Flimmern
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Titelliste
- Strandlied
- Mein Geschenk
- Standard
- Werbefläche Mond
- Hellgelb
- Tag im Fall
- Center
- Dein Universum
- Die Essenz
- Surfen im Wahnsinn
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #123759 in Musik
- Marke: KLEZ.E
- Erscheinungsdatum: 2006-08-18
- Anzahl Disks: 1
Aus der Amazon-Redaktion
Spiegel Online, von Jan Wigger, 07. August 2006, 8 Punkte
Bitte nicht davon irritieren lassen, dass diese Band im Herbst mit Madsen touren wird und nicht näher überliefert ist, wie man den Begriff Klez.e (ein Computer-Wurm, der nicht nur den PC von Sänger Tobias Siebert infizierte) überhaupt aussprechen soll: Hier kommt eine der großartigsten und ungewöhnlichsten Platten des Jahres und sie kommt aus Berlin. Ganz grob umrissen ist "Flimmern" ein in jeder Sekunde unruhig zitternder, ans Herz greifender Hybrid aus Radioheads "The Bends" und "12" von The Notwist. Die hohe Anzahl der Zwischentöne, das durchaus ungewöhnliche Instrumentarium (Weingläser, zirpende Elektronik) und die oft übergangslosen Wendungen in den Stücken verhindern jegliche Abnutzung. Siebert singt seltsam bittend, uneindeutig, ungestüm, dabei fast mädchenhaft und sagt die Dinge so, wie sie gesagt werden müssen: "Ich wünsche mir dich/ Ohne Farben, ohne Licht/ Und doch dass du uns nicht sagst/ Dass du nie zurück kommst." "Strandlied" und "Tag im Fall" bringen! sogar eine Überzeugung zurück, die bisher nur das weiße Album von Tocotronic auzulösen im Stande war: Das Aus-sich-Heraustreten und das ganz und gar lautlose Verschwinden sind gewissenhaft zu prüfende Lebensoptionen.
kulturnews.de
Vergleiche mit Radiohead sind schwierig, für eine deutsche Band eigentlich unmöglich. Doch so, wie die Berliner Band um Sänger Tobias Siebert auf ihrem zweiten Album klassische Rockinstrumentierung und Elektronik ineinanderlaufen lässt, haben sich Klez.e das größtmögliche Lob wirklich verdient. Auf "Flimmern" hantieren sie mit wunderbaren Melodien, die auch dann standhalten, wenn sie mit intelligenten Schlenkern vom geradlinigen Weg abkommen. Wer so eingängig das Erwartbare umschifft, muss Kurzlebigkeit nicht fürchten. Auch Sieberts poetische Texte halten mit: Sie sind stets konkret genug, aber nie zu privat, als dass sie uns nicht alle durch usnere ganz unterschiedliche Leben begleiten könnte. Der Text von "Center" steht programmatisch für eins der besten Alben dieses Jahres: "Wir können uns mit einer Zärtlichkeit umgeben", heißt es da, "die uns hilft, euren Standards zu entkommen." (cs)

