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Ouwe War

Ouwe War
Ougenweide

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OUWE WAR

Titelliste

  1. Totus Floreo
  2. Gerhart Atze
  3. Ouwe
  4. Ronde
  5. Lügenlied
  6. How Can I Keep My Maiden Head
  7. Tills Ende und Vermächtnis
  8. Dem Stacheldraht die Stacheln klaun
  9. De Ruiter
  10. Eiris Sazun (Merseburger Zaubersprüche)
  11. Ouwe Wie Jaemerliche
  12. Der Fuchs
  13. Auf weichen Federn
  14. Auf weichen Federn (Disco Version)

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  • Amazon-Verkaufsrang: #183658 in Musik
  • Erscheinungsdatum: 2005-10-01
  • Anzahl Disks: 1

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Die Compilation, wiederum aus dem Archiv der Musiker, hat es in sich. Aus den Jahren 1974 bis 1982 stammen die Live-Aufnahmen, die hier erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt werden Wenn eine deutsche Band sich damit schmücken darf, als erste mittelhochdeutsche Texte mit moderner Musik verbunden zu haben, dann die Hamburger OUGENWEIDE. Das, was heutzutage als Mittelalter-Rock und Neo-Folk von Gruppen wie Corvux Corax, Schandmaul oder Adaro präsentiert wird, hat seine Wurzeln eindeutig Anfang der Siebziger. So ist es kein Zufall, dass genannte Bands glühende Verehrer von OUGENWEIDE sind und sich ausdrücklich auf die Hamburger berufen. Die starteten in der legendären Besetzung Frank und Stefan Wulff, Minne Graw, Olaf Casalich, Wolfgang von Henko und Jürgen Isenbart ihren Siegeszug durch deutsche Lande, spielten dabei unzählige Konzerte, arbeiteten für Fernsehen und Theater und verkauften rund eine Dreiviertelmillion Schallplatten. Als Punk und New Wave Anfang der Achtziger die Musiklandschaft durcheinander wirbelten, zog sich Deutschlands Mittelalterband Nr. 1 nach einer furiosen Abschiedstour völlig ohne Groll zurück. Sie hatten zwar selbst mit neuen Techniken experimentiert, aber ihre Zeit war halt vorbei.

Der Künstler über die CD
1996 veröffentlichte die EMI mit "SOL" ein neues Album von OUGENWEIDE, das die Band zeitgemäß präsentierte, mit starken Ambient- und Ethno-Einflüssen - allerdings ohne Jürgen Isenbart und Minne Graw. Die wiederum trug ihren einzigen musikalischen Beitrag ausserhalb OUGENWEIDE 1993 zum Album "AGES" der Rockpoeten The Perc Meets The Hidden Gentleman bei. "Sol" hatte nicht den erhofften Erfolg, und so zogen sich die Musiker wieder in andere musikalische Bereiche zurück. Was bleibt sind die eindrucksvollen Platten, die Erinnerung an geradezu unglaubliche Konzerte und eine große beinharte Fanschar, die es bis heute nicht versteht, dass die legendären Platten von OUGENWEIDE bisher nicht auf CD erschienen sind. 2004 veröffentlicht dann Sireena Records in Zusammenarbeit mit den Musikern die Werkschau "Wol mich Der Stunde" (Sireena 2021) und sticht in das sprichwörtliche Wespennest. Die Begeisterung über die bisher unveröffentlichten Aufnahmen ist schier unglaublich. Zur Präsentation der CD im Hamburger Knust tritt OUGENWEIDE gar in Originalbesetzung an und hinterlässt ein euphorisches Publikum. Nach diesem Auftritt und dem Erfolg der CD war es klar, das es eine Fortsetzung geben würde. Und die liegt nunmehr vor. "Ouwe War" (Sireena 2023) ist wieder eine Zusammenstellung aus unveröffentlichten Live-Aufnahmen, die aus dem Archiv der Band stammen. Insbesondere die Songs von der 1977-Tour sind ein Genuss, die Band steht im Zenit ihrer Karriere, und das hört man den Musikern und dem Publikum an. Es rast vor Begeisterung. Bei den Instrumentals "Ronde" und "How can I keep my maiden Head" ist Tanzen angesagt, der Song "De Ruiter" von 1982 ist eine Verbeugung vor den holländischen Fans, und bei "Ouwe wie jaemmerliche" spielt Pete Sage eine dermaßen gänsehäutende Geige, dass es eine Pracht ist. Auch die Frühzeit der Band wird mit dem Klassiker "Der Fuchs" aus 1974 gewürdigt. Das Album endet mit einer Disco-Version von "Aus Weichen Federn". Wenn jemand das darf, dann OUGENWEIDE. Eine rundum gelungene Werkschau, die den Vergleich mit dem letztjährigen Vorläufer nicht zu scheuen braucht Ein absolutes Muss nicht nur für die Fans.