Wann darf ich klatschen?: Ein Wegweiser für Konzertgänger
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Durchschnittliche Kundenbewertung:Titel seines aktuellen Buchs, mit dem er sich neben der Veröffentlichung der Barock-Albums „Air“ derzeit in der Öffentlichkeit präsentiert. Sein Rat ist klar: Im Prinzip ist das meiste erlaubt, solange es der Freude an der Musik dient – und wenigstens ein Grundmaß an Stil hat.
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #10404 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-09-18
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 253 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
«Da capo! Ein vergnüglicher und lehrreicher Blick hinter die Kulissen des klassischen Konzertbetriebs»Klassische Musik mögen viele. Aber gerade dort, wo man sie in ihrer ganzen Schönheit «live» und authentisch erleben kann, im Konzertsaal, fühlen sich manche fremd und unbehaglich. Das liegt nicht zuletzt an überkommenen Traditionen und Ritualen, die sich dem Laien nur schwer erschließen. Der Geiger Daniel Hope begegnet bei seinen Konzerten immer wieder vielen Fragen: Warum werden die Instrumente nach dem Oboenton gestimmt? Wieso gibt der Dirigent zu Beginn nur dem Konzertmeister die Hand? Weshalb wird mal mit, mal ohne Noten gespielt? Woher kommt der Frack als Dienstkleidung der Orchestermusiker? Was macht der Geiger, wenn ihm eine Saite reißt? Wer hat bestimmt, dass man zwischen den Sätzen einer Sinfonie nicht klatschen darf? Und was wird aus den Blumen, die am Ende überreicht werden? Dies sind nur einige der Fragen, auf die das Buch Antworten gibt. Daniel Hope und Wolfgang Knauer laden ein zu einem vergnüglichen und lehrreichen Ausflug hinter die Kulissen des Konzertbetriebs.
Über den Autor
Der Geigenvirtuose Daniel Hope wurde 1974 in Durban/Südafrika geboren und ist in London aufgewachsen. Er nahm Unterricht u. a. bei Yehudi Menuhin. Von 2002 bis 2007 war er Mitglied des Beaux Arts Trios. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen, zuletzt 2006 mit dem dritten Klassik-Echo in Folge, als Instrumentalist des Jahres.
Kundenrezensionen
Gelungene Einstiegshilfe für Konzertbesucher oder solche, die es werden wollen
Daniel Hopes "Wegweiser für Konzertgänger" ist ein sehr informatives Buch, in dem selbst passionierte Konzertbesucher noch Neues, ihnen bislang Unbekanntes entdecken können. In geschliffener Sprache gibt der Autor Auskunft über die Rituale auf der Bühne und das, was sich vor dem Konzert hinter der Bühne vollzieht. Darüber hinaus versucht er - und ich denke, durchaus mit Erfolg - dem Leser Basics nahe zu bringen, wie zum Beispiel den historischen Background der Epochen Barock, Klassik, Romantik sowie der Moderne.
Das Buch ist ein Plädoyer für das Live-Erlebnis Konzert, um dessen Fortbestand Hope sich zu Recht Sorgen macht. (Das Durchschnittsalter der Konzertbesucher, auch das erfährt man in dem Buch, liegt mittlerweile bei über 60!!!) Das macht es nicht zuletzt für Jugendliche, die zwar Klassik mögen, aber Berührungsängste vor einem Konzertbesuch haben, zu einem wichtigen Ratgeber, der Schwellenängste abbauen kann.
Hopes Sprache ist allgemeinverständlich, weit entfernt vom verschwurbelten Deutsch gewisser Kritiker, die natürlich auf den knapp 250 Seiten auch ihr Fett abkriegen. Der Autor tritt mit dem Leser in direkten Kontakt, schreibt für den interessierten Durchschnittsbürger, ohne seinen Rang als Musiker unter den Scheffel zu stellen.
Der Text zeugt von umfassender literarisch-kultureller Bildung - Zitate von Goethe über Schiller und Thomas Mann bis hin zu Oscar Wilde untermauern das Bild, das hier von der Welt der Kunst und der klassischen Musik par excellence gezeichnet wird.
Sehr sympathisch auch, dass Hope es vermeidet, sich dem Zeitgeist anzubiedern. Im Gegensatz beispielsweise zu Michael Walsh, der einem Llloyd Webber das Wort redet, indem er dessen Machwerke über Rossini stellt. In Walshs Buch "Keine Angst vor klassischer Musik" finden sich über die Klavierkonzerte von Liszt so unsägliche Sätze wie "...sie sind ähnlich wie die von Chopin, nur die sind noch schlechter." - Von derartigem Blödsinn kann bei Hope keine Rede sein. Er begegnet den großen Meistern mit dem angemessenen Respekt, ohne in Ehrfurcht zu erstarren.
Das Erleben von Musik wird als eine ausgewogene Mischung aus "Bauch" und "Kopf" beschrieben, wobei Hope dem Leser vermittelt, dass sich das Bauchgefühl durch eine vorbereitende intellektuelle Aneignung von Backgroundwissen über Formales, Biografisches und den zeitgeschichtlichen Hintergrund durchaus steigern lässt.
Alles in allem ein kluges Buch, dessen Lektüre auch noch ein Lesevergnügen ist.
Klatschen oder husten?
Für Anfänger und Fortgeschrittene ein guter Leitfaden durch die klassische Musik. Daniel Hope schreibt mit Witz und Augenzwinkern über Künstlerkollegen, Konzertsäle und man spürt die große Liebe zu seinem Beruf. Ein Geschenktipp, der sich lohnt. Und für mich eine sehr persönliche Erinnerung an zwei schöne Konzerte mit Herrn Hope.
Die Frage, wann man klatschen darf, wird zum Glück geklärt, offen bleibt jedoch das große Rätsel, warum die Leute in den Satzpausen immer husten, als würden sie dafür bezahlt. Traurig, dass die Musiker darunter noch mehr leiden, als die Zuhörer. Ein schönes Buch!
Witzig und hilfreich
Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch NDR-Kultur. Dort wurden in einer Lesereihe durch Daniel Hope einige Kapitel vorgetragen, die eben witzig und gleichzeitig sehr informativ waren und das Geschehen vor und hinter der Bühne aufzeigen. Gedacht war das Buch als Geschenk (habe ich als solches auch weitergegeben), aber beim ersten Durchlesen (man sollte doch wissen, was man verschenkt), habe ich so großen Gefallen gefunden, dass ich mir das Buch noch einmal bestelllt habe.




