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Battle for the Sun

Battle for the Sun
Placebo

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Produktbeschreibung

BATTLE FOR THE SUN

Titelliste

  1. Kitty Litter
  2. Ashtray Heart
  3. Battle For The Sun
  4. For What It's Worth
  5. Devil In The Details
  6. Bright Lights
  7. Speak In Tongues
  8. The Never - Ending Why
  9. Julien
  10. Happy You're Gone
  11. Breathe Underwater
  12. Come Undone
  13. Kings Of Medicine

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  • Amazon-Verkaufsrang: #4196 in Musik
  • Erscheinungsdatum: 2009-06-05
  • Anzahl Disks: 1

Aus der Amazon-Redaktion

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XTC, MDMA, Acid, Morphine oder Codeine. Drogen übten schon immer einen Reiz auf Bands aus, so oder so. Placebo mochten dieses Klischee nicht, und so ist ihr Bandname zwar ein satirischer Gegenentwurf, letztendlich aber nur ein Wort, das gut klingen und sich einprägen soll. Genau das ist den Engländern, deren familiären Wurzeln bis in die USA, Schottland oder Schweden reichen, prächtig gelungen. Streng aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet Placebo „ich werde gefallen“ und genau das trifft auf Battle For The Sun zu. Die Gruppe um den androgynen Sänger Brian Molko kann auf eine extrem erfolgreiche, fast knickfreie Karriere zurückblicken, aber Glück und Zufriedenheit haben damit nichts zu tun. Wenn Molko einem gleich im Eröffnungsstück „Kitty Litter“ ein „I need a change of skin“ entgegenschleudert, dann wird einem sofort klar, dass damit kein musikalischer Wandel gemeint sein kann. Der ging schon immer einher, aber egal ob die Schwerpunkte Richtung Pop-Melodien, Orchestrationen, Bläser, metallische Elemente, Glam, Alternative-Rock, Bombast, Reduktion, Elektronik oder Melancholie verschoben wurden, ihr einzigartiges Klangzentrum haben Placebo nie verlassen. Daran ändert auch David Bottrill, der Studio-Veteran (Tool, Silverchair, Kid Rock) und langjährige Wegbegleiter von Peter Gabriel, trotz satter Produktion nichts. Das eigentlich Neue an dem härtesten Album von Placebo sind die Texte, und die drängen nicht nur ins Licht, sie kämpfen sich vor. „I will battle for the sun / I won’t stopp until I’m done“ heißt es im Titelsong, oder selbstreflektorisch „I’ve been wasting all my time / With the devils in the details” in „Devil In The Details”. Kennen wir das nicht alle, sich über Kleinigkeiten zu echauffieren anstatt sich am Ganzen zu erfreuen? Damit machen Placebo Wege für die Zukunft frei und so ganz nebenbei verdrängt das eine kleine Anekdote: Der Track „Ashtray Heart“ trägt nicht nur den Titel eines alten Stückes von Captain Beefheart, er war auch der ursprüngliche Bandname von Placebo. - Sven Niechziol

kulturnews.de
Placebo auf der Suche nach Wegen aus der Routine: Weil straighter, melodiöser Rock und randständige elektronische Experimente natürlich gesetzt sind und Streicher schon auf dem Vorgänger "Meds" zu hören waren, kommen auf dem sechsten Studioalbum eben auch Bläser zum Einsatz. Dazu setzen sie auf junges Blut und tauschen nach fast 15 Jahren Schlagzeuger Steve Hewitt gegen den 22-jährigen Steve Forrest aus. Zwar kauft man Sänger Brian Molko seine Texte über Drogenexzesse, unglückliche Liebe und Weltschmerz mit gutem Willen noch immer ab, doch je weiter sie sich von ihrem Überalbum "Without you I'm nothing" von 1998 entfernen, desto geringer wird die Ohrwurmquote auf ihren Platten. Natürlich gibt es noch Hits wie "Bright Lights" und den Titelsong, und generell steht ihnen die wieder etwas forschere Gangart auch gut zu Gesicht - doch den Abwärtstrend können sie mit "Battle for the Sun" trotzdem nicht stoppen. Da Placebo-Fans aber niemals eine Rundumerneuerung fordern würden, gibt man sich eben von Album zu Album mit ein bisschen weniger zufrieden. (cs)

Kurzbeschreibung
Nach 13 Jahren, fünf Studioalben, zehn Millionen verkauften Longplayern, Zusammenbrüchen, persönlichen Aufräumarbeiten und dem kontinuierlichen Anschwellen globalen Erfolgs präsentieren Placebo mit "Battle For The Sun" ihr sechstes Studioalbum

Im Sommer 2008 hatten Placebo insgesamt 18 neue Songs beisammen, mehr frisches Material, als sie je zuvor in ein Studio mitnahmen. Überdies hatten sie nach dem Ausstieg ihre Drummers Steve Hewitt einen neuen jungen Schlagzeuger gefunden, den 22-jährigen Kalifornier Steve Forrest, den sie erstmals im Rahmen ihrer US-Tour bei einer ihrer Support-Bands, Evaline, hatten spielen sehen.

Aufgenommen in einem Zeitraum von drei Monaten in Botrills Studio in Toronto und gemixt in London von Alan Moulder, der bereits My Bloody Valentine, Smashing Pumpkins und Nine Inch Nails in Szene setzte, ist ihr neues Album "Battle For The Sun" eine sprühende, lebendige, vitale und grenzüberschreitende Placebo-Platte. Vom scheuernden Rock eines "Kitty Litter" bis zum epischen Titelsong, vom New Order-haften "Happy You're Gone" über das Stadion-taugliche "Speak In Tongues" bis zu "Bright Lights", dem hitzigesten Placebo-Song, der je aufgenommen wurde, ist dieses Album ebenso eingehüllt in Streicher und Bläsersätze, wie es gewaltig ist in seiner rockigen Dringlichkeit. Es ist, sagt Brian, "nicht Hardrock und nicht Pop, es ist möglicherweise Hardpop. Ich denke, es ist ein Album entstanden, das fast das Gegenstück zu 'Meds' ist. Wir haben ein Album darüber gemacht, sich für das Leben zu entscheiden, dafür, wirklich zu leben, ein Album über das Heraustreten aus der Dunkelheit mitten hinein ins Licht. Es geht nicht zwingend darum, der Dunkelheit den Rücken zuzudrehen, denn sie ist da, sie ist essenziell, sie ist ein Teil dessen, was du bist. Es geht mehr darum, sich stattdessen bewusst für einen Platz im Sonnenlicht zu entscheiden." Und für einen Platz jenseits der Fesseln. Als die Diskussionen über die Veröffentlichung des Albums einsetzten, entschieden sich Placebo - ausgehend von einem Vertriebs-Vertrag für Europa mit PIAS - für den mutigen und kompromisslosen Schritt, Lizenz- und Vertriebs-Deals mit einer Handvoll kleiner Labels für die jeweiligen Territorien abzuschließen - ganz so, als ob die Platte weiter ihnen selbst gehört.

Der "Battle" kann beginnen.


Kundenrezensionen

hate it or love it ... I LOVE IT4
Ich habe lange überlegt, ob ich dem Album 4 oder doch 5 Sterne geben soll ... schließlich hab ich es doch noch mit nur 4 Sternen bewertet, da das neue Werk ein wenig schlechter als der Vorgänger "Meds" ist. Warum schlechter?

Dass Placebo und allen voran Brian Molko mit seiner Zwitterstimme anders als alles bisher da gewesene ist, legt sich nicht nur in der elektronisch-psychodelisch geprägten Gitarrenmusik nieder. Die unverwechselbare Stimme von Sänger Brain Molko kommt dermaßen emotional daher, dass dem Hörer schon mal die Gänsehaut kommt. Dies ist auch wieder bei "Battle for the Sun" der Fall, dennoch wird die Intensität eines "Meds" oder "Without you I'm Nothing" nicht erreicht, was vor allem daran liegt, dass einige musikalische Einschübe diese CD meiner Meinung nach ein wenig verunstalten. Man hatte immer das Gefühl bei Placebo Platten die Augen schließen zu können und dabei zu träumen. Doch diesmal dachte ich mir einige Male, was das solle? Etwa beim Anfang des Liedes "Julien", diese Passagen passen nicht zu Placebo. Oder der Bombast Song "The Never Ending-Way", der durch das Einbinden der Bläser deutlich an Melancholie verliert. Dennoch muss man sagen, dass alle Lieder wieder auf hohe Qualität geschrieben und gesungen wurden. Doch das ist bei Placebo selbstverständlich. Ebenso darf man von "Battle for the Sun" wie gesagt keine Quantensprünge erwarten. Es handelt sich hier um solides Handwerk, eben typisch Placebo, unnachahmlich und auf seine eigene Art und Weise genial. Nicht mehr und nicht weniger. Die Intensität von "Meds" wird nicht erreicht. Das ist aber nicht schlimm, denn Alben dieser Güteklasse gelingen Künstlern maximal alle zehn Jahre. Das bedeutet in der Theorie, dass Placebo rund um Brain Molko "schon" im Jahr 2015 den nächsten Klassiker abliefern werden und bis dahin auf ein gelungenes Übergangswerk verweisen können. KAUFEN !!!

Anspieltipps: Bright Lights / Happy You're Gone / Kings of Medicine / Battle for the Sun

FSK-Aufdruck? Nein Danke!4
Placebo bieten auch auf ihrem neuesten Werk gewohnt Hörenswertes! Die bereits in zahlreichen Interviews und Albumrezensionen angesprochenen positiven Vibes, die Battle for the Sun auszeichnen, stehen der Band nicht schlecht, sind aber auch keinesfalls eine so drastische Stiländerung, wie man aufgrund der Vorankündigungen hätte vermuten können. Niemand muss sich Sorgen machen, dass der Weltzschmerz vollkommen aus der Welt von Brian Molko verschwunden wäre. Genau genommen gibt es sogar recht wenig Experimente auf Battle for the Sun. Straighte Rocker mit den bekannten Zutaten, die sich durchaus auch für die von Placebo angestrebten großen Arenen eignen, garantieren eine relativ unauffällige Aufnahme in die Live Setlist zur anstehenden Tour und werden auch denen nicht weh tun, die nun die vermeintlich fehlende Melancholie anprangern. Also, alles wie gehabt und sicherlich eine Empfehlung für alle, die auf gitarrenlastigen Poprock mit Ohrwurmcharakter stehen. Was an die dieser Stelle aber hoffentlich auch mal gesagt werden darf: Die neuen FSK-Aufdrucke auf den Covern (bei DVD-Beilage) sind absolut unzumutbar! Ich gehöre zu den Wenigen, die sich trotz leicht zugänglicher Gratis-Downloads immer noch gerne die Originale kaufen, da für mich das gesamte Erlebnis des Hörens, Sehens und Fühlens einer Platte wichtig ist. Außerdem soll der Künstler durchaus seinen verdienten Anteil an der erbrachten Leistung bekommen. Aber mit solchen Verunstaltungen, die hässlich und überflüssig sind, werden Konsumenten verprellt! Die Krönung des Spotts ist dann noch eine FSK-0-Angabe, die einem hier zugemutet wird. Tipp: Die CD + DVD nicht in Deutschland kaufen!

Auch das sechste Album gestaltet sich in Placebo typischer Manier5
Bei vielen zeigte sich Ende April eine spontane emotionale Freude, die sich nach außen hin auf der imaginären Skala zwischen einem leichten Lächeln und einem Freudenschrei geäußert haben dürfte. Den ersten musikalischen Auszug brachten uns Placebo paar Tage darauf mit der Single ' For What It's Worth ', die Ihre Premiere am 20. April feierte. Der langhaarige Brian Molko zeigte in dem dazugehörigen Video, was personifizierende Etiketten so alles anrichten können, einige allerdings offensichtlicher mehr als andere. Der Song selbst vertritt die bekannten Merkmale des englischen Trios, rund um den neuen Schlagzeuger Steve Forrest. Druckvoll aber doch mit leicht entschärfter Peitsche stürmen Sie mit einer simplen Struktur durch die 3:14 Minuten hindurch.

Wesentlich interessanter gestaltet sich hier schon der Titeltrack ' Battle For The Sun ', der ebenfalls seine Premiere im Radio feierte und anschließend zum kostenlosen Download auf der offiziellen Placebo Seite bereitstand. Manche meinen die ersten Minuten wären recht schleppend, andere finden es einfach nur verdammt gelungen, erfrischend anders ist das eigentliche Stichwort und erfüllt trotz allen Ausflüchten den typischen Sound von Molko und Steve Olsdal. Gerade die langgezogenen Sätze zu Anfang " I will battle for the sun/ And I wont stop until Im done/ You are getting in the way/ And I have nothing left to say" und die sich permanent wiederholenden Worte im gesamten Titeltrack, lassen diesen so besonders erscheinen.

Brian meinte vor einiger Zeit selbst zur neuen Platte: "I believe 'Battle for the Sun ' to be the first of our albums to tell a story over the course of its 52 minutes. Our previous releases were really only collections of songs and even though the songs are ordered according to the musical flow." Die Geschichte selbst beginnt kompromisslos und unvermittelt, wenngleich es natürlich den brachialen Einstieg von ' Bulletproof Cupid ' nicht ersetzen kann. Es zwängt sich vielmehr zwischen diesem und ' Meds ' und übergibt an das schnellere ' Ashtray Heart '.

Zu Zeiten von ' Black Market Music ' musste man die Suche nach offensichtlichen Hits schon frühzeitig aufgeben und erkennen, dass Eingängigkeit und wirbelnde Riffs hier definitiv nicht zu finden sind. Ganz anders läuft es dagegen bei ' Battle For The Sun ' mit seinen drei potentiellen Hits zum Auftakt, die erst durch ' Devil In The Details ' mit verhangenen Visionen Ihr Heil im Abstrakten suchen. Die düstere Faszination umhüllte Molko schon seit Anbeginn der Karriere in dunkle Schattengebilde und zieht auch diesmal das mediengerechte Image auf die Band.

Nichts desto Trotz folgt nach zwei kleinen Hängern mit ' The Never ' eine ziemlich straighte Rocknummer mit netten Gitarreneffekten und einem krassen Schnitt zum nächsten Song ' Julien '. Eine Electro-Pop-Beat-Nummer, die sich gegen Ende dann noch eines anderen besinnt, die Konturen schweifen lässt und die Gitarren aus der Ecke nimmt. Nach der folgenden Ballade ' Happy You're Gone ' entschwinden Placebo wieder unseren Augen und jagen bereits mit großen Schritten dem Ende entgegen. Nach ' King Of Medicine ' verabschiedet sich das Trio dann entgültig, jedoch zu keinem Zeitpunkt von Ihrem erfolgreichen Markenzeichen.

Und schließlich haben Sie es auch gar nicht nötig. Placebo haben noch nie ein schlechtes Album abgeliefert und tun das auch mit ' Battle For The Sun ' nicht. Headliner auf sämtlichen Festivals in diesem Jahr und damit der Kommerz schlussendlich auch nicht zu kurz kommt, gibt es vom stink-normalen MP3 Download bis zur super-streng-limitierten und exklusiven Deluxe Edition alles für den aufgeschlossenen Placebo Fan von Heute. Über den Geschmack lässt sich streiten, aber eines ist dagegen sicher: Brian, Stefan und Steve werden sich in diesem Jahr zu den großen Abräumern zählen dürfen - Gegönnt sei es Ihnen.