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Ikkyu 04: BD 4

Ikkyu 04: BD 4
Von Hisashi Sakaguchi

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  • Amazon-Verkaufsrang: #41761 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2009-08
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Broschiert
  • 342 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Ikkyu Sojun war ein japanischer Zen-Meister und Dichter des 15. Jahrhunderts und gilt heute als eine der bedeutendsten und exzentrischsten Figuren der Geschichte des Zen-Buddhismus. Er war zudem nicht nur einer der Schöpfer der japanischen Teezeremonie, sondern wurde auch als einer der größten Kalligraphen des mittelalterlichen Japans bekannt. Ikkyu war zugleich einer der wenigen Zen-Priester, die propagierten, dass ihre Erleuchtung durch den Umgang mit Frauen vertieft worden sei. Hisashi Sakaguchi zeichnet in der historischen Manga-Graphic Novel IKKYU die packende Lebensgeschichte dieses außergewöhnlichen Mannes nach - in detaillierten, atemberaubend schönen klassischen Bildern. Für dieses Meisterwerk der Mangaliteratur wurde Sakaguchi nach seinem Tod (1995) mit dem Preis der Vereinigung japanischer Comiczeichner ausgezeichnet. Die deutsche Ausgabe von IKKYU erscheint komplett in 4 Bänden.


Kundenrezensionen

Reiswein, Weiber und Koans5
Band IV von Sakaguchis "Ikkyu" ist soeben erschienen. Sakaguchi führt seine Handlungsstränge bis Ikkyus Tod im Jahre 1481 weiter, als er mit 88 Jahren stirbt. Vorher musste er noch erleben, wie er als 80jähriger zum Abt des Daitokuji-Tempels ernannt wurde, obwohl er in den Jahrzehnten zuvor im Dauerclinch mit dem Tempel-Establishment lag, dem hier unterstellt wird, Religion nur als Machtmittel benutzt zu haben. Vertreter der "harten" Linie ist wieder Yoso, der im Buddhismus vor allem ein Mittel sieht, dem einfachen Volk Respekt und Ordnung beizubringen - die Macht der Mönche wird damit gerechtfertigt, dass er den Buddha selbst verkörpere, wenn er die Robe trage: "Die Menschen beten dieses Gewand und diese Priesterstola an. Und dabei denken sie an Buddha und treten ihm gegenüber! Jedem Laien, egal ob arm oder verdorben, erscheint in diesem Moment die transzendente Gestalt des strahlenden Buddhas!" (S. 94-95).
Ikkyu wird hingegen als Vertreter eines volkstümlichen Buddhismus gezeichnet, der in echter Heimatlosigkeit und Armut mit den einfachen Leuten lebt.
Ob Ikkyus "verrückte Weisheit" Ausdruck von Erleuchtetsein oder von ungelösten seelischen Konflikten war, wird offengelassen, jedoch erscheinen seine sexuellen Beziehungen zu Prostituierten und Bettlerinnen als Ausdruck einer gewissermaßen tantrischen Sexualität (insbesondere seine letzte Liebesbeziehung zu der blinden Frau Shin). Sein "verrücktes" Verhalten wird als Ausdruck einer Haltung gesehen, die eine spontane Erleuchtung im Hier und Jetzt anstrebte (was man als typischen Zen-Gedanken sehen kann).
Den Band beschließt ein Nachwort von Stephan Schumacher, das die dichterischen Freiheiten deutlich macht, die sich Sakaguchi genommen hat, und Ikkyu in die lange Reihe "verrückter" Heiliger einordnet. Wenn Schumacher urteilt,, Sakaguchi habe "eine ganze Reihe populärer Klischees über den Zen-Buddhismus verarbeit" sei dabei "nicht immer der authentischen Lehre des Zen gerecht geworden", finde ich das etwas überstreng geurteilt.
Denn wer oder was ist schon wirklich "authentisch"?