Der Erlöser
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- Veröffentlicht am: 2008-08-13
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Broschiert
- 512 Seiten
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Der Erlöser hat den falschen erschossen. Aus Kroatien ist der Berufskiller mit dem verharmlosend zynischen Namen, der eigentlich Stankic heißt, nach Oslo gekommen, um Jon Karlsen von der Heilsarmee ins Jenseits zu befördern. Stattdessen erledigt er dessen Bruder Robert, der ebenfalls als Offizier bei der Heilsarmee tätig ist. Durch einen dummen Zufall bemerkt Stankic seinen Irrtum jedoch noch vor der Rückkehr nach Zagreb. Er bleibt, um den Auftrag doch noch zu erledigen. Schließlich will er sich mit dem Honorar zur Ruhe setzen.
In der Folge hat Hauptkommissar Harry Hole alle Hände voll zu tun, um den Mordfall zu klären und Jon zu schützen. Stück für Stück entdeckt der Polizist die dunklen Flecken in dessen Vergangenheit. Dann macht der Erlöser, inzwischen durch die Verfolger seiner finanziellen Mittel beraubt, immer neue Fehler. Grausame Morde pflastern seinen Weg, Jon verschwindet spurlos, eine atemlose Jagd gegen die Zeit beginnt. Am Ende ist plötzlich alles anders, als es der Leser die ganze Zeit erwartet hat -- und auch anders, als man es von einem gesetzestreuen Kommissar erwartet hätte.
Bei längerem Nachdenken ist am Ende nicht alles ganz logisch in Der Erlöser des norwegischen Bestseller-Autors Jo Nesbø. Aber das macht überhaupt nichts. Denn der Thriller kommt derart atemberaubend daher, dass man sich über derlei Kleinigkeiten gar nicht aufregen wird. Der Erlöser ist ein kleines Meisterwerk der Krimi-Kunst, spannend bis zur letzten Seite. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
kulturnews.de
Dass Harry Hole ein Querulant ist, ein Eigenbrödler, einer, der ein Problem mit Autoritäten hat - das wissen Leser der bisherigen Bände über den Osloer Kommissaren schon. Daran ändert sich auch im sechsten Buch nichts, in dem Harry endgültig von seiner Freundin Rakel getrennt ist, sich mit seinem neuen Chef anlegt und wieder einmal seiner Alkoholsucht erliegt. Darüber hinaus konstruiert der Norweger Jo Nesbø in "Der Erlöser" einen absolut gelungen Kriminalfall: Kurz vor Weihnachten wird ein Offizier der Heilsarmee auf offener Straße von einem kroatischen Auftragskiller hingerichtet. Doch der Täter hat einen Fehler gemacht und den falschen Mann umgelegt. Es beginnt eine doppelte Verfolgungsjagd - Harry Hole heftet sich an die Fersen des Killers, während der sein eigentliches Opfer verfolgt. Nesbø schreibt gewohnt temporeich und einfühlsam, lässt einzelne Handlungsstränge geschickt ineinanderfließen und sorgt so für einen konstant spannenden Plot. Das Ende ist zwar nicht wirklich überraschend - aber das ist bei der grandiosen Story letztlich fast egal. (jul) kulturnews.de
Pressestimmen
"Jo Nesbø schreibt nicht einfach Krimis unter einem Epos macht er s nicht, und immer haben seine Geschichten gesellschaftliche Relevanz. Nebenbei lesen sie sich großartig." (Brigitte)
Kundenrezensionen
Spannung und (!) Lesegenuss für Liebhaber nordländischer Kriminalkommissar-Melancholie.
Das Umschlagklappen-Zitat von Anne Holt kann ich guten Gewissens unterzeichnen. In Sachen Skandinavien-Krimis dieser Krimi ein ab-so-lutes (!) Highlight. Trüb- bis tiefsinnig skandinavische Melancholie prägt die Handlung. Ein Hauptkommissar, der alles andere als "einfach gestrickt" und dennoch sympathisch wie kaum ein anderer ist. Ein Mörder, der bereits entlarvt, dennoch kaum zu fassen ist um nicht zu sagen (spoilern!): Ein Unsichtbarer. Schließlich noch die Opfer, die als Figuren in einem undurchsichtigen Spiel langsam Konturen gewinnen, jedoch ebenso schnell "erlöst" werden. Sie alle haben etwas mit der Heilsarmee, oder deren Realitäten (Immobilien und Finanzen) zu tun.
Aber es ist besser Sie wissen vorher so wenig wie möglich über den Verlauf der Handlung. "Der Erlöser" ist nun wirklich kein Krimi, bei dem man anfangs auch nur irgendetwas ahnt, noch vorhersehen kann.
Nicht zuletzt eine etwas ausführliche Bemerkung zum "Leseerlebnis". Dieser Autor, also Joe Nesboe, besitzt das seltene Talent den Leser so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass man - mitten im Sommer! - beinahe anfängt zu frösteln. So eindrücklich schildert er die Kälte, die zur Zeit der Handlung von "Der Erlöser" in Oslo das Geschehen prägt. Genauso eindrücklich erinnere ich mich noch - nach weit mehr als einem Jahr - an den Vorgänger-Roman "Das fünfte Zeichen". Damals spielte die Handlung im Sommer - und die Bilder sich bei mir eingebrannt haben, zeigen mir noch immer eine Szene, die sich auf einer heißen Dachterrasse abspielt.
In "Der Erlöser" herrscht jedenfalls eisige Kälte vor. Nicht nur in der Stadt! Auch zwischen Harry Holes neuem Chef und ihm herrscht eine Art Eiszeit. Dabei hat Harry seine Trennung von Rakel (die man nun getrost als "Ex" bezeichnen darf) beinahe schon verarbeitet. Alkohol spielt zwar auch noch eine Rolle in seinem Leben, aber meist nur, wenn er bei den AA's über seine Vergangenheit redet. Oder wenn er mit seinem Ex-Chef, dem sympathischen Bjarne Moeller zu tun hat.
(Achtung! Die Handlung knüpft einige Monate nach den Geschehnissen von "Das fünfte Zeichen" an. Es ist aber nicht zwingend notwendig diesen Vorgänger-Roman zu kennen. Nur wenn Sie "Den Erlöser" gelesen haben, ist die Spannung für "Das Fünfte Zeichen" vermutlich futsch.)
Joe Nesboe erschuf wieder einmal einen Norwegischen Kriminalroman von Gottes Gnaden, der genau diese Bezeichnung verdient. Es handelt sich tatsächlich um einen Krimi UND um einen Roman. Spannender Lesegenuss für Fans der norwegischen oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker.
Die aktuell komplette Harry Hole-Serie erschien in der folgenden Reihenfolge:
Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Schneemann (soeben "Gebunden" erschienen)
Nesbøs bester Hole - bislang
Mit diesem Buch setzt sich Nesbø einen neuen Maßstab. Waren seine Romane bisher mal sehr gut, mal eher mäßig, so hat er sich nun eindeutig übertroffen und ein Meisterwerk vorgelegt.
In Oslo wird ein junger Mann erschossen. Sehr schnell bemerkt der Auftragsmörder, dass er den Falschen erwischt hat und bricht nicht zu seinem Rückflug auf. Schnell kommt Harry Hole dem Täter auf die Spur und ein Wettrennen beginnt.
Extrem spannend beschreibt Nesbø den nunmehr fünften Roman des schwierigen Kommissars Harry Hole. Sprachlich konnte man Nesbø nie etwas vorwerfen, in manchen Romanen fehlte es ihm an der nötigen Spannung. Aber hier stimmt einfach alles, der Ton, das Tempo, die Charaktere. Wenn er in diesem Stil weitermacht - was ich natürlich hoffe -, dann wird er einen Platz unter den Top-Autoren aus Skandinavien einnehmen.
Spannender Lesegenuss für Fans der norwegisch oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker!
Das Zitat von Anne Holt kann ich guten Gewissens unterzeichnen. In Sachen Skandinavien-Krimis ist der "neue Nesboe" ein _ab-so-lutes_ Highlight. Trüb- bis tiefsinnig skandinavische Melancholie prägt die Handlung. Ein Hauptkommissar, der alles andere als "einfach gestrickt", und trotzdem sympathisch wie kaum ein anderer ist. Ein Mörder, der bereits entlarvt, dennoch kaum zu fassen ist um nicht zu sagen (spoilern!): Ein Unsichtbarer. Schließlich noch die "Opfer", die als Figuren in einem undurchsichtigen Spiel langsam Konturen gewinnen, aber ebenso schnell "erlöst" werden. Sie alle haben etwas mit der Heilsarmee, oder deren Realitäten (Immobilien und Finanzen) zu tun. -
Aber es ist besser Sie wissen vorher so wenig wie möglich über den Verlauf der Handlung. "Der Erlöser" ist nun wirklich kein Krimi, wo man anfangs auch nur irgendetwas ahnt, noch vorhersehen kann.
Nicht zuletzt eine etwas ausführliche Bemerkung zum "Leseerlebnis". Dieser Autor, also Joe Nesboe, besitzt das seltene Talent den Leser so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass man - mitten im Sommer! - beinahe anfängt zu frösteln. So eindrücklich schildert er die Kälte, die zur Zeit der Handlung von "Der Erlöser" in Oslo das Geschehen prägt. Genauso eindrücklich erinnere ich mich noch - nach weit mehr als einem Jahr - an den Vorgänger-Roman "Das Fünfte Zeichen". Damals spielte die Handlung im Sommer - und die Bilder sich bei mir eingebrannt haben, zeigen mir noch immer eine Szene, die sich auf einer heißen Dachterrasse abspielt. - - - In "Der Erlöser" herrscht eine eisige Kälte vor. Nicht nur in der Stadt, weil tiefster Winter! Auch zwischen Harry Holes neuem Chef und ihm herrscht eine Art Eiszeit. Dabei hat Harry seine Trennung von Rakel (die man nun getrost als "Ex" bezeichnen darf) beinahe schon verarbeitet. Alkohol spielt zwar auch noch eine Rolle in seinem Leben, aber meist nur, wenn er bei den AA's über seine Vergangenheit redet. Oder wenn er mit seinem Ex-Chef, dem sympathischen Bjarne Moeller zu tun hat.
(Achtung! Die Handlung knüpft einige Monate nach den Geschehnissen von "Das Fünfte Zeichen" an. Es ist aber nicht zwingend notwendig diesen Vorgänger-Roman zu kennen. Nur wenn Sie "Den Erlöser" gelesen haben, ist die Spannung für "Das Fünfte Zeichen" vermutlich futsch.)
Joe Nesboe erschuf wieder einmal einen Norwegischen Kriminalroman von Gottes Gnaden, der genau diese Bezeichnung verdient. Es handelt sich tatsächlich um einen Krimi UND um einen Roman. Spannender Lesegenuss für Fans der norwegisch oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker!



