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Nahes und Fernes Unglück. Versuch über das Mitleid

Nahes und Fernes Unglück. Versuch über das Mitleid
Von Henning Ritter

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  • Amazon-Verkaufsrang: #276165 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2005-03
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 223 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Henning Ritter begibt sich in seinem Essay auf die Suche nach den Anfängen der Ungewißheit über unsere moralische Zukunft. Er macht uns dazu vertraut mit einigen Figuren und Gedankenspielen von Balzac, Diderot und Rousseau, die einzig dazu ersonnen wurden, auf die moralischen Verwirrungen zu reagieren, die uns in der Moderne abverlangt werden: ein Mandarin in Peking, dessen Vermögen dem zufallen soll, der ihn über riesige Entfernung hinweg und durch bloße Willenskraft tötet; ein Philosoph, der sich die Ohren verstopft, damit er die Schreie des Unglücklichen nicht hört, der unter seinem Fenster ermordet wird. Bis hin zu Dostojewski, Freud und Jünger zieht sich die Spur dieser und anderer agents provocateurs der Moral, die uns auf die Probe stellen. Sind wir in einer globalisierten und kommerziell organisierten Welt dazu fähig, das Mitleid mit dem Leiden der Welt auszudehnen, oder zerfällt unser Ethos in eines für das nahe und eines für das ferne Unglück?

Über den Autor
Henning Ritter ist seit vielen Jahren Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und dort für das Ressort "Geisteswissenschaften" verantwortlich. Er hat u.a. vorgelegt: Die Fassaden am East River. Erbschaft unserer Zeit (Suhrkamp 2000); Der lange Schatten (Insel 1992).