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Fritz Perls in Berlin 1893-1933: Expressionismus - Psychoanalyse - Judentum

Fritz Perls in Berlin 1893-1933: Expressionismus - Psychoanalyse - Judentum
Von Bernd Bocian

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  • Amazon-Verkaufsrang: #517032 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2007-03-15
  • Einband: Broschiert
  • 384 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Der Arzt und freudianische Psychoanalytiker Fritz Perls floh 1933 aus Berlin und wurde später in den USA die zentrale Gründerfigur der Gestalttherapie. Seine hier erstmals beschriebenen vierzig Berliner Lebensjahre liefern einen Mosaikstein zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung wie zur Geschichte der so genannten expressionistischen Generation. Das Buch zeigt Perls als Repräsentanten einer avantgardistischen europäischen Großstadtkultur, die durch den Nationalsozialismus vertrieben wurde und deren Lebens- wie Überlebenserfahrungen als Erbe mit in den Gestaltansatz eingegangen sind.

Der Verlag über das Buch
Auszug aus dem Geleitwort der Herausgeber:

Fritz Perls, den kreativen Psychoanalytiker und Mitbegründer der Gestalttherapie, lässt Bernd Bocians vorliegendes, akribisch recherchiertes und brillant leichtfüßig geschriebenes Buch in seiner Kindheit, Jugend- und Studentenzeit und seinen ersten Berufsjahren als Arzt und Psychoanalytiker für uns lebendig werden. Damit betritt Bernd Bocian Neuland und liefert einen fehlenden Mosaikstein zur Geschichte der Gestalttherapie und der psychoanalytischen Bewegung sowie zur Geschichte der so genannten expressionistischen Generation.

Das Buch zeigt Fritz Perls in seinen bislang kaum erforschten Berliner Jahren als Repräsentanten einer avantgardistischen europäischen Großstadtkultur, die durch den Nationalsozialismus vertrieben wurde und ­deren Lebens- wie Überlebenserfahrungen als Erbe mit in den Gestalt­ansatz eingegangen sind. Prägende Lebenskontexte dieser Nonkonformisten und Pioniere der Moderne waren

- das wilhelminische Patriarchat, - die traumatischen Kriegserfahrungen, - Revolution und Konterrevolution, - die kulturelle Explosion in der Weimarer Republik, - die politische Radikalisierung und die Emigration.

Der deutsch-jüdische Kontext wird von Bernd Bocian als grundlegend für das Verständnis von Person und Werk beschrieben.

Unter Benutzung von völlig neuem Archivmaterial zu Fritz Perls ­werden die Einflüsse des freimaurerischen Vaters, von Expressionismus, Dadaismus, kulturkritischer Psychoanalyse, Max Reinhardts Theater, der Gestaltpsychologie und des hegelianischen Marxismus detailliert dargestellt. Der hier analysierte Lebenskontext von Perls macht deutlich, dass die an Kreativität und Leid reichen Lebens- wie Überlebenserfahrungen dieser Emigrantengeneration uns noch einiges für die Zukunft zu sagen haben. Und nicht zuletzt liefert Bernd Bocian eine ausführliche Würdigung von Fritz (und Laura) Perls' Engagement im antifaschistischen Widerstand gegen das heraufkommende deutsche Naziregime. Letzteres war auch der Grund für ihre Flucht aus Nazideutschland bereits im Frühjahr 1933. [...]

Wir wünschen dem Buch von Bernd Bocian die Beachtung, die seine bahnbrechende Arbeit verdient.

Köln, im Februar 2007 Anke und Erhard Doubrawa Gestalt-Institut Köln / GIK Bildungswerkstatt

Über den Autor
Bernd Bocian, Dr. phil., Jahrgang 1954, Gestalttherapeut. Weiterbildung in Reichianischer Körperarbeit und Tiefenpsychologischer Psychotherapie. Von 1985 bis 2000 Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift "Gestalttherapie" der DVG. Diverse Veröffent­lichungen zum historischen und aktuellen Verhältnis von Psychoanalyse und Gestalttherapie. Lebt mit Frau und Tochter in Genua, Italien. Derzeitige Interessen: Psychologie der Emigrationserfahrung und Psychotraumatologie.