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Verblendung: Roman

Verblendung: Roman
Von Stieg Larsson

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  • Amazon-Verkaufsrang: #1 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2007-05-01
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 704 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

kulturnews.de
Wer den frühen Mankell liebt, wer den späten Haakan Nesser mit seinen Nach-Van-Veeteren-Geschichten verschlungen hat, der ist bei dem schwedischen Experten für Rechtsextremismus genau richtig, der 2004 an einem Herzinfarkt starb und im eigenen Land schon als Legende gilt. Der gescheiterte Journalist Mikael soll sich in die Historie der nordschwedischen Großfamilie Vanger einarbeiten und herausfinden, was vor mehreren Jahrzehnten geschah. Die damals 16-jährige Harriet Vanger verschwand aus einem klassischen Agatha-Christie-Setting: beim Familientreffen auf einer Insel, von der keiner weg konnte. Aber wer ist der Mörder - falls es überhaupt einen gibt? Je mehr sich Mikael in die Familiengeschichte einarbeitet, um so mehr Wahnsinn deckt er auf. Und auf Seite 500 ist man noch immer so von der genialen verzweigten Story gefesselt wie auf Seite eins. (bl)

Pressestimmen
"Wenn Sie dieses Buch anfangen zu lesen, werden Sie sich wünschen, den ersten Schritt nie getan zu haben. Um Sie herum wird es dunkel und Sie sind nur noch in der Geschichte drin." (Bild am Sonntag )

"Ein Thriller mit sehr hohem Suchtfaktor." (Bild am Sonntag )

"Vielschichtige Protagonisten und eine furchtbare Wahrheit verdichten sich zu einem packenden Page-Turner." (Der Standard )

Kurzbeschreibung
Eine Familiengeschichte, die einen nicht mehr loslässt

Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt. An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden. In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen. Ausgezeichnet mit dem skandinavischen Krimipreis.


Kundenrezensionen

Packender Auftakt der Millenium-Trilogie!5
Der renomierte Wirtschaftsjournalist Mikael Blomkvist hat gerade die schlimmste Niederlage seiner beruflichen Laufbahn kassiert. Die Veröffentlichung eines Berichts über die dubiosen Geschäfte des schwedischen Wenneström-Konzerns, in seiner jungen und ambitionierten Wirtschaftszeitung "Millenium" (wo er gleichzeitig als Herausgeber fungiert, zusammen mit seiner Kollegin und Freundin Erika Berger) hat sich als haltlos erwiesen und Mikael, von den Medien als "Kalle Blomkvist" verschrien, nicht nur eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten und ein saftiges Bußgeld eingebracht, sondern auch dem Image der Zeitschrift massiv geschadet.

Um den Schaden an der Zeitschrift "Millenium" möglichst einzugrenzen, will Mikael eine Schaffenspause einlegen und sich damit aus dem Schussfeld der Medien zurückziehen, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Da flattert prombt ein Angebot ins Haus: Der alternde Großindustrielle Hendrik Vanger bietet Mikael einen Auftrag an. Unter dem Vorwand eine Biografie über die Familie Vanger und den Konzern Vanger zu schreiben, soll Mikael die Spuren eines vor über 40 Jahren begangenen Verbrechens noch einmal überprüfen. 1966 ist Harriet Vanger, die Nichte von Hendrik Vanger auf dubiose Weise verschwunden. Alle Ermittlungen und möglichen Spuren verliefen im Sande. Nun wo die biologische Uhr von Hendrik Vanger anfängt zu ticken, will dieser einen letzten Versuch starten das Verschwinden von seiner Nichte Harriet aufzuklären. Mikael erhält den Auftrag die Ermittlungen von einst noch einmal zu überprüfen und nachzuvollziehen. In der Hoffnung irgendwo einen Hinweis auf ein mögliches Verbrechen zu finden. Als Belohnung bietet er Mikael nicht nur ein fürstliches Honorar an, sondern will auch Beweise über die finsteren Geschäfte des Wenneström-Konzerns auf dem Silbertablett abliefern. Mikael nimmt den Auftrag an, in der Erwartung mit wenig Aufwand, die Niederlage im Prozess doch noch in einen Sieg zu verwandeln. Unterstützung bei seinen Recherchen erhält er dabei bald von der jungen und undurchsichtigen Computerhackerin Lisbeth Salander. Gemeinsam versucht das ungleiche Pärchen die Geschehnisse von vor 40 Jahren zu rekapitulieren...

Stieg Larsson "Verblendung" und Auftakt der Millenium-Trilogie ist ein absolut fesselnder Thriller, der nach einer kleinen Vorlaufzeit schnell an Fahrt und damit an Spannung aufnimmt. Die Geschichte liefert zahlreiche Spuren und Hinweise, so dass der Leser lange im Unklaren gelassen wird. Die Zeichnung der Hauptcharaktere Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander ist gelungen und glaubwürdig. Vor allem Lisbeth Salander ist mit ihrer unkonventionellen Verhaltens- und Denkweise eine faszinierende Romanfigur. Die Handlung an sich entpuppt sich als vielschichtiger Thriller, der vor allem durch den schreiberischen Wechsel zwischen Blomkvist und Salander lebt. Die Auflösung des Rätsels "Harriet" kommt allerdings meiner Meinung nach, etwas zu früh, so dass die Geschichte auf den letzten 200 Seiten doch ein wenig an Schwung verliert. Hier sollte man allerdings auch bedenken, dass dies nur der Auftakt einer Trilogie ist und auf den letzten Seiten schon stellenweise auf den zweiten Roman von Stieg Larsson Verdammnis: Roman hingearbeitet wird.

Insgesamt ist "Verblendung" ein packender Roman, der auf seinen über 700 Seiten nahezu komplett überzeugt und den Leser in seinen Bann zieht. Die etwas zu vorzeitige Auflösung der Haupthandlung, kommt überraschend und für meinen Geschmack etwas zu früh. Der Ausklang dieses ersten Teils ist allerdings zufriedenstellend, denn er schließt alle wichtigen Handlungsstränge ab und nimmt anschließend Anlauf für den zweiten Teil der Trilogie. Ein Sternabzug ist daher nicht notwendig.

Unwiderstehlich!5
Bei Ankündigung sogenannter "Buchereignisse des Jahres" ist Skepsis immer angebracht.

Trotzdem war ich neugierig auf den Erstling des Schweden Stieg Larsson, der posthum erscheint, da der Autor bereits 2004 verstarb.

Und tatsächlich handelt es sich bei "Verblendung" um einen hochspannenden, perfekt aufgebauten Thriller der Extraklasse.

Dieser Kriminalroman ist eine unwiderstehliche Mischung aus "Cupido" von Jilliane Hoffman und den besseren Wallander-Romanen von Henning Mankell.

Im Mittelpunkt steht der Journalist Mikael Blomqvist, dessen ansonsten tadelloser Ruf nach Enthüllungen über die Geschäftspraktiken eines Großindustriellen angeschlagen ist. Da kommt ihm das Angebot eines alten Patriarchen, der mit Mühe die Reste seines Konzerns zusammenhält, gerade recht. Für den alten Mann soll Blomqvist ein Rätsel der Familiengeschichte der Vangers lösen.
Mehr als dreißig Jahre zuvor verschwand bei einem Familienfest die damals dreizehnjährige Nichte. Noch immer erhält Hendrik Vanger zu seinem Geburtstag von ihr ein Geschenk, dabei sprechen alle Indizien dafür, dass sie an jenem Tag einem Verbrechen zum Opfer fiel. Mikael Blomqvists Ermittlungen bekommen eine ganz neue Richtung, als er die Hilfe einer jungen Privatdetektivin annimmt und mit ihr in einer Familiengeschichte herumwühlt, die mehr als nur die eine sprichwörtliche Leiche im Keller zu bieten hat...

Über 750 Seiten führt einen der Autor immer wieder auf falsche Fährten, in Untiefen und Abgründe.
Dieses Buch ist zugleich ein psychologisches Meisterstückchen als auch ein sorgfältig recherchierter Wirtschaftskrimi.
Sehr lange hat mich kein Kriminalroman mehr so begeistert, gleichzeitig so in Atem gehalten wie eben dieses Buch von Stieg Larsson, in dessen Nachlass noch zwei weitere Kriminalromane auf die Veröffentlichung warten.

Unverbraucht frisch, ungeheuer spannend und doch mit allen klassischen Attributen eines guten Kriminalromans versehen ist "Verblendung" absolut empfehlenswert.

gut, aber definitiv nicht überwältigend3
Ich gebe zu, ich bin kein besonders grosser Krimifan, viel zu oft sind die Lösungen in dem Leser vorenthaltenen Details oder eher absonderlichen Charakterentwicklungen der Verdächtigen verborgen. Aber nachdem mir Stieg Larsson's Buch von Freunden ausdrücklich an's Herz gelegt wurde habe ich es mir als Fluglektüre zugelegt.

Vorweg, das Buch ist im Format massiv und wirkt umfangreich, liest sich aber flott ( eine sehr angenehme Überraschung war die Übersetzung in's Deutsche - um Längen besser als das, was routinemässig englischen Büchern angtan wird... ), so dass es effektiv in knapp 8 Stunden zu bewältigen ist, also effektiv auch nur ein besseres Taschenbuch. Ein Wert den ich übrigens von Freunden bestätigt sehe - sie brauchen auch nicht länger.

Stil, Story und Handlungsort sind interessant und bis auf die Tatsache dass dieses Buch in Schweden spielt ist jeder Vergleich zu Henning Mankell eher eine Marketingmassnahme als berechtigt. Im Gegensatz zu einem anderen Rezessenten empfinde ich die ersten neunzig Seten auch nicht als übermässig lang, da sie alle wichtigen Personen und Ihre Motivationen sauber und unbemüht einführen, zumal auf eher beiläufige Art. Dieser Teil des Buches ist durchaus einnehmend. teilweise sogar packend, ebenso wie die eigentliche Krimihandlung, die zwar nicht übermässig kompliziert oder verwickelt ist (der Klappentext erweckt hier meiner Meinung nach falsche Hoffnungen ). Auch die Darstellung der Grossfamillie des Opfers (man kann es auch einen Klan nennen) ist immer wieder überraschend und fesselnd. Soweit so gut. Man mag kritisieren dass die Krimihandlung, bzw die Ermittlung ihrer Lösung extrem von Zufällen abhängt, aber die Deduktionsarbeit die diese "Zufallstreffer" begleitet macht das wett. Und nein, der Author hält den Leser betreffend des Wissenstandes des Ermittlers vollständig auf dem Laufenden - wer miträtseln will kommt voll auf seine Kosten.

Was aber meiner Meinung nach die Sache, bzw das Lesevergnügen trübt ist der schon missionarische und eher überspitzte Charakter einiger Nebenhandlungen, zum Teil mit verstörender Intensität dargestellt , mit Szenen die nicht wirklich der Plotentwicklung dienen sondern allein dem erzielten Schockeffekt (meine Freundin die das Buch nach mir las, lies sich nach einer besonders drastischen Szene in einem solchen Nebenplott versichern, dass dies nicht den Rest des Buches kennzeichnen würde, bevor sie weiterlesen mochte ).

Ebenfalls stört das (unbeabsichtigte ?) nervige Product-Placement für eine bekannte Computermarke die Sache, die völlig absurde Darstellung von Netzrecherche (auch wenn ich eingestehe, dass Schwedens Datenbanken extrem umfangreich und zugänglich sind, hier sind sie ein "deux ex machina" ) und Informationspiraterie (wobei ich hier dem Autor einfach mal mangelnde technische und kryptograpische Sachkenntnis unterstelle ) , sowie das völlig unpassende Happy End - welches sich dann auch noch über gut fünfzig und mehr Seiten hinzieht.
Damit wir uns nicht missverstehen - das Finale strotzt geradezu vor "korrekter" Belohnung der Protagonisten, die 'Guten' bekommen alles was sie woll(t)en in den Schoss geworfen, die 'Bösen' bekommen ihre verdiente Strafe etc etc etc.

Friede, Freude Eierkuchen.... Sorry, der Author hätte sich vielleicht vorher entscheiden mögen ob er ein Märchen oder einen Krimi zu schreiben gedenkt.

Dafür, dass das Buch die vorangegangenen Seiten bemüht ein interessanter, im Detail und der Betrachtung der schweidischen Realität ehrlicher Krimi zu sein, der auch auf unbequemen Themen wie "Gewalt gegen Frauen" und "Wirtschaftskriminalität" eher ohne Scheuklappen schaut, ist das Ende ein verdammt schlechter Witz - so als würde jemand einem Roman Raymond Chandler's ein "Aschenputtel" Ende verpassen.

Ohne den "Zuckerguss" am Ende wäre es ein solider 4er geworden, aber so ? Nett, aber das war es dann auch schon. Verschenken würde ich das Buch zumindest nur auf ausdrücklichen Wunsch. Und die nachfolgende Romane werde ich mir wohl auch eher leihen nur als Paperback kaufen.