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Gut gegen Nordwind: Roman

Gut gegen Nordwind: Roman
Von Daniel Glattauer

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  • Amazon-Verkaufsrang: #8 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2008-07
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 224 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Amazon.de-Hörbuchrezension
Wenn man sich auf einer Autofahrt dabei erwischt, einen Umweg einzuschlagen, nur um noch mehr von diesem Hörbuch hören zu können, dann ist das ein recht eindeutiges Zeichen. So passiert jedenfalls bei Daniel Glattauers Gut gegen Nordwind: Dem E-Mail-Hin-und-Her der zwei Protagonisten, die zufällig aneinander geraten und bald nicht mehr voneinander lassen können, folgt man gespannt und amüsiert. Und jeder, der schon einmal etwas Ähnliches erlebt hat, muss dem Autor gratulieren, wie gut er diesen Vorgang des Kennenlernens geschildert hat, diese unwiderstehliche Mischung aus Distanz und Intimität, die zwischen Fremden durch elektronische Botschaften so rasch entstehen kann.

Dem Hörvergnügen auch nicht gerade abträglich sind die souveränen Leistungen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Da vergisst man auch gerne die eine oder andere Unstimmigkeit des Plots. So würde man heutzutage, statt teilweise im Sekundentakt Kürzest-E-Mails hin und her zu schicken, zweifellos eine der vielen Instant Messaging Techniken nutzen. Und auch das Ende ist etwas harsch und enttäuschend. Aber happy endings in der Liebe gibt’s halt wirklich nur im Märchen oder in schlechten Romanen. --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 288 Minuten, vollständige Lesung, 4 CDs

kulturnews.de
Schon mal Angst gehabt, dass sich in eine sehr private E-Mail ein klitzekleiner Fehler einschleicht - und plötzlich ein völlig Fremder die Nachricht bekommt? Emmi Rothner passiert das genaue Gegenteil. Eigentlich will sie nur ein Zeitschriftenabo kündigen. Doch durch einen Tippfehler landet die E-Mail bei Leo Leike, und zwischen den beiden entflammt ein zunächst zaghafter, mit der Zeit immer leidenschaftlicher Onlineflirt. Daniel Glattauer erfasst mit "Gut gegen Nordwind" den besonderen Zauber, den der Briefwechsel mit einer fremden Person auslösen kann, die reizvolle Mischung aus totaler Distanz und unverbindlicher Intimität. Andrea Sawatzki und Christian Berkel verleihen dem Roman, der ausschließlich aus den hin- und hergeschickten E-Mails besteht, mit ihrer Lesung zusätzliche Intensität - sie betonen mal fordernd, mal zurückhaltend, mal aufreizend, mal besorgt. So trägt das Schauspielerpaar dazu bei, dass die Geschichte, obwohl sie eine arg romantische ist, nie in den Kitsch abrutscht. (jul) kulturnews.de

Pressestimmen
"Eine schnelle, witzige Version des Briefromans im Zeitalter des Powerbooks, die all jenen das Gegenteil beweist, die das kulturpessimistische Vorurteil nachplappern, E-Mails hätten keine Tiefe." (Silja Ukena, KulturSpiegel )

"Virtuos komponiert. Ein gelungener unterhaltsamer Liebesroman." (Katharina Mahrenholz, NDR Info )

"Das ist Kommunikationskunst auf höchstem Niveau. Man liest und liest und liest. Man liest seiner Umgebung seitenweise vor aus diesem Musterbeispiel modernen Fernbalzens." (Elmar Krekeler, Die Literarische Welt )


Kundenrezensionen

Fünf Sterne reichen hier nicht5
Dieses Buch ist ein Experiment und, zugegeben, es war ein Experiment, es zu kaufen. Doch es hat sich gelohnt.

Alles an diesem (Hör-) Buch ist gelungen. Die Idee, phantastisch. Die Realisierung, optimal. Die Handlung, irre. Der Spaßfaktor, tränentreibend.

Es ist lange her, dass ich so eine gut geschriebene (Liebes-) Geschichte gelesen oder gehört habe. Typisch Frau, typisch Mann, perfekt herausgearbeitet. Sehr kenntnisreich, sehr fein beobachtet, sehr auf den Punkt in Sprache gegossen. Zudem ist es meines Erachtens das erste Buch, das die sprachliche Gattung der eMail als Prosa so treffend beschreibt. Und nicht zu vergessen, dramaturgisch intelligent und hochspannend aufgebaut mit einem unglaublichen Schlussakkord.

Beim Hörbuch ist die Sprecherwahl zudem überaus gelungen. Wunderbare, nuancenreiche und ausgebildete Stimmen. Das Buch kann in diesem besonderen Falle nur hinter dem Hörbuch zurückstehen. Diese Dialoge MUSS man einfach hören!

Fazit: Das Beste, was mir in den letzten Jahren als Prosa zum Thema Männer & Frauen" unter die Finger gekommen ist. Unbedingt kaufen, am besten als Hörbuch!

KOMM - GEH5
...oder auch ein Wechselbad der Gefühle

Ich habe das Hörbuch soeben beendet. Ich bin aufgewühlt, ja aufgepeitscht. Und es ist etwas mit mit geschehen, was noch nie bei einem Hörbucherlebnis mit mir geschehen ist.

Um mit Emmi Rother zu reden
1. Ich MUSS eine Rezension schreiben
2. Ich muss JETZT eine Rezension schreiben um
3. wieder zum Alltag zurückzufinden.

Warum das so ist....

1. weil dieses Hörbuch unter die Haut geht wie selten Eines
2. weil ich möchte, daß das Buch gelesen oder noch besser das
Hörbuch gehört wird
3. weil ich nach dem Lesen in einem Ausnahmezustand bin, der
sich morgen schon verflüchtigt haben könnte... und das ohne das
das Hörerlebnis ein Flüchtiges gewesen wäre. Nein, ganz im
Gegenteil

Ich kann mich nicht am genialen Emmi- Orginalton messen, und kehre deshalb zum Orginal Doris Ton zurück, ein wenig reumütig wie ich gestehen muss. Nein, das Buch ist kein Klassiker ala Madame Bovary, Effi Briest oder Anna Karenina. Es erhebt aber keineswegs den Anspruch darauf so zu sein, obwohl es thematisch nicht sehr weit davon entfernt ist. Es hat sich unserem E-Mail Zeitalter perfekt angepasst. Auch der Schnelligkeit der zunehmend intensiven Kontakte ist direkt auf mich übergeschwappt. Konnte ich noch am Anfang des Hörbuches stundenlang den CD Player ausschalten und geduldig und voller Vorfreude ganz ähnlich wie die beiden Protagonisten auf die Fortsetzung des Hörvergnügens warten, "hechelte" ich dem Ende regelrecht entgegen. Beim Spazierengehen, im Auto, in der Badewanne, jede freie Minuten sozusagen. (Welches Ende soll hier natürlich nicht verraten werde) und war mit dem letzen Wort sozusagen schachmatt gesetzt. Fataler Weise habe ich die letzten Kapitel im Auto gehört und ich muss eine dringende Warnung aussprechen dem nachzueifern. Ich musste mein Auto am Strassenrand absetzen, weil ich nicht mehr in der Lage war mich auf den Verkehr zu konzentrieren...

In der Buchhandlung stand ich vor der schweren Entscheidung, Hörbuch (einige Euro teurer) oder Buch?! Ich habe meine Entscheidung für das Hörbuch nicht bereut. Andrea Sawatzki und Christian Berkel haben das Hörbuch nicht nur mit Bravour und Enthusiasmus vorgetragen, sondern ich spürte regelrecht die knisternde und erotisierende Wirkung die von beiden ausging, wobei ich mich natürlich naturgemäss noch mehr in die Stimme von Leo Leike verliebt habe. Diese Kommunikation zwischen den beiden spiegelte beinahe alle Facetten des Lebens wieder, Vorfreude, Neugierde, Wut, Zärtlichkeit, Enttäuschung, Verrat, Liebe, Erotik auf höchstem Niveau, Entschlossenheit, Wankelmütigkeit, Angst, Traurigkeit, Verzweiflung....ein Wechselbad der Gefühle,
Genau eben so wie dieses Komm-Geh, das ich für meinen Titel gewählt habe. Selbst das gefühlsmässig eher enttäuschende Ende ist dabei absolut authentisch.

Gibt es noch eine Fortsetzung (irgendwie denke ich dabei an die beiden Filme Before sunrise und Before sunset)? Um mit Emmi Rother zu reden:

"Bitte, bitte, bitte!"

1) Gut zu lesen 2) da nicht kitschig 3) sondern nur einfach schön5
Was soll man schreiben bei augenblicklich 212 (mit meiner 213) 5-Sterne-Renzensionen?
Ich dachte mir ursprünglich, dass es sich im schlimmsten Fall um eine unsäglich kitschige Hausfrauen-Phantasie-Liebes-Schmalzstory handeln würde und ich das Buch ja immer noch auf Marketplace verscherbeln könnte.
Aber: Ich wurde angenehm überrascht und - was noch viel schöner ist - absolut von dieser Geschichte gefesselt. Mit Leo und Emmi leidet und lebt man mit, der Autor schafft es, dass man richtig in die Story hineingezogen wird und der nächsten Email entgegenfiebert - alle Achtung, das hätte ich als abgebrühter Vielleser so nicht erwartet!
Viele 1-Sterne-Rezensenten bemängeln, dass der monatelange Email-Dialog - dazu noch mit der "Sie"-Anrede - absolut unglaubwürdig bzw. unrealistisch wäre.
Das denke ich nicht, weiß selbst aus Erfahrung, wie sicher viele von uns, dass man schriftlich viel mehr rüberbringen kann, gerade viele komplexe Gedanken, die man als gesprochenes Wort so seinem Gegenüber nicht sagen würde. Das "Sie" wahrt dazu noch eine gewisse Distanz. Und wie oft hat man eine fremde Person mit netter Stimme am Telefon und stellt sich vor, wie die Person im "wahren Leben" wohl aussieht, wie sie sich benimmt (und ob man sehr enttäuscht wäre). Genauso verhält es sich doch im Berufsleben mit E-Mail-Kontakten - da kann man einiges an Überraschungen erleben, wenn die besagte Person plötzlich "real" vor einem steht. Ein interessantes Feld....
Eine schöne Geschichte, oft amüsant, manchmal ein bißchen traurig, dazu noch ohne eine kitschiges, realitätsfernes Happy End.
Fazit: Absolut empfehlenswert. Ein Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann, gerade für die beginnende Urlaubssaison - der ideale Urlaubsroman (und das ist keine Abwertung, sondern als Lob gemeint!).
Und noch ein Lesetipp, ein "Muss": "E-Mail an alle" - ein Buch, das ebenfalls nur aus Emails besteht, in der Werbebranche spielt und auf seine - wenn auch andere Art - genauso fesselt wie Gut gegen Nordwind.