Oldboy [Special Edition] [2 DVDs]
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Durchschnittliche Kundenbewertung:(112 Kundenrezensionen)
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #35900 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2005-03-03
- Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Anzahl Disks: 2
- Formate: Dolby, DTS, PAL, Special Edition, Surround Sound
- Untertitel in: Deutsch
- Anzahl Disks: 2
- Länge: 115 Minuten
Aus der Amazon-Redaktion
Aus der Amazon.de Redaktion
Atemberaubendes Autorenkino aus Südkorea. Chon-Wook Parks Festivalerfolg Old Boy.
Spätestens seit Joint Security Area (2000) ist Chan-Wook Park in seinem Heimatland Südkorea eine Berühmtheit. Der gigantische Erfolg des Films, auch und gerade an der Kinokasse, kam einer Carte Blanche gleich, die der Regisseur wohlbedacht ausspielte. Schon sein darauffolgender Film, Sympathy for Mr. Vengeance, verstörte mit Bildern kaum zu überbietender Grausamkeiten und überraschte durch eine ungemein ökonomisch voranschreitende Rächergeschichte. Auch der in Cannes 2004 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Old Boy führt den Zuschauer an der Seite seines Helden durch die Hölle, eine schwer zu ertragende Tour de Force, nichts für Zartbesaitete und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb eine Offenbarung.
Der koreanische Geschäftsmann und Familienvater Dae-su (Min-sik Choi) wird von einem Unbekannten, scheinbar grundlos, in ein fensterloses Zimmer gesperrt. Einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Fernseher, über den Dae-Su den Mord an seiner Frau und das Verschwinden seiner Tochter miterlebt. 15 Jahre vergehen, bis der Bedauernswerte auf einem Hochhausdach aus seiner Gefangenschaft erwacht. Ein schier unvorstellbares Martyrium, das jedoch nur den Anfang für einen zynisch-bitteren Rachefeldzug beschreibt.
Es gibt Bilder in Old Boy, die man sein Leben lang schwer vergessen wird. Etwa die Fangarme des sich windenden Tintenfischs den Dae-Su kurz nach seiner „Freilassung“ lebend verschlingt, die sich im Todeskampf an dessen Mund- und Nasenhöhlen klammern und die in ihrem Bestreben recht anschaulich die Qualität des Films beschreiben; dessen stoische Unnachgiebigkeit, die wilde Inszenierungswut, den Willen aufs Ganze zu gehen, auf Leben und Tod. Old Boy ist alles andere als Unterhaltungskino, kein Eskapismus, kein zuckersüßes Happy-End. Im Gegenteil: der Film ist eine Zumutung, im positiven Sinn, beinahe eine Vergewaltigung insofern er dem Betrachter die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen aufzwingt. Man kann den Film als Allegorie sehen, auf eine Gesellschaft, der kaum Zeit blieb sich zu entwickeln, die unversehens im Turbokapitalismus gelandet ist, ohne wirklich zu wissen wie ihr geschah. Unter dem Strich, hinter der Fassade der coolen Bilder, hinter der atemberaubenden Beschleunigung um den Kern der Geschichte, bleibt eine verstörende Wahrheit, die sich über die Figuren auf ihren Ausgangspunkt zurückführen läßt und deren Banalität darin besteht, was Menschen bereit sind einander zuzufügen. Thomas Reuthebuch>
Movieman.de
Dass Park Chan-wook ("Sympathy for Mr. Vengeance") ein Regisseur ist, der für eine außergewöhnlich anspruchsvolle Bildregie, raffiniert inszenierte Rachespiele und bis an die Grenzen der Ästhetik gehende Gewalt steht, ist nichts Neues. Mit "Oldboy", dem zweiten Beitrag zu seiner Rache Trilogie, schuf er ein Werk, dass dies Qualitäten auf die Spitze treibt. Jede einzelne Einstellung ist ein Meisterwerk und gerade weil diese technisch so berauschende Schönheit so heftig mit der extremen, nervlich kaum zu ertragenden und an Ekel grenzenden Gewalt-Poesie so gewaltig kolaboriert, bleibt einem das Werk über Jahre hinweg in den tiefsten Hirnwindungen hängen. Und dazu gehört nicht nur die heftig diskutierte Zähnezieh-Folter-Szene. Auch die ausgeklügelte, intelligent-verblüffende Erzählweise, der abnorme Einsatz aller beteiligten Schauspieler (allen voran ein geradezu von seiner Rolle besessener Min-Sik Choi) und der geradezu magische Soundtrack schaffen es natürlich keineswegs die enorme Wirkung der Produktion zu schmälern. Ein absoluter Höhepunkt des asiatischen Kinos!
Moviemans Kommentar zur DVD: Nur ganz selten lässt sich noch kaum wahrnehmbares Rauschen in dunklen Räumen finden, ansonsten überzeugt das Bild in jeder Hinsicht. Akustisch könnte der Hintergrund etwas deftiger angespielt werden, denn die Front zeigt prinzipiell einen schönen Umgang mit Kulisse und Effekten. Das Original ist in dieser Hinsicht vor allem sprachlich vorzuziehen. Extras bleiben zu vermissen.
Bild: Selbst in dunklen Einstellungen beweist die Disc eine enorme Bandbreite an Farbtönen und Kontrastabstufungen (schwarzes Hemd unter schwarzem Jackett vor schwarzem Hintergrund, 00:34:41). Auch in schnelleren Kamerabewegungen zeigt das Bild nur sehr selten leichtes Ruckeln (Schwenk, 00:22:25). Überhaupt bleibt kaum etwas zu bemängeln. Das warme Farbspektrum vernachlässigt praktisch keine einzige Note und die Schärfedarstellung lässt nicht zu, dass auch nur ein winziges Härchen oder Steinchen weniger Präsenz zugemessen wird als dem Gesamtbild (Scherben, 00:10:10 oder Bartstoppeln, 00:22:05). Äußerst selten lässt sich in einem dunklen Zimmer ein leichtes Rauschen antreffen, das aber keinesfalls Gesichter mit einbezieht, sondern sich nur ganz leise im Hintergrund aufhält (00:28:44).
Ton: Insgesamt fällt auf, dass sich das Gesamtklangbild doch recht stark in der Front aufhält. Zwar sind immer wieder deutliche Signale aus dem Hintergrund vernehmbar (Sirene links hinten, 00:22:33) und eigentlich geschieht dort auch permanent etwas, dies aber fällt alles ein wenig zu leise aus, als dass sich ein wirklich umfassender räumlicher Eindruck entwickeln könnte. Zwischen der Originalfassung in Koreanisch und der deutschen Version besteht in dieser Hinsicht kein Unterschied. Dennoch ist anzumerken, dass die Originalstimmen ein gutes Stück mehr Präsenz und Saftigkeit aufweisen als die Synchronsignale. Durch Richtungswechsel kommt das spielerische Element des Tons zwar Aufmerksamkeit (Hupen des Autos von links nach rechts über die Front, 00:22:16), es wird aber nicht so stark ausgespielt, wie möglich und prinzipiell auch wünschenswert wäre. Immerhin mischt sich der Soundtrack stets kraftvoll und spannungsgeladen ein. Auch dieser fällt im Original potenter aus (Schreie und Streicher beim Zähneziehen, 00:41:46).
Extras: Leider beinhaltet die DVD außer ein paar Programmtipps keinerlei Extras. --movieman.de
VideoMarkt
15 Jahre verbringt Oh Dae-su, ohne menschlichen Kontakt, von Unbekannten festgehalten, in einem fensterlosen Ein-Zimmer-Apartment. Die Nabelschnur zur Außenwelt sind eine Klappe, über die er Tiefkühlkost erhält, und der Fernseher. Über den erfährt er auch vom Mord an seiner Frau. Eines Tages lassen ihn seine Peiniger völlig unvermittelt mit der Auflage frei, den Grund für seine Gefangenschaft herauszufinden. Doch Dae-su kennt fortan nur noch ein Ziel: blutige Rache an seinen Kidnappern und Vergeltung für den Mord an seiner Gattin.
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