Breslau entdecken: Niederschlesien und seine tausendjährige Hauptstadt
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #78660 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2006-09-01
- Einband: Broschiert
- 398 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Pressestimmen
"Der Band bietet viele handfeste Informationen für die Reise." (Westfälische Nachrichten)
Kurzbeschreibung
Breslau blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück und präsentiert sich zugleich als weltoffene Metropole.
Dieser Reiseführer lädt dazu ein, Vergangenheit und Gegenwart Breslaus zu entdecken. Zusätzliche Kapitel beschreiben die landschaftlichen Schönheiten der Umgebung, umfangreiche reisepraktische Hinweise komplettieren die Darstellung.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
VORWORT Nicht wenige Touristen landen durch Zufall in Breslau, wollen nur einen Zwischenstop einlegen und sind angenehm überrascht. Breslau ist noch nicht so angesagt wie Krakau, obwohl die niederschlesische Hauptstadt einem Vergleich durchaus Stand halten kann – und das nicht nur, weil die Krakauer ihren berühmten Marktplatz nach Breslauer Vorbild anlegten. Die Stadt hat sich nach 1990 rasant entwickelt. Der Marktplatz darf sich heute wieder zu einem der schönsten Plätze in Europa zählen, die stattliche Zahl von 600 Gebäuden steht unter Denkmalschutz. Die Stadt pflegt ihre historischen Schätze, ist dabei aber auch offen für Neues in Kunst und Architektur. Es wäre vermessen, Breslau ohne Einschränkung als schöne Stadt zu bezeichnen. Neben sorgsam sanierten Altbauten und kühnen Entwürfen der Neuzeit gibt es die grauen Häuserzeilen, die nach dem Krieg mehr schlecht als recht die Lücken schlossen, und die großen Trabantenstädte aus den siebziger und achtziger Jahren. Doch es sind gerade die Kontraste und Brüche, die einen besonderen Reiz ausmachen. Sie zeigen, daß die Stadt lebt und nicht nur ein großes Museum ist. Überall ist Aufbruchstimmung zu spüren. Es ist kein Zufall, daß ausgerechnet Breslau als erste Stadt in Polen und Mitteleuropa den Plan verfolgte, eine Weltausstellung im Jahr 2010 auszurichten. Shanghai hatte bei der Auswahl der Bewerber am Ende die Nase vorn, aber dennoch brachte die sympathische Bewerbung der Oderstadt international eine große Aufmerksamkeit. Der äußere Wandel korrespondiert mit dem inneren. Spürbar hat sich in den letzten Jahren ein Bürgerstolz entwickelt. Das war nicht immer so, denn für die meisten Bewohner, die sich hier nach 1945 ansiedelten, lag ihre Heimat ganz woanders. Erst die Generation der Kinder und Enkel nahm Wroclaw als ihre Heimat an. Zu einem Wandel der Einstellung hat nicht zuletzt der gemeinsame Kampf gegen das Oderhochwasser im Jahr 1997 beigetragen. Damals reifte bei vielen Bürgern das Bewußtsein, daß die Stadt es wert ist, sie zu schützen. Auch die 1000-Jahr-Feiern im Milleniumsjahr 2000 haben viel dazu beigetragen, daß sich die meisten der 640000 Einwohner heute mit ihrer Stadt identifizieren. Breslau ist eine der größten Universitätsstädte Polens, und das schlägt sich im Stadtbild wie in der enormen Dichte von Kneipen und Klubs nieder. Wer im Sommer nachts über den Markt und durch die Straßen der Altstadt schlendert, wähnt sich leicht in mediterranen Gefilden. Doch ein seltsamer Kontrast bleibt: Während die Stadt eigentlich alles bietet, was gerade junge Reisende anzieht, treffen sich hier überwiegend Heimattouristen, die nach den Spuren ihrer Kindheit suchen. Wer tagsüber eine Weile die Besuchergruppen auf dem Marktplatz betrachtet, wird das Durchschnittsalter deutscher Touristen auf jenseits der 60 schätzen Noch ist Wroclaw ein Geheimtip, doch mehr und mehr wird die Stadt auch von jungen Reisenden und Kulturinteressierten entdeckt. Wer abends durch die Kneipen zieht, hört immer öfter Englisch. Nicht nur junge Deutsche, auch Briten, Amerikaner oder Italiener erliegen in immer größerem Maße dem besonderen Charme der tausendjährigen Stadt. >>> Detaillierte Informationen und eine Voransicht dieses Reiseführers finden Sie auf www.trescher-verlag.de
