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Baltische Länder. Lettland, Litauen, Estland

Baltische Länder. Lettland, Litauen, Estland
Von Claudia Marenbach

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  • Amazon-Verkaufsrang: #520133 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2008-04
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 656 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Im Zeitalter des durchorganisierten, internationalen Massentourismus scheint es nahezu paradox, eine Region als "Geheimtipp" zu bezeichnen - noch dazu wenn sie innerhalb von Europa liegt. Auf das Baltikum trifft dieses Schlagwort jedoch noch zu. Jahrelang versteckt hinter dem Eisernen Vorhang eröffnet sich heute ein völlig neues und abenteuerliches Reiseziel, bei dem es noch viel zu entdecken gibt: Menschenleere Strände entlang der Bernsteinküste, mystische Höhlen, dichte Wäldern und glasklare Seen stehen alten Ordensburgen und den wieder aufblühenden baltischen Metropolen gegenüber. Ein gelungener Wechsel zwischen wilder nordischer Natur und einer Reise in das Zeitalter der Hanse und Kreuzritter schließt den Kreis. Claudia Marenbach ist es gelungen, die unterschiedlichen kulturellen Traditionen und landestypischen Besonderheiten wie auch die gemeinsamen Berührungspunkte der einzelnen Staaten darzulegen. Herausgekommen ist dabei ein Buch, das mit einer Fülle von Det ailinformationen u nd reisepraktischen Tipps Hilfestellung für den Aufenthalt in den nordischen Republiken gibt.

Über den Autor
Jahrgang 1969, geboren in Hückeswagen (Bergisches Land). Studierte Osteuropakunde und Lateinamerikanistik in Berlin und hat schon während des Studiums ihre Liebe zu Griechenland entdeckt, wo sie mittlerweile auch lebt (Chania/Kreta).


Kundenrezensionen

Umfassend, aber verbesserungsfähig3
Claudia Marenbach hat sich wirklich bemüht, in ihrem Reiseführer ein umfassendes Bild der baltischen Länder zu zeichnen, was ihr alles in allem auch gelungen ist. Der Teufel steckt aber im Detail. Bei den abgedruckten Karten haben sich vereinzelt Fehler eingeschlichen. Mit anderen Worten: Hotels/Restaurants befinden sich nicht dort, wo sie laut Plan eigentlich anzutreffen sein sollten. Das kann mitunter nerven. Ausgerechnet von Nida (Nidden) ist leider gar kein Plan dabei, was besonders nützlich wäre, da es beim örtlichen Tourist Office keinen gibt (Stand 8/2003).
Der Reiseführer bietet eine gute Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel mit brauchbaren Kurzbeschreibungen. Minuspunkt: Es wird nicht danach unterschieden, ob ein Doppelzimmer ein eigenes Bad hat oder nicht. Vom Preisniveau her läuft man daher Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Weiterer kleiner Kritikpunkt: Der Sprachführer im Anhang wäre nützlicher, wenn bei den einzelnen Sätzen auch die Aussprache abgedruckt wäre, denn man hat keine Lust, sich immer zunächst die einzelnen Laute zusammenzupuzzeln, insbesondere wenn man mehrere der baltischen Staaten bereist und man die Aussprache jedes Mal aufs Neue lernen müsste.
Insgesamt gesehen ist der Reiseführer von Claudia Marenbach sorgfältig recherchiert und derzeit wohl konkurrenzlos, zumindest im deutschsprachigen Raum. Tipp: Ergänzend vor Ort die "In your pocket"-Führer kaufen.

Einige gravierende Mängel2

Das MM-Handbuch „Baltische Länder“ enttäuscht, da es einige wirklich fehlerhafte Informationen enthält.
Ich wundere mich, dass solche Fehler bis in die vorliegende 4., angeblich „vollständig überarbeitete“ Auflage Bestand haben konnten.
Habe nicht alle im Führer beschriebenen Orte besucht, noch systematisch nach Fehlern gesucht. Auf der Reise sind mir aber viele falsche „Informationen“ aufgefallen. Gerade auf Reisen im Ausland ist es äußerst unvorteilhaft, wenn man sich praktisch gar nicht auf den teuer erworbenen Führer verlassen kann. Es besteht weiters ein qualitativer Unterschied zwischen Druckfehlern, Fehlern durch veränderte Telefonnummern, gestiegenen Übernachtungskosten – mit solchen Veränderungen rechnet der Reisende ja wohl- einerseits und falsch gezeichneten Plänen und falschen (bzw. nicht durchgeführten?) Recherchen andererseits, die zu unsinnigen Angaben im Reisehandbuch führen.
· Palanga
Die Stadt wird als weitgehend autofrei mit beinahe nicht vorhandenen Parkplätzen beschrieben. Auf einer Reise im Wagen wird man sich nach Lektüre des MM-Handbuches also einen Besuch überlegen bzw. Probleme erwarten. Tatsächlich war die Stadt (Hochsaison) frei befahrbar und nicht autofrei. Das als preiswert beschriebene Hotel „Lina“ liegt nicht zentral an der Vytauto 55, sondern vielmehr mehrere Kilometer außerhalb an der Vytauto 155. Eine herbe Enttäuschung, wenn man sich auf ein zentrales Hotel nahe dem Nachtleben gefreut hat– sollte man das Hotel überhaupt finden.„Vila Silelis“ ist hingegen unter der richtigen Adresse beschrieben, diese ist am Plan aber falsch eingezeichnet – am Ende statt am Beginn der Straße - was wieder 15 Minuten Fußmarsch bedeutet.
· Liepaja
Die Adresse des Restaurants „Pastnieka maja“ ist richtig angegeben, aber am Plan falsch verzeichnet. Nummern sind vertauscht.
· Vilnius
Zur St. Kazimir-Kirche wird verzeichnet, dass sie von der einmarschierenden Deutschen Wehrmacht (!) zum protestantischen Gotteshaus gemacht wurde. Beim Besuch der Kirche wird der Fehler im MM-Reisehandbuch schnell klar: die Informationszettel geben an, dass die kaiserlich deutschen Truppen die Kirche zum protestantischen Gotteshaus gemacht haben.
· Riezupe- Höhle bei Kuldiga
Tatsächlich ist der Weg äußerst schlecht ausgeschildert und die Höhle kaum zu finden, vor allem, wenn man sich tatsächlich „dann links hält“, wie es das MM-Reisehandbuch angibt, anstatt dem Straßenverlauf zu folgen, und dann bei der einzig wirklich zweifelhaften Abzweigung rechts abbiegt.








Brauchbar - aber mit Mängeln2
Hauptaugenmerk des Buchs liegt nicht auf den touristischen Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmalen, sondern eindeutig auf praktischen Reisetips (Hotels, Restaurants etc.). Leider sind die entsprechenden Angaben nicht so aktuell, wie das Jahr der 3. Auflage vorgibt. In Haapsalu ist z.B. angegeben: "Zugverbindung mit Tallin. Schöner Bahnhof, den Peter der I. bauen ließ." Wie man aber im (nicht erwähnten estnischen Eisenbahnmuseum) in diesem Bahnhof erfährt, wurde die Strecke bereits am 23.9.1995 stillgelegt! Im übrigen war Peter der I. bereits 182 Jahre tot, als der Bahnhof 1907 eröffnet wurde. Dafür erfährt man über den Ort: "Am grünen Ufer wächst dichter Schilf, und auf dem Wasser drehen Enten und Schwäne majestetisch ihre Runden." Hier hätte man Platz einsparen können und ein paar Seiten weiter hinten die auf der Ostseeinsel Hiiumaa befindlichen Museen in Kärdla und Soera, vielleicht auch noch den Orchideengarten westl. von Kärdla erwähnen können. Ab und an erscheint es, die Autorin war gar nicht an den Stätten, die sie beschreibt. So wird der seit Jahren im Museum für kirchliche Kunst (Niguliste kirik) hängende "Totentanz" an seinem früheren Standort in der Heiliggeist-Kirche beschrieben. Und in der Tallinner Domkirche erfährt man nicht aus dem Reiseführer, sondern erst aus den dort erhältlichen Prospekten, dass es sich bei der bedeutenden Orgel um ein Werk der deutschen Firma Sauer handelt. In Tallin fehlt ausserdem der Campingplatz am Fernsehturm; in Tartu fehlt der Waschsalon. Die Unterscheidung zwischen offiziellen Campingplätzen und unbewirtschafteten Zeltplätzen ist zum Teil nicht eindeutig. Die beigegebenen Karten sind unpraktisch, da die Sehenswürdigkeiten meist fehlen, stattdessen nur die Hotels und Gaststätten eingezeichnet sind. Aufgefallen ist mir, dass auf der Karte von Kärdla die Ferienwohnung Nomme und auf der Karte des Lahemaa-Nationalparkes gar der Ort Sagadi falsch eingezeichnet sind. Nicht zuletzt ärgert man sich über Rechtschreibfehler. So wird die Reederei Scandlines mehrfach als Scandalines bezeichnet. Obwohl das recht witzig ist, wird man wohl keinen Scherz dahinter vermuten dürfen.