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Ouwe War

Ouwe War
Ougenweide

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OUWE WAR

Titelliste

  1. Totus Floreo
  2. Gerhart Atze
  3. Ouwe
  4. Ronde
  5. L�genlied
  6. How Can I Keep My Maiden Head
  7. Tills Ende und Verm�chtnis
  8. Dem Stacheldraht die Stacheln klaun
  9. De Ruiter
  10. Eiris Sazun (Merseburger Zauberspr�che)
  11. Ouwe Wie Jaemerliche
  12. Der Fuchs
  13. Auf weichen Federn
  14. Auf weichen Federn (Disco Version)

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  • Amazon-Verkaufsrang: #109789 in Musik
  • Erscheinungsdatum: 2005-10-01
  • Anzahl Disks: 1

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Die Compilation, wiederum aus dem Archiv der Musiker, hat es in sich. Aus den Jahren 1974 bis 1982 stammen die Live-Aufnahmen, die hier erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt werden Wenn eine deutsche Band sich damit schmücken darf, als erste mittelhochdeutsche Texte mit moderner Musik verbunden zu haben, dann die Hamburger OUGENWEIDE. Das, was heutzutage als Mittelalter-Rock und Neo-Folk von Gruppen wie Corvux Corax, Schandmaul oder Adaro präsentiert wird, hat seine Wurzeln eindeutig Anfang der Siebziger. So ist es kein Zufall, dass genannte Bands glühende Verehrer von OUGENWEIDE sind und sich ausdrücklich auf die Hamburger berufen. Die starteten in der legendären Besetzung Frank und Stefan Wulff, Minne Graw, Olaf Casalich, Wolfgang von Henko und Jürgen Isenbart ihren Siegeszug durch deutsche Lande, spielten dabei unzählige Konzerte, arbeiteten für Fernsehen und Theater und verkauften rund eine Dreiviertelmillion Schallplatten. Als Punk und New Wave Anfang der Achtziger die Musiklandschaft durcheinander wirbelten, zog sich Deutschlands Mittelalterband Nr. 1 nach einer furiosen Abschiedstour völlig ohne Groll zurück. Sie hatten zwar selbst mit neuen Techniken experimentiert, aber ihre Zeit war halt vorbei.

Der Künstler über die CD
1996 veröffentlichte die EMI mit "SOL" ein neues Album von OUGENWEIDE, das die Band zeitgemäß präsentierte, mit starken Ambient- und Ethno-Einflüssen - allerdings ohne Jürgen Isenbart und Minne Graw. Die wiederum trug ihren einzigen musikalischen Beitrag ausserhalb OUGENWEIDE 1993 zum Album "AGES" der Rockpoeten The Perc Meets The Hidden Gentleman bei. "Sol" hatte nicht den erhofften Erfolg, und so zogen sich die Musiker wieder in andere musikalische Bereiche zurück. Was bleibt sind die eindrucksvollen Platten, die Erinnerung an geradezu unglaubliche Konzerte und eine große beinharte Fanschar, die es bis heute nicht versteht, dass die legendären Platten von OUGENWEIDE bisher nicht auf CD erschienen sind. 2004 veröffentlicht dann Sireena Records in Zusammenarbeit mit den Musikern die Werkschau "Wol mich Der Stunde" (Sireena 2021) und sticht in das sprichwörtliche Wespennest. Die Begeisterung über die bisher unveröffentlichten Aufnahmen ist schier unglaublich. Zur Präsentation der CD im Hamburger Knust tritt OUGENWEIDE gar in Originalbesetzung an und hinterlässt ein euphorisches Publikum. Nach diesem Auftritt und dem Erfolg der CD war es klar, das es eine Fortsetzung geben würde. Und die liegt nunmehr vor. "Ouwe War" (Sireena 2023) ist wieder eine Zusammenstellung aus unveröffentlichten Live-Aufnahmen, die aus dem Archiv der Band stammen. Insbesondere die Songs von der 1977-Tour sind ein Genuss, die Band steht im Zenit ihrer Karriere, und das hört man den Musikern und dem Publikum an. Es rast vor Begeisterung. Bei den Instrumentals "Ronde" und "How can I keep my maiden Head" ist Tanzen angesagt, der Song "De Ruiter" von 1982 ist eine Verbeugung vor den holländischen Fans, und bei "Ouwe wie jaemmerliche" spielt Pete Sage eine dermaßen gänsehäutende Geige, dass es eine Pracht ist. Auch die Frühzeit der Band wird mit dem Klassiker "Der Fuchs" aus 1974 gewürdigt. Das Album endet mit einer Disco-Version von "Aus Weichen Federn". Wenn jemand das darf, dann OUGENWEIDE. Eine rundum gelungene Werkschau, die den Vergleich mit dem letztjährigen Vorläufer nicht zu scheuen braucht Ein absolutes Muss nicht nur für die Fans.


Kundenrezensionen

Wieder eine rundum gelungene Werkschau5
Knapp ein Jahr nach "Wol Mich Der Stunde" gibts eine neue Werkschau von Deutschlands Mittelalter-Gruppe Nr. 1 OUGENWEIDE. "Ouwe War" ist sogar noch besser als der Vorgänger - in klanglicher sowie in inhaltlicher Hinsicht. Ein Großteil der Aufnahmen stammt von einem Konzert in Saarbrücken 1977, eindeutig die beste Zeit der Band. Von der ersten Minute an herrscht überschäumende Begeisterung, die sich über das gesamte Album erstreckt. All diejenigen, die es nie zu einem OUGENWEIDE-Konzert geschafft haben, werden nun verstehen, warum die Band eine dermaßen große Vorbildfunktion in der Mittelalter-Szene von heute inne hat. Stimmt aber auch, sie waren und sind bis heute die besten.

Ich will erzählen und nicht lügen...4
"Ouwe war" ist die Fortsetzung der ein Jahr zuvor erschienenen Compilation "Wol mich der Stunde". Und doch ist diese CD kein ganz so gelungener Coup mehr, und das aus mehreren Gründen. Zum einen scheinen Ougenweide doch so langsam den Bodensatz ihrer Tape-Archive erreicht zu haben, denn die Tonqualität ist hier im Schnitt doch bedeutend schlechter als auf dem Vorgänger ("Ouwe wie jaemerliche"! "Auf weichen Federn"!). Zum zweiten scheinen mir eine ganze Reihe von Aufnahmen eher Demo-Aufnahmen als Live-Mitschnitte zu sein (Tracks Nr. 7-10). Das ändert freilich nichts an ihrer musikalischen Qualität, die ist gewohnt top, und vielleicht sind sie ja sogar live eingespielt worden. Warum man dann aber immer noch Applaus dazuschneiden musste (und das meist auch noch schlampig), wissen wohl nur die Minnerock-Götter. Und schließlich - das aber nur ein kleines Manko - kann die Booklet-Info, die ersten sechs Titel seien 1977 aufgenommen worden, nicht stimmen: immerhin drei dieser sechs Stücke erschienen erst 1979 auf LP, also ist anzunehmen, dass sie erst auf der dazugehörigen Tour gespielt wurden. Aber das nur als kleine Korinthenkackerei am Rande... ;-)
Woran's natürlich nix zu meckern gibt, ist die Musik selbst. Alles bester Ougenweide-Standard, auch wenn mit "Tills Ende" und "Eiris Sazun" weitere Zeugnisse für die recht unentspannt wirkende Selbsterneuerungswut der Band den Weg auf CD gefunden haben. Die Disco-Version von "Auf weichen Federn" ist ein netter Gimmick. Die Texte im CD-Booklet stammen wieder von Frank Wulff, und eine ganze Reihe 70er-Jahre-heute-Kopf-drüber-schüttel-Freak-Fotos gibt's obendrein.
Es ist verständlich, dass Ougenweide nach dem Erfolg von "Wol mich der Stunde" mit diesem Sampler nachgelegt haben, auch wenn er nicht ganz so überzeugen kann wie sein Vorgänger. Dreieinhalb Sterne plus ein halber Stern Ougenweide-Bonus ;-)
Und dann, würd' ich sagen, freuen wir uns auf die angeblich noch 2007 anstehende Wiederveröffentlichung der letzten vier Original-Alben und die auch schon seit geraumer Zeit angekündigte CD der neuen Besetzung um Olaf Casalich und die Wulff-Brüder...