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Ein König für Deutschland

Ein König für Deutschland
Von Andreas Eschbach

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  • Amazon-Verkaufsrang: #391 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2009-09-15
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 491 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Vincent Wayne Merrit, ein US-Amerikaner deutscher Abstammung, kann vielem widerstehen, aber keiner Herausforderung, seine Fähigkeiten als Programmierer unter Beweis zu stellen. Auch nicht, als er im Herbst 2000 beauftragt wird, mal eben ein Programm zu schreiben, mit dem man über Wahlcomputer abgegebene Stimmen fälschen könnte. Nur ein Prototyp, heißt es, zu Studienzwecken. Noch ahnt niemand, dass den USA die umstrittensten Präsidentschaftswahlen aller Zeiten bevorstehen. Kommt Vincents Programm zum Einsatz, um George W. Bush an die Macht zu bringen? Vincent weiß es nicht, aber die Hinweise mehren sich.
Acht Jahre später wird Vincent erpresst, noch einmal ein solches Programm zu schreiben. Um sich abzusichern, schickt er alles heikle Material nach Deutschland, zu seinem Vater Simon König. Bloß versteht der nichts von Computern und begreift deshalb erst, als er mit ein paar jungen Computerfreaks und Wahlcomputergegnern zusammenkommt, was das alles bedeutet. Gemeinsam entwickeln sie den Plan, eine Partei zu gründen, damit die Wahlen zu gewinnen und auf diese Weise die Gefährlichkeit von Wahlmaschinen zu entlarven. Und was könnte absurder sein als eine Partei zur Wiedereinführung der Monarchie? Es kommt, wie es kommen muss: Simon König gewinnt. Doch warum den Schwindel aufdecken? Warum nicht wirklich König von Deutschland werden?

Klappentext
Vincent Wayne Merrit, ein US-Amerikaner deutscher Abstammung, kann vielem widerstehen, aber keiner Herausforderung, seine Fähigkeiten als Programmierer unter Beweis zu stellen. Auch nicht, als er im Herbst 2000 beauftragt wird, mal eben ein Programm zu schreiben, mit dem man über Wahlcomputer abgegebene Stimmen fälschen könnte. Nur ein Prototyp, heißt es, zu Studienzwecken. Noch ahnt niemand, dass den USA die umstrittensten Präsidentschaftswahlen aller Zeiten bevorstehen. Kommt Vincents Programm zum Einsatz, um George W. Bush an die Macht zu bringen? Vincent weiß es nicht, aber die Hinweise mehren sich ... Acht Jahre später wird Vincent erpresst, noch einmal ein solches Programm zu schreiben. Um sich abzusichern, schickt er alles heikle Material nach Deutschland, zu seinem Vater Simon König. Bloß versteht der nichts von Computern und begreift deshalb erst, als er mit ein paar jungen Computerfreaks und Wahlcomputergegnern zusammenkommt, was das alles bedeutet. Gemeinsam entwickeln sie den Plan, eine Partei zu gründen, damit die Wahlen zu gewinnen und auf diese Weise die Gefährlichkeit von Wahlmaschinen zu entlarven. Und was könnte absurder sein als eine Partei zur Wiedereinführung der Monarchie? Es kommt, wie es kommen muss: Simon König gewinnt. Doch warum den Schwindel aufdecken? Warum nicht wirklich König von Deutschland werden?

Über den Autor
Andreas Eschbach, geb. 1959 in Ulm, studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Software-Entwickler. Er lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau an der französischen Atlantikküste.


Kundenrezensionen

Ein richtiger Eschbach4
"Ein König für Deutschland" ist ein richtiger Eschbach - im Guten wie im Schlechten. Plastische Charaktere, geniale Ideen, brilliante Schreibe - aber eben auch Logikfehler, Plotlöcher und ein eher schwaches Ende. Wie das eben bei den meisten seiner Bücher der Fall ist.

Eschbachs Schreibstil ist wie gewohnt nahezu perfekt. Selbst banalste Szenen kommen so glaubhaft und dreidimensional rüber, wie das kaum ein anderer Autor in dem Genre schafft. Die Grundideen des Romans sind originell, herrlich bescheuert, jedoch brilliant umgesetzt.

Die ersten 3/4 des Buches wären sicher 5 Sterne wert gewesen. Leider geht zum Schluss immer mehr die Luft raus - zudem verheddert sich die Handlung in seltsamen Ungereimtheiten, längst bekannte Charaktere agieren auf einmal völlig unglaubhaft und man weiß nicht genau, ob man jetzt noch einen spannenden Thriller oder einfach nur eine Komödie liest. Die größte Enttäuschung war für mich das völlige Fehlen eines dramatischen Showdowns, obwohl die Handlung geradezu danach schreit.

Am Schluss bleibt das Gefühl eines grandiosen Buches, aus dem man noch viel, viel mehr hätte machen können.

Fesselnd, aber leider nicht völlig überzeugend3
Eschbach gelingt es wie kaum einem anderen deutschen Autor echte Page-Turner zu schreiben. Auch "Ein König für Deutschland" gehört in diese Kategorie. Die Handlung ist fesselnd und man will das Buch kaum noch aus der Hand legen. Selbst das ganze Computerfachchinesisch im ersten Teil des Romans weiß Eschbach so gekonnt an den Mann zu bringen, dass es nicht langweilt.
Über den Handlungsstrang will ich eigentlich gar nicht allzu viel sagen, da zu umfassende Informationen viele der überraschenden Wendungen vorwegnehmen würden. Vielleicht nur soviel: Das Thema ist spannend und höchst aktuell.

Trotz all dieser positiven Aspekte weiß der Roman leider nicht völlig zu überzeugen.
Auf das nicht wirklich überzeugende Ende ist von einigen Mitrezensenten bereits hingewiesen worden. Zudem stört mich auch die zuweilen schlampige Recherchearbeit des Autors. So sind die Verhältnisse im deutschen Schulsystem doch ziemlich weltfremd und oftmals auch falsch dargestellt. Auch im Hinblick auf die politischen Verhältnisse in Deutschland offenbart der Autor eine große Ahnungslosigkeit.
Ärgerlich fand ich aber insbesondere die Figur des Simon König, der zuweilen als beinahe allwissende historisch-politische Instanz dargestellt wird, dann aber erschreckend ahnungslos dahinplaudert und im Endeffekt doch alle Zuhörer zu überzeugen weiß. Das ist tatsächlich sehr wenig überzeugend.

Fazit: So bleibt ein wirklich spannender Roman von hoher Aktualität, der aber einige unübersehbare Schwächen offenbart. Deshalb gibt es von mir "nur" 3 Sterne.

PS: Nach einer Entscheidung über die Verfassungswidrigkeit des Einsatzes von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 wird bei den Wahlen im laufenden Jahr wieder ausschließlich mit Papier und Kugelschreiber gewählt.

Nicht das Beste Stück von Eschbach4
Als Eschbach Fan habe ich das Buch natürlich innerhalb weniger Tage verschlungen. Vom anfänglichen Entusiasmus über die, wie immer, gute Recherche der Tatsachen und Aufklärung in Richtung Wahlmaschinen, folgt die spekulative Verarbeitung der Bush-Wahlsiege. Zugegeben - eine sehr interessante und nicht übertriebene Fassung der Ereignisse in den USA, die, schaut man sich mal die tatsächlichen Ereignisse an, durchaus in ähnlicher Form stattgefunden haben könnten.

Dann aber haktŽs. Immer wieder blitzt Genialität auf, die dann aber leider wieder durch Seitenschinderei zunichte gemacht wird. Dass die Geschichte trotzdem solide und überdurchschnittlich bleibt, dafür sorgt allein schon das Thema. Monarchie für Deutschland, geht das überhaupt? Und wie Eschbach schlüssig aufzeigt - ja, es würde tatsächlich gehen. Aber nicht so.

Für mich nicht das stärkste Buch von Eschbach, wenn man mit seinen Werken "Ausgebrannt" oder "Der letzte seiner Art" vergleicht. Für den allgemeinen Markt immer noch eines der besseren Bücher. Deshalb "nur" 4 Sterne.