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Twin Peaks - Die zweite Season, Teil eins von zwei [3 DVDs]

Twin Peaks - Die zweite Season, Teil eins von zwei [3 DVDs]
Regisseur(e) David Lynch, Lesli Linka Glatter, Caleb Deschanel, Duwayne Dunham, Tim Hunter

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(66 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibung

Die Jagd nach dem Mörder von Twin Peaks Ballkönigin Laura Palmer wendet sich für Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan). Bei der Rückkehr zum Great Northern Hotel wird er von einem mysteriösen Angreifer angeschossen, überlebt den Angriff ... und erhält während seiner Genesung einige rätselhafte Hinweise über Lauras Mörder von einem plötzlich auftauchenden Riesen.
Ein Feuer in der Mühle sorgt für das Verschwinden von einigen Anwohnern - und möglichen Verdächtigen. Und man entdeckt Laura Palmers geheimes Tagebuch ... aber diese Details genießt man am besten bei einer frischen Tasse ...
Enthält die ersten 11 Episoden der 2. Season:

Der Riese sei mit Dir (90 Minuten)
Koma
Der Mann hinter Glas
Lauras geheimes Tagebuch
Der Fluch der Orchideen
Dämonen
Einsame Seelen
Spazierfahrt mit einer Toten
Selbstjustiz


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #15298 in DVD
  • Marke: Paramount
  • Erscheinungsdatum: 2007-01-04
  • Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 3
  • Formate: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Untertitel in: Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
  • Anzahl Disks: 3
  • Abmessungen: 6.61 Pfund
  • Länge: 540 Minuten

Features

  • Regie: David Lynch, Lesli Linka Glatter, Caleb Deschanel, Duwayne Dunham, Tim Hunter, Todd Holland, Tina Rathborne
  • Medium: DVD
  • Laufzeit: ca. 541 Minuten
  • Label: Paramount Home Entertainment
  • Bildformat: 1.33:1

Aus der Amazon-Redaktion

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Im April 1990 begann eine neue Zeitrechnung im Bereich der Fernsehserienunterhaltung: David Lynch und Mark Frost schufen mit Twin Peaks einen Meilenstein, der auch heute noch keinen Vergleich zu scheuen braucht.

Obwohl die Serie von Anfang an von Kritikern gefeiert wurde und praktisch sofort auf eine eingefleischte Fangemeinde zurückgreifen konnte (die beinahe hysterisch jede neue Folge herbeisehnte), blieb der Serie der große kommerzielle Erfolg versagt. Sowohl in den USA als auch in Deutschland tat man sich bei den ausstrahlenden Sendern schwer Twin Peaks einzuordnen und entsprechend zu programmieren. Dieser Umstand und die für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Struktur der Serie, führten schließlich zum vorzeitigen Aus nach nur 2 Staffeln. Im Rückblick kann man Twin Peaks zweifelsohne zu den einflussreichsten Fernsehserien aller Zeiten zählen und nach vielen langen Jahren des Wartens ist nun endlich auch die zweite Staffel auf DVD erhältlich.

Hauptdarsteller der Geschichte ist eine kleine, verschlafene Stadt im äußersten amerikanischen Nordwesten. Als eines Tages die Leiche von Laura Palmer (Sheryl Lee) am Flußufer gefunden wird, dringt von außen der Protagonist der Serie in Erscheinung. FBI-Agent Cooper (Kyle MacLachlan) wird uns, den Zuschauer, bei der Hand nehmen und durch die nächsten 14 Tage führen. Er ist mit der Aufklärung des Mordes befasst und durch seine Augen lernen wir die Stadt und ihre Einwohner kennen. Diese zunächst skurrile, schon bald jedoch zunehmend beunruhigende Reise, führt uns tief in einen undurchschaubaren Sumpf aus Intrigen und Geheimnissen, bis wir auf dem Boden menschlicher Abgründe angelangen.

Die Faszination, die von Twin Peaks ausgeht, lässt sich schwer beschreiben. Es beginnt bei der Struktur. Jede Episode beschreibt einen Tag in der chronologischen Schilderung der Aufklärung des Mordes an Laura Palmer. Dabei fungiert der Mord, und damit auch der gesamte Krimiplot, jedoch als klassischer „McGuffin“, dient also nur einem höher geordneten Ziel. Es geht um die Zustandsbeschreibung einer Stadt, einem organischen Gebilde also, und dem was sich unter der Oberfläche, hinter dem sichtbaren Netzwerk, der Infrastruktur, verbirgt. Wir dringen systematisch in die zwischenmenschlichen Beziehungen der Bewohner ein, begreifen erst allmählich versteckte Zusammenhänge und landen beinahe notgedrungen schließlich im Wald, in der Dunkelheit, dort wo Raum und Zeit keine Rolle mehr spielen.

Die Serie verbindet und benutzt ausgesprochen kunstvoll unterschiedliche Genreelemente. Das Figurenarsenal wird in bester Soap Opera Tradition ausgebreitet, der zentrale Erzählstrang ist ein Krimiplot und die Auflösung zerfasert zusehends in ein übernatürliches Drama. Das aussergewöhnlichste ist vielleicht die schlafwandlerische Balance zwischen der irritierenden Atmosphäre, unterstützt vom großartigen Soundtrack Angelo Badalamentis, und dem leichtfüßigen Humor, zwischem der zitatenhaften Hommage an unterschiedlichste Erscheinungsformen der Popkultur und dann wieder vollkommen originären Handlungselementen. David Lynch und Mark Frost ist dieses eine singuläre Ereignis gelungen von dem jeder engagierte Fernsehmacher träumt. Ein zeitloses Meisterwerk. Thomas Reuthebuch

Movieman.de
Schon Badalamentis Musik im Vorspann jagt mehreren Generationen von Cineasten eine Gänsehaut über den Rücken, dabei handelte es sich bei "Twin Peaks" um eine TV-Serie. Jedenfalls oder gerade weil Ausnahmeerscheinung David Lynch dadurch ein riesiges Publikum erreichen konnte, ist und bleibt dieser Serienklassiker der Superlative ein Meilenstein, an den wahrscheinlich kaum jemals etwas heranreichen wird. Es sei denn natürlich die Filmprojekte von David Lynch, dessen letzter Streich "Inland Empire" ja nun endlich auch in die deutsche Sichtweite rückt. Fazit: Meilenstein!

Moviemans Kommentar zur DVD: Optisch bietet das DVD-Set saftige aber häufig auch übersättigte Farben und passable Schärfewerte. Mit Rauschen und Kontrasten sieht es nicht ganz so gut aus. Das ist auch akustisch der Fall, denn die Monoversionen klingen recht sperrig und das Original zeigt nicht, was das Format drauf gehabt hätte. Auf Extras muss der Fan verzichten.

Bild: Zwar trübt leichtes Rauschen das Bild immer mal wieder etwas ein, prinzipiell aber vermögen das die satten Farben locker wieder auszugleichen. Ihre Bandbreite ist groß und sie spricht ein warmes Vokabular, was aber nicht verhindern kann, dass Hautfarben bisweilen etwas zu stark rosa ausfallen (Gesicht und Glatze, 00:04:11 oder Dame, 00:21:39, DVD 1) oder ein Lippenstift grell in Neon überstrahlt (00:22:28 oder rotes Hemd, 01:43:14, DVD 2). Auch die Schärfedarstellung gestaltet sich sehr präzise, so dass im Detail sogar äußerst feine Strukturen von Oberflächen auszumachen sind (Telefonhörer, 00:04:07, DVD 1). Artefakte wie Flimmern von zarteren Linienführungen lassen sich immer wieder entdecken (Stirnseite des Hauses, 00:21:21, DVD 1), fallen aber nicht tragisch aus. Auffallender gestalten sich die etwas groben Kontrastwerte, die zu Überbelichtungen neigen (Fenster, 00:22:05, DVD 1) oder das etwas nervöse Rauschen, das hin und wieder sogar auf Gesichtern Platz findet (Gesicht, 00:14:30 oder Himmel hinter Ampel, 00:14:36, DVD 2). Insgesamt aber gibt sich die TV-Serie optisch noch ganz gut erhalten und vor allem farbstark.

Ton: Nur die Originalfassung sieht sich mit einem DD 5.1 Surroundmix ausgestattet, während deutsche, italienische und spanische Version mit deutlich weniger auskommen müssen. Die drei Monofassungen fallen dabei vor allem in ihrem sprachlichen Volumen sehr unterschiedlich aus und beinhalten zudem natürlich keinerlei räumliche Momente. Während deutsche und italienische Synchronisation recht unvoluminiert und dünn gestaltet sind, gibt sich die spanische Fassung sprachlich so überdeutlich und platt voluminiert, dass es fast eher plärrend unangenehm ist (Dialog, 00:23:40, DVD 1). Das Original hingegen bietet da schon deutlich mehr Facetten, die sich aber häufig nicht gerade motiviert auf die Seiten übertragen. Bisweilen fällt der linke Kanal gar ganz aus. Aus dem Hintergrund darf nicht viel mehr erwartet werden als ab und an eine leise aber stimmungsvolle Musikuntermalung oder ein sanfter Effekt.

Extras: Zum Set gehören leider keinerlei Extras. --movieman.de

MovieGod.de
Die Serie: Agent Cooper erhält Besuch von einem Riesen, Audrey Horne sucht sich einen Job und wir erfahren, wer Laura Palmer umgebracht hat.

Die DVD: Der Klarsichtschuber der ersten Staffel ist nun einem simplen Pappschuber gewichen, der die drei Discs in einer nett gemachten Pappverpackung beherbergt. Ein Booklet oder Werbeflyer gibt es nicht.

Nach Einlegen der Disc und Auswählen der Sprache geht es ins schlichte, nicht animierte Menü.

Das Bild: Im Unterschied zur ersten Staffel fallen zunächst mal die starken Farben und der auf den ersten Blick höhere Kontrast auf.

Leider gibt es auch ein Mehr an Farbrauschen, ebenso wie gelegentliche Dropouts. Beides bleibt aber in erträglichen und gemessen am Alter der Serie nachvollziehbaren Ausmaßen. Stärker fällt der Kontrast auf, der sich beim zweiten Hinsehen als sehr steil erweist. Dunkle Szenen bieten wenige Details - was aber weitaus weniger ins Gewicht fällt, als man meinen sollte - und helle Szenen neigen zum Überstrahlen.

Weitere Bildfehler, die den Gesamteindruck nicht vermiesen können, der Vollständigkeit halber aber dennoch erwähnt werden sollen, sind selten auftretendes Zeilenflimmern und Helligkeitsrauschen. Zudem fiel im Test ein Fall von Unschärfe (Episode 8 1:01:07) und eine sehr deutliche Doppelkontur (Episode 15, 4:10) auf - beides könnte durchaus auf das Konto des Quellmaterials gehen.

Die Schärfe ist ansonsten jedoch weitgehend über jeden Zweifel erhaben.

Angesichts der Vorlage ein ordentliches Bild, das vor allem Dank seiner Farbstärke auch im Vergleich zur ersten Staffel überraschend lebendig wirkt.

Der Ton: Der Ton gibt sich unspektakulär und frontlastig, mit vereinzelten Ausreißern in den Raum.

Die deutsche 2.0-Spur bleibt dabei deutlich flacher als der englische 5.1-Ton und bringt vor allem die Dialoge wenig subtil hervor. Der Originalton gefällt nicht nur mit einem ausgewogenem Frontpanorama, sondern bringt auch gelegentlich die Surrounds ins Spiel, sei es mit einem von Angelo Badalamentis umwerfenden Musikstücken, Donnerschlägen bei Gewitter oder ähnlichen Umgebungsgeräuschen, wo der Subwoofer dann auch gleich ordentlich einstimmen darf.

An die Kanaltrennung sollten allerdings niedrige Erwartungen gesteckt werden. Wirklich direktionale Effekte gibt es keine, und auch die Dialoge übersprechen schon mal etwas vom Center in die Frontkanäle.

Für heutige Verhältnisse eigentlich eine lahme Tonkulisse, aber zumindest im Original gut genug, um die schaurig-schöne Atmosphäre der Serie zu transportieren.

Fazit: Was soll ich sagen? Nach drei Jahren Wartezeit ist sie nun da, zumindest die erste Hälfte.

Es gibt keinen triftigen Grund, nicht zuzuschlagen.

Felix „Flex“ Dencker