Splitter: Psychothriller
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- Amazon-Verkaufsrang: #955 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-06-02
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 384 Seiten
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Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.
Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen – und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...
Splitter von Sebastian Fitzek ist ein Phänomen. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Berliner Autor seinem Leser von Anfang an keine Sekunde zur Erholung lässt. So hangelt man sich bei der Lektüre von Cliffhanger zu Cliffhanger. Die Enttäuschung kommt dann kurz vor Schluss – an der Stelle nämlich, wo es um die Auflösung von Lucas’ vermeintlicher Paranoia geht. Aber das letzte Kapitel, das als „Nachklapp“ zur ursprünglichen Geschichte angelegt ist, macht mit seinen überraschenden Irritationsmomenten dann alles wieder wett.
So ist Splitter alles in allem ein fulminanter, da rasanter und unwiderstehlich spannender Thriller geworden, der seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite immer wieder überrascht. - Stefan Kellerer
kulturnews.de
Fitzek ist ein Zampano, ein Blender und Macher zugleich, ein Zauberer und Angeber, kurzum: einer, bei dem es alle paar Minuten einen großen Knall tun muss. Und das tut's in "Splitter". Es gibt Verschwörungstheorien und Mystik, an den Kopf gehaltene Waffen und ausgeschlagene Zähne, Tote und Totgesagte, Liebe, Leid und Leberschäden, alles gesotten mit Psychotalk und Medizingeschwafel. Doch wie die x-te Rakete im Silvesterfeuerwerk ist der fünfte Fitzek langweilig. Abgenutzt. Nach dem Gänsehautdebüt "Die Therapie" fiel es ohnehin schwer, Fitzek irgendwas zu glauben, aber er rappelte sich mit "Amokspiel" und "Das Kind", in dem es suggestiv, seltsam aber nicht gänzlich psychotisch-surreal zuging, zurück in die Glaubwürdigkeit. Doch mit "Der Seelenbrecher" hat er ein tiefes Loch ins Leservertrauen geschlagen und an dessen Boden krebst "Splitter" nun hilflos herum. Inhalt: Streetworker Marc Lucas hat bei einem Autounfall seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren und plagt sich nun mit Trauer, Schuldgefühlen, einem Splitter, der ihn zu lähmen droht - und ominösen Gedächtnisforschern, die seine Erinnerung mit allen Mitteln löschen und ihm neue eintrichtern wollen. Oder es schon getan haben. Oder, oder, oder. Abstrus? Ja, sehr. Und deswegen leider nach ein paar Wendungen und Wirrungen auch nicht mehr spannend. (kab)
Kurzbeschreibung
Was wäre, wenn wir die schlimmsten Erlebnisse unseres Lebens für immer aus unserem Gedächtnis löschen könnten?
Und was, wenn etwas dabei schief geht?
Viel stärker als der Splitter, der sich in seinen Kopf gebohrt hat, schmerzt Marc Lucas die seelische Wunde seines selbst verschuldeten Autounfalls - denn seine Frau hat nicht überlebt. Als Marc von einem psychiatrischen Experiment hört, das ihn von dieser quälenden Erinnerung befreien könnte, schöpft er Hoffnung. Doch nach den ersten Tests beginnt das Grauen:
Marcs Wohnungsschlüssel passt nicht mehr. Ein fremder Name steht am Klingelschild. Dann öffnet sich die Tür - und Marc schaut einem Alptraum ins Gesicht …
Kundenrezensionen
Thriller?
Marc Lucas verliert bei einem Autounfall seine schwangere Frau. Um der ständigen belastenden Erinnerung an das Geschehen zu entgehen, plant er, sich auf ein Experiment einzulassen, das ihm helfen soll, alles Unangenehme zu vergessen. Doch bevor es zu dieser Behandlung kommen kann, geschehen viele merkwürdige Dinge um ihn herum, die er einfach nicht einordnen kann.
Das Buch ist leicht zu lesen; die Idee dahinter ist super und könnte einen Spitzenthriller garantieren, wenn es nicht zu viele Ungereimtheiten gäbe und wenn Fitzek nicht nach einem sehr spannenden Entree wieder zuviel Haarsträubendes einflechten würde.
Den vielen positiven Beurteilungen kann ich mich leider nicht anschließen. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie habe ich immer den Eindruck, als ob der Autor seine Bücher im Eiltempo schriebe und als ob es ihm dabei nicht darauf ankommt, glaubwürdig zu sein, sondern lediglich seine Geschichten mit aberwitzigen Entwicklungen auf die Spitze zu treiben. Ein bißchen davon wäre ja o. k.; Fitzek aber tut zuviel des Guten: da kommt eine entlaufene Psychotin (und keinem fällt auf, daß sie krank ist), die Marc Lucas dabei hilft, seinen Häschern zu entgehen; da gibt es eine Klinik, die von jetzt auf gleich verschwindet und plötzlich wieder da ist, weil Marc nicht mehr in der Lage ist, Adressen auseinander zu halten; und last but not least ist da Marc Lucas, der so überdreht ist, daß er trotz seiner Intelligenz nicht real von irreal unterscheiden kann etc. etc. Der Schluß ist schließlich derart weit hergeholt, daß ich mich zwingen mußte, das Buch überhaupt zu Ende zu lesen... Ein echter Thriller ist das jedenfalls nicht für mich; ich reihe den Roman eher in den Bereich der Fantasy-Literatur ein.
Ich habe jetzt alle verfügbaren Fitzek-Bücher gelesen und kann mir nicht vorstellen, daß es für mich noch weitere vom selben Autor geben wird... es sei denn, er besinnt sich nicht nur auf seine Qualitäten, ein gutes Thema zu finden und Spannung zu erzielen, sondern auch darauf, sie glaubhaft in einer guten Story zu verweben.
"... Es kann nie richtig sein, etwas Falsches zu tun ..." - Seite 356
Wie wäre es, wenn man alle schlechten, traurigen und peinlichen Erinnerungen einfach für immer vergessen könnte? Müsste doch eigentlich fantastisch sein. Man geht unbeschwert durchs Leben, muss sich keine Gedanken über sein Verhalten machen und wäre einfach nur glücklich und zufrieden. Oder aber brauchen wir diese Erinnerungen? Formen sie nicht unser Ich? Werden wir nicht erst auch durch unsere negativen Erfahrungen zu dem, was wir heute sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek.
Marc Lucas ist ein gebrochener Mann. Durch einen Autounfall hat er seine Frau und sein ungeborenes Baby verloren. Er kam bei dem Unfall relativ glimpflich davon, nur ein kleiner Splitter steckt in seinem Nacken nahe an der Wirbelsäule. Um das "Wandern" dieses Splitters zu verhindern, muss er regelmäßig Tabletten nehmen. Aus lauter Verzweiflung hatte er auf eine Annonce geantwortet, in der eine Privatklinik verspricht, unangenehme Erlebnisse mit Hilfe von Tabletten, die eine Teilamnesie herbeiführen, vergessen zu lassen. In seiner Verzweiflung antwortet er auf diese Annonce und der Alptraum beginnt.
Sebastian Fitzek hat wieder einmal einen atmosphärisch sehr dichten Psychothriller abgeliefert, der einen sofort fesselt und nicht mehr loslässt. Die Geschichte beginnt mit dem Ende, ohne dies jedoch zu verraten, aber schon ahnen lässt, dass man hier in einem Alptraum hineingeraten ist. Die Handlung ist für den Leser genauso verwirrend und beängstigend wie für seinen Protagonisten Marc. Man hat zu keiner Zeit des Buches auch nur die geringste Ahnung, worauf der Thriller hinausläuft. Und das erhöht die Spannung extrem, zumal die Atmosphäre der Story zu jeder Zeit sehr beklemmend und düster ist.
Allerdings bin ich bei dem Ende etwas Hin- und Hergerissen. Zum einen wirkt die Lösung für diese rasante Story etwas zu einfach, obwohl sie absolut glaubwürdig und schlüssig erklärt wird. Auf der anderen Seite zeigt Sebastian Fitzek hier mehr als deutlich, dass eine für die Betroffenen "einfache" Lösung eines Problems total aus dem Ruder laufen kann.
Alles in allem ist Sebastian Fitzek mit "Splitter" ein überaus spannender Psychothriller gelungen, der einen auch nach Beenden des Buches so schnell nicht mehr loslässt.
Pure Spannung
Dieses Buch war mein geplantes Highlight für den Sommerurlaub.
Doch tatsächlich ist es der erste Fitzek, der mich am Schluss nicht staunend oder begeistert zurück gelassen hat, sondern mit einer richtig dicken Enttäuschung.
Mir ist da wieder einmal klar geworden, wie sehr ein Ende den Gesamteindruck eines Buches entscheidend verändern kann. Denn bis zu den letzten paar Seiten ist es so, wie ich es nicht anders erwartet habe: Eine irrsinnig spannende Story, die sich mit zahlreichen Verwirrungen, Wendungen und Rätseln ständig selbst überschlägt. Ein actionreiches Tempo, dass einem beim Lesen kaum Luft holen lässt und so aus einer geplanten Lesestunde mal locker einen kompletten Nachmittag macht. Und natürlich wieder die Hauptfigur, mit der man einfach nur mitleiden und mitfiebern kann. Also eigentlich ein typischer Thriller vom deutschen Kultautor S. Fitzek, wenn...Ja, wenn nicht dieses seltsame Ende wäre. Ich ziehe trotzdem nur einen Stern ab, denn insgesamt ist es einfach zu gut für eine durchschnittliche Bewertung. Und Durchschnitt ist dies hier ganz sicher nicht.




