kurz und prägnant
Eher ungewohnte Töne schlagen Týr auf ihrem neuen Album "By The Light Of The Northern Star" an - zumindest im Vergleich mit dem direkten Vorgänger "Land". Regierte damals zum Großteil noch hymnisches und majestätisches Midtempo, gerne auch mal in Überlänge, so ist die aktuelle CD wesentlich eingängiger, schneller und knapper ausgefallen. Das gilt sowohl für die einzelnen Songs, die kaum jemals die 5-Minuten-Marke übertreffen, als auch für die gesamte Platte, die mit rund 44 Minuten zu Buche schlägt. Auch der Härtegrad wurde um einiges verschärft, was automatisch zu einem erhöhten Mitwipp-Faktor führt. Als groben Referenzpunkt in der Týr-Diskographie könnte man das 2003er Werk "Erik The Red" nennen.
Im Prinzip kann man alle 9 Songs nur als "gelungen" bezeichnen. Vor allem die wie immer exzellente Stimme von Frontmann und Mastermind Heri Joensen kann voll und ganz überzeugen. Besonders hervorgehoben werden kann das eröffnende "Hold The Heathen Hammer High", das hart, schnell und eingängig aus den Boxen kommt und mit jedem Hören gewinnt - live sicherlich ein zukünftiger Klassiker. Ähnliches gilt für "Northern Gate", dessen mit Wikinger-Chören unterlegter Refrain sofort zum Mitsingen einlädt. Hier sticht, wie auch bei "By The Sword In My Hand" (mit harschem, beinahe Death-Metal-verdächtigem Riffing und aggressivem Gesang) und "Ride" (gigantischer, eingängiger Song mit heroischem Gesang), der "markante", oft ein wenig klischeehaft anmutende Text hervor. Dieser setzt sich aber sehr schnell im Gehörgang fest, was natürlich die Live-Qualitäten des Albums nochmals unterstreicht. Auch in ihrer Landessprache singen Týr diesmal wieder: vor allem "Turið Torkilsdóttir" ist eine schöne, mehrstimmige Hymne, die mit schweren Riffs und exzellenten Gitarrenleads aufwartet.
Alle anderen Songs sind ebenfalls im oberen Qualitätsbereich angesiedelt, lediglich das etwas nichtssagende "Into The Storm", von dem auch nach mehrmaligem Hören nicht viel übrigbleibt, fällt ein wenig ab. Damit kann ich "By The Light Of The Northern Star" nur die Höchstwertung geben und eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Schneller, eingängiger, immernoch Týr
Týr waren für mich immer eine Band gewesen, die sich stetig entwickelt hat, ohne jedoch ihr gewisses Etwas einzubüßen. Und auch das neue Album klingt wieder anders, in diesem Fall deutlich schneller und eingängiger, als noch der sehr schwer zugängliche Vorgänger Land, der mich persönlich auch nie so recht begeistern konnte. Man hat wieder ein wenig mehr zu Eric the Red (mein bisheriger Favorit) zurückgefunden - zumindest was eingängige Melodien und Refrains betrifft, im Tempo legt man da noch einen deutlichen Zahn zu.
Lieder wie "Hold the Heathen Hammer high", "By the Sword in my Hand" oder "Ride" prägen sich schon beim ersten Hören ein - was für Týr absolut untypisch ist.
Insgesamt bewegt man sich mehr vom progressiv-vertrackten Metal weg hin zum epischen Power Metal und auch die Texte wirken irgendwie klischeelastiger als sonst (auch wenn Týr eine der wenigen Bands ist, denen man die heidnischen Texte abkauft). Zwei Titel in färöischer Sprache sind auch wieder dabei und wissen zu überzeugen.
Mit knapp 44min ist das Album für Týr-Verhältnisse jedoch ziemlich kurz ausgefallen, richtig epische längere Lieder sucht man vergeblich, was ich etwas schade finde.
Alles in allem hat man einen guten Spagat zwischen Epik und eingängigen Liedern hinbekommen, live wird das neue Album auf jeden Fall seine Vorteile bieten können und ich bin gespannt, wie sich Týr in der Zukunft noch entwickeln werden. Abwechslungsreich sind sie in jedem Fall, wie dieses Album einmal mehr beweist.
Letztlich komme ich auf vier Sterne, da es mir innerhalb des Albums etwas an solcher Abwechslung und auch Länge fehlt. Da ist man von Týr einfach mehr gewohnt.
Power-Metal für echte Wikinger!
Wer wie ich bereits die anderen vier Alben der Gruppe Tyr besitzt, muss diese Rezension wahrscheinlich gar nicht weiterlesen. Denn es gibt auch bei "By the light of the northern star" die gewohnte hohe Qualität an Power-Metal mit einer gehörigen Portion Wikinger-Atmosphäre.
Vereinzelt geht man etwas beherzter/schneller als sonst zu Werke, aber ich würde das nicht als Stilveränderung bezeichnen. Heri Joensen glänzt wiederum mit seiner ausdrucksstarken (klaren) Stimme, und wenn es an dieser CD überhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann ist es der, dass leider nur zwei Songs auf Färöisch vorgetragen werden. Gerade diese beiden Songs haben eine ganz besondere Atmosphäre, und das relativ ruhige "Turid Torkilsdottir" ist eine wahre Hymne.
Zu den beiden Songs auf Färöisch gibt es im schönen Digipack auch die passenden Übersetzungen auf Englisch.
Bei den beiden Bonus Tracks handelt es sich jeweils um rein instrumentale (recht kurze) Stücke.



