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Nathalie - Wen liebst du heute Nacht?

Nathalie - Wen liebst du heute Nacht?
Von Philippe Blasband

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Produktbeschreibung

Es sollte eine Überraschung werden Zu seinem Geburtstag hat Catherine für ihren Mann Bernard in ihrer Pariser Wohnung eine Party arrangiert. Doch Bernard ruft aus Zürich an, er habe das Flugzeug verpasst. Catherine überspielt ihre Enttäuschung, doch in ihr ist irgendwie das Misstrauen geweckt. Kurz darauf entdeckt sie zufällig Bernards Handy in der Garderobe im Flur. Offenkundig hat er es dort vergessen. Sie kann nicht widerstehen und hört es ab. Die Nachricht darauf lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren die Stimme einer jungen Frau bedankt sich für die wundervolle Liebesnacht in Zürich. Eine aufregende Geschichte über Liebe, Lüge und Leidenschaft.


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #15828 in DVD
  • Marke: Concorde
  • Erscheinungsdatum: 2005-02-09
  • Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Formate: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Untertitel in: Deutsch
  • Länge: 101 Minuten

Features

  • FSK 16

Aus der Amazon-Redaktion

VideoMarkt
Hebamme Catherine hört zufällig die Nachricht einer jungen Frau auf dem Handy ihres Ehemannes, in der diese sich für die gemeinsame Liebesnacht bedankt. Darauf entschließt sie sich zu einem unerhörten Schritt und engagiert die Prostituierte Nathalie, um ihren Mann zu einem weiteren Seitensprung zu verführen. Immer mehr fühlt sich Catherine zu der Teilzeit-Kurtisane hingezogen, die detailliert vom Verlauf der Affäre berichten muss. Immer deutlicher verschiebt sich das Machtgefüge zwischen Auftraggeberin und Kauf-Geliebter.

Video.de
Mit ihrem kühl-obsessiven Beziehungsdrama versucht Regisseurin Anne Fontaine an Truffauts Meisterwerk "Die Frau nebenan" anzuknüpfen. Doch trotz Traumbesetzung mit der sinnlichen Emmanuelle Béart, Grande Dame Fanny Ardant und Gérard Depardieu will der erotische Funke nicht überspringen. Was daran liegt, dass das Star-Trio mehr gegeneinander als miteinander agiert. Michael Nymans atmosphärische Musik und die exquisiten Bilder, die vor allem Béart zugute kommen, werden französische Filmkunstkenner dennoch überzeugen.

Blickpunkt: Film
Hoch sind die Erwartungen angesichts Cast und Plot dieses erotischen Dramas der französischen Regisseurin Anne Fontaine, das mit Fanny Ardant, Emmanuelle Béart und Gérard Depardieu in den Hauptrollen vielversprechend besetzt ist. Tatsächlich ist hier gerade 'La Béart' - mit 38 Jahren in ihrer erotischsten und attraktivsten Rolle überhaupt - den Kinobesuch wert, während Regisseurin Anne Fontaine ('Nettoyage a sec') weitgehend oberflächlich und vorhersehbar inszeniert und kaum in die Tiefe der Charaktere vordringt. Mit Michael Nymans Score und der Kamera von Jean-Marc Fabre hinterlässt 'Nathalie...' einen überraschend kühlen und unaufgeregten Eindruck.

Wie Francois Ozon mit 'Swimming Pool' sieht auch Fontaines Szenario ein reizendes weibliches Objekt der Begierde vor, das eine reife ältere Frau dazu inspiriert, ihr sexuelles Bewusstsein zu entdecken. Hier werden die bei Ozon von Ludivine Sagnier und Charlotte Rampling gespielten Parts nicht weniger spektakulär von Emmanuelle Béart und Fanny Ardant eingenommen. Aber ganz anders als im suspense-geladenen Meisterwerk Ozons ist hier ein Seitensprung des Ehepartners Ausgangspunkt für ein erotisches Seelendrama: In der Rolle der betrogenen Catherine engagiert Ardant eine jüngere Prostituierte (Béart), die den fremdgehenden Gatten Bertrand (Depardieu) verführen und dessen Treue testen soll.
Die attraktive Dominatrix, die sich Nathalie nennen soll, wird dafür bezahlt, Catherine regelmäßig alle - insbesondere die erotischen - Details der Affäre zu berichten. Die erfährt auch der Zuschauer so lediglich aus den Dialogen der Frauen und der Perspektive der Ehefrau. Schockiert und gleichermaßen fasziniert von den pikanten Schilderungen sucht diese immer häufiger Nathalies Nähe, besucht sie bei ihrem Teilzeitjob als Kosmetikerin, nimmt sie mit zu Abstechern bei ihrer Mutter und mietet ihr eine Wohnung, während die kühle, abgeklärte Professionelle ihre berufliche Aufstiegschance gekommen sieht. Wenig überrascht daher das Ende der Affäre, mit dem Regisseurin Fontaine genau diese erwartungsgemäß in Frage stellt.
Wie schon Fontaines Venedig-Gewinner 'Nettoyage a sec' ist 'Nathalie...' mit technisch versierter und sicherer Hand inszeniert, zeichnet sich durch brillante stimmungsvolle Kameraarbeit und einen effektiven Score aus, verharrt jedoch damit an der Oberfläche von Figuren und Plot. Fontaine zeigt, wie die verletzte Ehefrau die dominante Rolle in ihrer Partnerschaft zurückgewinnt, ohne dass der von ihr sexuell manipulierte und kontrollierte - passive - Gatte dies bemerkt. Zugleich verstrickt sich die bourgeoise Intellektuelle in das Spiel mit der - überlegeneren - Prostituierten aus der Arbeiterklasse, wobei sich die Chemie zwischen den beiden zweifellos großartigen Diven und ungleichen Charakteren, die reichlich Reibungsfläche bieten, nicht recht entzünden will. So beherrscht wie Ardants Catherine in jeder noch so kompromittierenden Situation, so zurückhaltend und unaufgeregt bleibt auch die Inszenierung dieses intelligenten Dramas, dessen erotischste Szenen sich im Kopf des Zuschauers abspielen. deg.