Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #404675 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2007-09-28
- Einband: Broschiert
- 201 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
"Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses" - ein ungewöhnlicher Titel, ein ungewöhnlicher Roman.
Da lässt sich ein ungefähr fünfundvierzigjähriger, aus der Karibik kommender Mann am Flughafen Frankfurt freiwillig verhaften, nachdem er zuvor dem "Beamten zur Sicherung der EU" neben seinem "normalen", noch weitere sieben, mit unterschiedlichen Namen versehene Pässe auf den Tisch knallt. Drei davon - Boris Grüntner, Marcel Brunner und letztendlichen David Moses Wessely - werden im weiteren Verlauf der Geschichte eine größere Bedeutung erlangen.
Von schmutzigen Geschäften über die Karibik bis zur Freunderlwirtschaft deckt die Reise des Protagonisten durch das "Paradies" in gewisser Weise so ziemlich alle größeren Skandale der letzten 30 Jahre ab und bleibt dabei doch überaus aktuell.
Der Erzählstil des kleinen Buches wechselt ständig, manchmal gar mitten im Satz, zwischen auktioraler, personaler, bis hin zur quasi geschlechtslosen Man-Erzählform. Diese sporadischen Wechsel durchziehen gleichfalls die gewählten Zeitformen: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft wirbeln durcheinander, genau wie die multiplen Persönlichkeiten des Paul, Boris, Marcel oder Moses. Aber dies ist keinesfalls verwirrend und fügt sich homogen ins Gesamtbild des Romankonzepts ein.
Betrachtungen: ... ein interessanter und zugleich witzig- sarkastischer Roman über einen Lebenskünstler, den man fast schon um seine intelligente Skrupellosigkeit beneidet, wenn man selbst immer brav seine Rechnungen bezahlt ...
... ein zynisches Vergnügen ...
... kein vordergründiger, sensationsgeiler Enthüllungsroman, sondern ein - brillant geschriebener - Tatsachenbericht ...
"Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses" ist eine in ihren Anspielungen schockierend reale Kombination aus einem satirischen Roman über die feine Gesellschaft und faszinierender Dichtkunst. Das Werk als das eine oder andere zu definieren würde es schlichtweg seiner wahren Dimension berauben - ein unglaublich vielfältiges Werk.
... ein trauriger Roman - ein humorvoller Roman - ein bösartiger, destruktiver, heimtückischer Roman - ein Schelmenstück ...
Der Verlag über das Buch
VORWORT
Man distanziert sich. Vorsorglich sei gesagt, dass wohl alle Anspielungen und als Tatsachen dargestellte Ereignisse dieses Buches auf reiner Fiktion beruhen. Weder ist es möglich, auf diese - an Unmoral und Verwerflichkeit kaum zu überbietende Art - durchs Leben zu schreiten, noch sind die Gegebenheiten und Rahmenbedingen dafür gegeben. Weder sich in diesem Machwerk scheinbar als Politiker, Geschäftsmänner, Mediziner, Geistliche und andere ehrenwerte Persönlichkeiten tarnende Individuen, sind im wirklichen Lebensraum etwas anderes, als sie tatsächlich standesgemäß zu sein haben: Verehrenswerte, edle und vertrauenswürdige Mitglie-der der Gesellschaft. Sollte ein anderer Eindruck entstehen, so ist dieser auf höchster Ebene verwerflich und weder erwünscht noch wünschenswert. Wahr ist viel mehr, dass ehrliches und aufrichtiges Bedauern jenen entgegen gebracht werden muss, welche immer wieder an der Honorigkeit, Charakterstärke, Unbestechlichkeit und ehrlichem Bemühen zur Verbesserung der Gesellschaft oben angeführter Persönlichkeiten zweifeln.
VORWORT DES VERLEGERS
Genau diese Qualität des Inhaltes hat mich überzeugt - einerseits die literarische Qualität der Sprache dieses Buches, die bester österreichischer Tradition entsprungen scheint, andererseits, dass das Thema des Buches aktuell ist wie nie zuvor. Zweifelhafte Geschäfte, "Freun-derlwirtschaft", Karibik, jemand, der "sich's richten" kann - das gibt es heute (leider) noch immer. Was aber sind die "Schandtaten" der achtziger und neunziger Jahre aus heutiger Sicht? Sie waren vielleicht die Basis, der Nährboden, auf dem die aktuellen Skandale wachsen konnten. Egal, ob es um verschwendete öffentliche Gelder geht, mit denen wenige Reiche meinen, sich Paradiese bauen zu können, oder um den vertuschten Missbrauch Jugendlicher durch ehrenwerte Mitglieder einer Religionsgemeinschaft. Ich lebe in der Hoffnung, dass die durch die Medien öffentlich gewordenen Skandale diesen Nährboden langsam unfruchtbar machen.
