Der Steppenwolf (suhrkamp taschenbuch)
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Produktbeschreibung
Der Steppenwolf
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #10591 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2007-03-19
- Einband: Taschenbuch
- 229 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Buch der 1000 Bücher
Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Der Steppenwolf
OA 1927 Form Roman Epoche Moderne
Hermann Hesses Geschichte des in sich zerrissenen Intellektuellen Harry Haller schildert radikal die Lebenskrise eines 50-jährigen Mannes. Zugleich übt der Autor Zeitkritik, indem er den Gegensatz zwischen der untergehenden europäischen Kultur und der wachsenden amerikanischen Technokratie herausstellt und eine überpersönliche, zeitlose Gegenwelt des Geistes und der Kunst entwirft. Die Bedeutung der Erzählung liegt in ihrer komplexen Struktur und in der existenzialistischen Problemstellung, die ein literarisches Novum darstellte und zur Erneuerung der Romanform beitrug.
Entstehung: Im Winter 1925/26 entstanden einige Gedichte, die Hesse unter dem Titel Der Steppenwolf. Ein Stück Tagebuch in Versen in der Neuen Rundschau veröffentlichte. Vom 15. Dezember 1926 an arbeitete er mehrere Wochen fast ununterbrochen am Prosatext. Das Herzstück, das Tractat vom Steppenwolf, erschien 1927 als Vorabdruck in der Neuen Rundschau.
Inhalt: Der Außenseiter Harry Haller leidet an sich und an der Welt des Bürgertums, von der er sich abgestoßen und doch auch angezogen fühlt. Der vom Grauen des Ersten Weltkriegs und von der Oberflächlichkeit seiner Zeit angeekelte Melancholiker sieht sich selbst als gespaltene Existenz: Mensch und Wolf als Sinnbild des Humanismus und des Animalischen im Menschen liegen in einem ständigen, erbitterten Kampf. Bevor sich der vereinsamte und der Gesellschaft entfremdete Haller das Leben nehmen kann, trifft er die Prostituierte Hermine, die Harry in die sinnlichen Freuden des Lebens einweiht.
Auf dem Weg in das Magische Theater, einem Seelenspiegel, fällt Harry das Tractat vom Steppenwolf in die Hände. Darin seziert ein scheinbar Unbeteiligter Harrys Seelenzustand und führt ihm die Gefährlichkeit seiner allzu einfachen Selbstanalyse vor Augen. Im Magischen Theater seines Freundes Pablo erlebt der Protagonist in einer visionären Rauschgiftorgie unter anderem eine Hochjagd auf Automobile, eine Anleitung zum Aufbau der Persönlichkeit und eine Steppenwolfdressur. Im Olymp der Unsterblichen begegnet ihm Mozart (Pablo) und rät ihm, das Leben und Lachen zu erlernen. Letztlich ist Harry für einen erneuten Einsatz im Spiel des Lebens bereit: »Einmal würde ich das Figurenspiel besser spielen. Einmal würde ich das Lachen lernen. Pablo wartete auf mich. Mozart wartete auf mich.«
Aufbau: Das Werk gliedert sich in drei Abschnitte: das Vorwort des Herausgebers, das Tractat vom Steppenwolf und die Aufzeichnungen Harry Hallers. Die Erzählperspektive wechselt: Im Vorwort schildert der Neffe von Hallers Hauswirtin seinen persönlichen Eindruck vom Steppenwolf, im Traktat beschreibt ein scheinbar Außenstehender mit kühler Objektivität ein Spiegelbild von dessen zerrissener Existenz. In den Aufzeichnungen schließlich schildert Haller selbst seine Erlebnisse.
Wirkung: Die Reaktion auf die Auseinandersetzung Hesses mit dem Bürgertum und die schonungslose Offenheit seiner selbstbiografischen Beichte war geteilt: Sie reichte von scharfer Ablehnung bis zur begeisterten Zustimmung – Letztere insbesondere bei der Literaturkritik. Hesse bezeichnete den Steppenwolf als »dasjenige meiner Bücher, das öfter und heftiger als irgendein anderes missverstanden wurde«. Zwar gehe es darin um Krankheit und Krise, am Ende stehe jedoch die Heilung, nicht Tod und Untergang.
Es war der Steppenwolf, der – vor allem in den USA – während der 1960er Jahre die große Hesse-Renaissance auslöste. Dabei wurde der Roman vielfach missverstanden als Plädoyer für den Konsum von Drogen.
Kurzbeschreibung
"Es war einmal einer namens Harry, genannt der Steppenwolf. Er ging auf zwei Beinen, trug Kleider und war ein Mensch, aber eigentlich war er doch eben ein Steppenwolf." Der erstmals 1927 erschienene Roman Der Steppenwolf vor allem begründet den Weltruf Hermann Hesses und ist dasjenige Buch, das die internationale Renaissance seines Autors in den sechziger und siebziger Jahren ausgelöst hat.
Der Steppenwolf ist die Geschichte von Harry Haller, der sich im Zustand völliger Entfremdung von seiner bürgerlichen Welt "eine geniale, eine unbegrenzte furchtbare Leidensfähigkeit herangebildet" hat. Die innere Zerrissenheit Hallers spiegelt die Erscheinungen der modernen Massen- und Industriegesellschaft wider und reflektiert kultur- und zivilisationskritische Strömungen des 20. Jahrhunderts.
Über den Autor
Hermann Hesse, geboren am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano.
Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin.
Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.
