Produktinformation
Litauen entdecken: Europas neuer Mittelpunkt im Baltikum

Litauen entdecken: Europas neuer Mittelpunkt im Baltikum
Von Bodo Thöns

Preis: EUR 14,95 Kostenlose Lieferung Details

Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Versand und Verkauf durch Amazon.de

77 neu oder gebraucht verfügbar EUR 4,40

Durchschnittliche Kundenbewertung:

Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #643728 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2006-04-20
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Broschiert
  • 376 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Pressestimmen
»Wer im Urlaub ins Baltikum reisen will, kann sich mit diesem Reiseführer gut informiert auf den Weg machen.« Frankfurter Rundschau

Kurzbeschreibung

Europas geographische Mitte liegt in Litauen, in einem kleinen Dorf nahe seiner Hauptstadt Vilnius.
Dank der Fortschritte in der touristischen Infrastruktur und der 1999 eingeführten Visafreiheit ist die "Neue Mitte" zu einem leicht zu bereisenden Land geworden. Bislang noch als Geheimtip gehandelt, überrascht Litauen seine Besucher als verblüffend westliches Urlaubsland im Osten. Die einstige europäische Großmacht entwickelt sich seit ihrer Unabhängigkeit zu einem attraktiven Reiseland. Der aktuell recherchierte und mit vielfältigen praktischen Tips ausgestattete Reiseführer beleuchtet Europas neue Mitte in all ihren Facetten.
Litauen ist von sanften Hügeln geprägt, von Sümpfen, unzähligen Seen und Flüssen, und durch seinen Waldreichtum, der zu der Charakterisierung als "Land der dunklen Wälder" führte. Allein zehn Prozent der Landesfläche sind als Naturparks und Naturschutzgebiete ausgewiesen. Berühmt vor allem wegen der Bernsteinfunde ist die litauische Ostseeküste, deren lan ge weiße Strände und einzigartige Nehrungslandschaften heute die meisten Touristen anziehen.
Aber auch für Bildungsreisende stellt das Land ein interessantes Reiseziel dar. Kaunas und Vilnius sind lebendige Metropolen, die Altstadt der Hauptstadt ist mittlerweile als Weltkulturerbe ausgewiesen, und das reiche kulturelle Erbe ist nicht nur an der beeindruckenden Kirchenarchitektur im ganzen Land ablesbar.
In seinen Ausflügen in die bekannten wie auch die weniger bekannten Gebiete beschreibt der Autor Bodo Thöns, der sich seit Jahren intensiv mit Litauen beschäftigt, die verschiedenen Regionen, ihre Traditionen und ihre Bewohner. Ein Sprachführer, zahlreiche praktische Reisetips und Literatur- sowie Internethinweise, ausführliche Orts- und Personenregister machen dieses Buch zu einem wichtigen Reisebegleiter.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
VORWORT Europas neue Mitte im Baltikum Für viele ist Litauen auch heute noch ein unbeschriebenes Blatt. Das kleine Land an der Ostsee stand vor wenigen Jahren noch fast unnahbar unter dem Sowjetstern und hat nach zwölf Jahren wiedererlangter staatlicher Eigenständigkeit die Rückkehr nach Europa erfolgreich vollzogen. Als ernstzunehmender Beitrittskandidat klopfte Vilnius in den letzten Jahren nachdrücklich an die Tür der Europäischen Union und steht heute bereits auf der Schwelle, um im Mai 2004 in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Nach der Zustimmung der Litauer in einem Referendum am 11. Mai 2003 steht der Mitgliedschaft Litauens in der EU nichts mehr im Wege. Dank der bereits im Frühjahr 1999 eingeführten Visafreiheit ist die touristische Entdeckung Litauens heute so problemlos wie lohnenswert. Doch das neue Litauen und die Veränderungen seit den 90er Jahren sind hierzulande – vielleicht mit Ausnahme der ihre alte Heimat wiederentdeckenden Memelländer und einiger Ostsee- und Baltikum-Begeisterter – nur sehr vage in das Bewußtsein der Menschen gedrungen. Nachdem sich mit der europäischen Öffnung in Richtung Polen in den letzten Jahren die touristische Terra incognita langsam, aber beständig in Richtung Osten verschob, blieb der nächste nordöstliche und mental eigentlich viel westlichere Nachbar Litauen doch noch ein Geheimtip. Zu Unrecht, denn Litauen hat seinen Besuchern viel zu bieten und ebenso langsam wie beständig entdecken in den letzten Jahren immer mehr Touristen aus dem deutschsprachigen Raum die Reize Litauens. 2002 besuchten etwa 130000 Reisende aus Deutschland das Land. Die jährlichen Zuwachsraten der letzten drei Jahre beliefen sich auf 15 bis 20 Prozent und man kann mit ziemlicher Gewißheit für die nächsten Jahre eine Fortsetzung dieses Trends mit ähnlich hohen Steigerungsraten prognostizieren. Das vorliegende Buch möchte Sie anregen, dieses vielschichtige Land zu entdecken und Ihnen dabei als praktischer Wegbegleiter dienen. Litauen kann mit seiner reichen Geschichte als Bollwerk gegen die Kreuzritter und als einstige Großmacht Europas auf eine lange Kulturtradition zurückblicken. Trotz jahrhundertelanger Unterdrückung – zunächst in einer wenig vorteilhaften Union mit Polen, später durch das zaristische Rußland und schließlich die Sowjetunion, die nur zwischen den beiden Weltkriegen durch eine kurze Phase unabhängiger Blüte unterbrochen wurde – hat sich Litauen seine Eigenständigkeit bewahren können und geht nun erneut in seinen auf Demokratie und Marktwirtschaft ausgerichteten Reformen den Weg in Richtung Europa. Wenn auch politisch noch auf der Schwelle der Europäischen Union, so beherbergt Litauen den geographischen Mittelpunkt des europäischen Kontinentes in einem Dorf unweit der Hauptstadt Vilnius. Einmal mehr eine"neue Mitte", die es zu erkunden lohnt. Mit seinen dichten Wäldern und hügeligen Weiden, seinen unzähligen Seen und seiner einzigartigen Ostseeküste sowie den gastfreundlichen, aufgeschlossenen Menschen bietet Litauen alle Voraussetzungen für einen gelungenen Erholungsurlaub. Mit seinem reichen kulturellen Leben, eigenwilliger Kunst und Vilnius und Kaunas als lebendigen Metropolen eröffnet das Land in vielerlei Hinsicht auch dem Bildungsreisenden neue Horizonte. Es ist ein sicheres Urlaubsland mit einer sich entwickelnden touristischen Infrastruktur, die vor allem in den Urlaubszentren erstaunliche Fortschritte gemacht hat. Wenn man auch in der Provinz sicherlich noch Abstriche machen muß, so überrascht es die meisten westlichen Besucher mit Osteuropaerfahrung doch sehr angenehm, wie westlich es doch vielerorts hier im Osten zugeht. Ich möchte allen Freunden und Bekannten danken, die mir mit Rat und Tat bei der Vorbereitung des Buches zur Seite standen, vor allem Liuba und Valentas Murauskai in Vilnius, Eckart Böhringer (Berlin), Hans-Joachim Kaiser (Tauberbischofsheim), Markus Böhler (München) und Inge Cornelssen (Hannover). >>> Detaillierte Informationen und eine Voransicht dieses Reiseführers finden Sie auf www.trescher-verlag.de


Kundenrezensionen

Nicht ohne meinen Trescher!5
Das bereits im April 2006 erschienene Reisehandbuch "Litauen entdecken" zählt sicherlich nicht zu den neuesten Publikationen über die südlichste und größte baltische Republik. Da es jedoch schon die dritte Auflage ist, hat es sich bewährt und ist zu einem 376seitigen Klassiker geworden. Bodo Thöns hat seinem Buch sogar ein permanentes Update mit auf den Weg gegeben, wenn er mehrmals den Tipp gibt, dass sich der Reisende vor Ort die aktuellen Hefte der englischsprachigen Reihe "In Your Pocket" besorgen soll (Seiten 88, 338).

Im Gegensatz zu den meisten anderen Handbüchern aus der Trescher-Reihe Reisen, die mir bei meinen Urlaubsvorbereitungen und -nachbereitungen wertvolle Informationen bieten konnten und ein wichtiger Begleiter vor Ort waren, gibt in der Einleitung von "Litauen entdecken" zwar nur eine auf fünf Seiten geraffte Geschichte des Landes mit bloßen Jahreszahlen und Ereignissen. Die historischen Ereignisse werden jedoch bei den verschiedenen Örtlichkeiten und Personen erschöpfend behandelt.

Die Geschichte Litauens ist in einem besonderen Maße mit dem Wirken und Schicksal seiner jüdischen Bevölkerung, den Litvaken, verknüpft. In Vilnius, dem einstigen "Jerusalem des Nordens", gab es über hundert Synagogen und der Gaon Elia Salomon Kremer (1720 - 1797) begründete hier mit der "Haskala", die weltoffene jüdische Aufklärung. Im jahre 1897 entstand als Alternative zum Zionismus der "Jüdische Bund". Hitlers Schergen ermordeten im Wald des südlich von Vilnius gelegenen Ortes Paneriai in der zweiten Jahreshälfte 1941 nahezu 130.000 Juden, die sie aus den zwei Ghettos der Hauptstadt und dem übrigen Land zusammen getrieben hatten. Neben der Holocaust-Gedenkstätte bei Paneriai gibt andere Stätten, an denen die Litvaken (einst und heute) präsent sind. Bodo Thöns nennt und beschreibt sie und bietet mit den Essays "Jüdisches Litauen" (S. 70) und "Die Juden von Wilna" eine Menge historische Details. So konnte ich bei einem Gottesdienst in der Synagoge von Vilnius sogar ein paar Worte verstehen, denn es wurde jiddische gesprochen. Die Büste des Gaon und eine Gedenktafel für die beiden Ghettos konnte im ehemals "kleinen Ghetto" besichtigen....

.... aber auch die unzähligen christlichen Gotteshäuser in Vilnius, die ebenfalls ausführlich beschrieben werden. Ihre Kuppeln konnte ich von meinem Zimmer im Hotel Panorama überblicken. Ein übersichtlicher Stadtplan mit ausführlichen (historischen) Beschreibungen (S. 75) wies mir den Weg zu den 27 wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Museen, Kirchen pp.

Im Westen wohl weniger bekannt sind die "Waldbrüder". Die Geschichte der Partisanen, die den Sowjets bis in die 1950er Jahre hinein Widerstand leisteten, ist im Genozidopfer-Museum (S. 81), der einstigen Gestapo- und KGB-Zentrale in Vilnius dokumentiert. Ein Gang durch die Zellen im Keller des Gebäudes ist eine Mahnung an ein "nie wieder".

Eine besondere historische und religiöse Besonderheit bietet die Ortschaft Trakai mit ihrer berühmten Wasserburg. Dort leben noch Angehörige der alttestamentarischen Glaubensgemeinschaft der Karäer, die auch Karaim oder Karaiten genannt werden. Der litauische Großfürst Vytautas hatte sie im 14. Jahrhundert von der Halbinsel Krim als Leibgarde in seine Hauptstadt Trakai geholt. Die Karäer erkennen nur den Pentateuch (fünf Bücher Mose) an und lehnen das Rabbinat ab. Während sie für die NS-Schergen in Turkvolk waren und daher verschont wurden, werden sie im Staat Israel als "nichtreligiöse Juden"(und das, obwohl sie permanent die Schrift studieren) betrachtet. Der Autor hat ihnen sieben Seiten gewidmet und gibt einen "Geheimtipp" zur Besichtigung des alten Karäer-Friedhofes, der auf der anderen Seite des Tatarensees liegt. Daneben gibt er noch einen Hinweis auf die zweite Burg, die Großfürst Kestutis für seine Gemahlin Birute errichten ließ.

Besonders gut gefallen hat mir auch ein Artikel über die litauische Namensgebung, bei der Familiennamen aufgrund des Geschlechts oder des Famileinstandes mit -ai, -as, -eine oder -aite enden. In einem "kleinen Sprachführer" wird darauf hingewiesen, dass Litauisch zum baltischen Zweig der indoeuropäischen Sprachen gehört und mit seiner Grammatik der Ursprache Sanskrit am nächsten steht (S. 52). Praktisch ist ein "A-Z bekannter Litauer" (S. 34 ff); wenn man ein Denkmal sieht, kann man sofort nachschlagen, um wen es sich dabei handelt.

Bevor die "Reisetipps A-Z", ein Verzeichnis weiterführender Literatur, Internetadressen und diverse Register das handlichen Softcover abschließen, gibt es als besonders Bonbon zwanzig Seiten für einen Ausflug in die zur Russischen Föderation gehörenden Exklave Kaliningradskaya (die ich vor drei Jahren besuchen konnte) mit dem einstigen Königsberg, Kranz, Pillau, Rossitten usw.

Auf meiner Reise begleiteten mich außer Bodo Thöns Handbuch, noch Riga-Tallin-Vilnius ebenfalls aus der Trescher Reihe, "MARCO POLO Reiseführer Litauen...", "ADAC Reiseführer plus Baltikum", sowie "Lithuania in Your Pocket" & "Vilnius in Your Pocket". Auf "Litauen entdecken", das sich zudem durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet, konnte ich hierbei am wenigsten verzichten!

5 Amazonsterne.

Gemischtes Gefühl2
Ein umfangreicher Reiseführer m.E. nur ideal wenn man seine eigene Tour plant und erst dann nachschlägt. Es fehlen leider Reiserouten. Mit größter Vorsicht sind teilweise die Hotelempfehlungen des Autors zu genießen. Das Hotel "Auksines Kopos" in Nida zum Beispiel, wird vom Autor über den Klee gelobt "mit schönen Zimmern", ist aber tatsächlich ein reine Katastrophe. Die Zimmer erinnern eher an einen Knast (Schimmel im Bad etc.). Sie sind zudem für das gebotene viel zu teuer (75€). Wir haben sogar unseren Hotel-Voucher verfallen lassen und haben uns in der Hochsaison eine Privatpension besorgen müssen (was jedoch kein Problem war).So persönlich erfahren im August 2005. Es drängt sich mir hier ein Verdacht auf ! Auch sind einige Telefonnummern falsch.

Allgemein hilfreich aber Überarbeitung nötig.3
Bin gerade wieder aus Litauen zurückgekommen; war wieder mit dem Trescher-Reiseführer (von 2003) unterwegs, aber nicht mehr zufrieden; recht ansprechend, aber nicht mehr aktuell, die meisten Informationen wurden unverändert aus der Auflage von 2001 übernommen, nur zwei neue Fotos. Einige inhaltliche Fehler (z.B. Raketa-Boot fährt seit 2000 nicht mehr; Trinkgeld ist seit 1991 Gepflogenheit). Selbst zahllose grobe Rechtschreibfehler (wie z.B. Bernsteizimmer, Resevierung, Tourismusinformtion; Touristenort Juodkrante heißt Joudkrante etc. etc.) und Fehler auf den Karten sind auch in der Neuauflage nicht berichtigt worden. Braucht dringend eine Überarbeitung. Deshalb nur 3 Sterne.