Edelweißpiraten
|
14 neu oder gebraucht verfügbar EUR 5,39
Durchschnittliche Kundenbewertung:(12 Kundenrezensionen)
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #27808 in DVD
- Marke: NICKEL JOCHEN/THALBACH ANNA
- Veröffentlicht am: 2006
- Erscheinungsdatum: 2006-05-12
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Formate: Dolby, PAL, Surround Sound
- Untertitel in: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch
- Anzahl Disks: 1
- Länge: 96 Minuten
Aus der Amazon-Redaktion
VideoMarkt
Nach dem Tod seines großen Bruders an der Ostfront schließt sich der junge Karl einer Widerstandsgruppe, den "Edelweißpiraten", an. Zusammen mit anderen Jugendlichen rebelliert er zaghaft gegen die Nationalsozialisten. Als Karl in einem zerbombten Haus den KZ-Flüchtling Hans entdeckt, wird aus der Jugendrebellion schnell bitterer Ernst, denn fortan hält Hans die Zügel fest in der Hand. Als neuer Gruppenleiter schreckt er auch vor militanten Aktionen nicht zurück und gerät so bald ins Visier der Gestapo.
Video.de
Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht von Arbeiterkindern. In Niko von Glasow-Brüchers emotionalem Geschichtsdrama wird eine Widerstandsbewegung portraitiert, über die in Geschichtsbüchern nicht viel zu lesen ist. Der differenzierte Drama basiert auf wahren Ereignissen aus dem Leben des Kölner "Edelweißpiraten" Jean Jülich. Glaubwürdige Schauspieler, authentische Kulissen und die eindrucksvolle Kameraführung machen aus diesem wichtigen Stoff ein sehenswertes Lehrstück, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Blickpunkt: Film
Nach 'Sophie Scholl' ein weiteres Kapital vom Widerstand in Nazi-Deutschland. Die Edelweißpiraten waren keine intellektuellen Studenten, sondern stammten aus dem rheinischen Arbeitermilieu. Um sich von der verhassten Hitlerjugend abzugrenzen, mit der sie sich heftige Schlägereien lieferte, trugen sie Edelweißabzeichen und machen sich über Patriotismus und HJ-Lieder lustig, standen auf Swing und hatten ihren Spaß. Ganz normale Jugendliche, die nichts mit den Nazis zu tun haben wollten, Parolen an die Wand schrieben und auch schon mal Lebensmittel stahlen, um den Hunger zu stillen. Aus dem anfänglichen Katz' und Maus-Spiel wird tödlicher Ernst, als einer der Jungen einen entflohenen KZ-Häftling bei sich zu Hause unterbringt, der die Gruppe nach und nach politisiert und zu militanten Anschlägen gegen die Staatsmacht aufstachelt. Ihre Plane, das Gestapo-Hauptquartier in die Luft zu jagen, wurden entdeckt und dreizehn von ihnen im November 1944 hingerichtet. Nico von Glasow zeichnet die Entwicklung dieser unorganisierten Gruppe, deren Mitglieder erst im Juni dieses Jahres als Widerstandskämpfer anerkennt wurden, in düsteren Bildern. Die lang verdrängte und vergessene Geschichte stellt sich aus der Perspektive eines 17jährigen Überlebenden dar und beeindruckt durch beklemmende Intensität. Etwas störend wirkt die zum Teil sehr moderne Sprache. Wahrhaftig dagegen die Figuren mit ihren Schwächen und Rivalitäten, auch der Verrat wird nicht ausgespart. Es sind keine Helden, sondern Menschen in einer Ausnahmesituation, die in der zerbombten Stadt unter ständigem Druck existieren und nicht wissen, ob sie den nächsten Tag noch erleben. Trotz aller Tragik lässt von Glasow einen Hoffnungsschimmer. Und der heißt Solidarität. mk.
