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Plastic Beach

Plastic Beach
Gorillaz

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Produktbeschreibung

titolo-plastic beachartista-gorillaz etichetta-emin. dischi1data5 marzo 2010supportocd audiogenerepop e rock internazionale---- brani1.orchestral intro 2.welcome to the world of the plastic beach (feat. snoop dogg) 3.white flag (feat. kano and bashy) 4.rhinestone eyes 5.stylo (feat. bobby womack and mos def) 6.superfast jellyfish (feat. gruff rhys and de la soul) 7.empire ants (feat. little dragon) 8.glitter freeze (feat. mark e. smith) 9.some kind of nature (feat. lou reed) 10.on melancholy hill 11.broken 12.sweepstakes (feat. mos def) 13.plastic beach (feat. mick jones and paul simonon) 14.to binge (feat. little dragon) 15.cloud of unknowing (feat. bobby womack) 16.pirate jet

Titelliste

  1. Orchestral (Into)
  2. Welcome To The World Of The Plastic Beach
  3. White Flag
  4. Rhinestone Eyes
  5. Stylo
  6. Superfast Jellyfish
  7. Empire Ants
  8. Glitter Freeze
  9. Some Kind Of Nature
  10. On Melancholy Hill
  11. Broken
  12. Sweepstakes
  13. Plastic Beach
  14. To Binge
  15. Cloud Of Unknowing
  16. Pirate Jet
  17. Keine Titelinformation (Data Track)

Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #3476 in Musik
  • Veröffentlicht am: 2010-03-05
  • Erscheinungsdatum: 2010-03-05
  • Anzahl Disks: 1
  • Abmessungen: .10 Pfund

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Es geschieht nur sehr selten, dass eine musikalische Neuerscheinung zugleich ein Abschied ist und eine Rezension auch ein Nachruf. So wie hier im Falle der Band Gorillaz, die mit Plastic Beach nicht nur ihr drittes Album herausbringt, sondern leider auch ihr letztes. Damon Albarns Spiel virtueller Bandmitglieder in Kombination mit echten Ikonen der Popkultur ist auf lange Sicht am Ende angekommen. Freuen dürfen wir uns dagegen an insgesamt drei grandiosen Konzept-Alben, darunter Plastic Beach, dem jüngsten und vielleicht konsequentesten! Hier haben Damon Albarn und seine Comic-Charaktere nochmals ganze Arbeit geleistet, indem sie ein Großaufgebot an “Dinosauriern“ für ihre Reise durch Pop, Rap, Dub, Soul und Elektronik verpflichtet haben, darunter Bobby Womack, Lou Reed, Snoop Dog, Mos Def und De La Soul. Damon Albarns Konzept lebt aus musikalischen Widersprüchen und Gegensätzen, weshalb Plastic Beach auch weitaus weniger nach ‘Plastik‘ klingt, als der Titel uns glauben macht. Dafür sorgt schon allein Arrangeur und Dirigent André de Ridder mit seinem großartigen Viva Orchester. Und auch das libanesische Nationalorchester Arabischer Musik und Mitglieder des Hypnotic Brass Ensemble aus Chicago bereichern das Klangpuzzle dieses Gesamtkunstwerks mit echtem Jazz- und Weltmusik-Feeling. Plastic Beach ist ein geistreiches und hochprozentiges Destillat digitaler Nerd-Kultur, ein hörbarer Beweis, was sich im Studio aus den Beiträgen einzelner Zulieferer alles machen lässt. Kein einziger Song auf diesem Album, der sich beispielsweise wie die jeweilige Geschmacksrichtung einer Kugel Eis beschreiben ließe, denn in jedem einzelnen Stück steckt die Vielfalt einer ganzen Eisbombe. Das wirklich Bemerkenswerte dieses Albums liegt nicht in den fiktiven Biographien ihrer Comic-Mitglieder, wie etwa Bassist Murdoc und seiner Flucht vor der Finanzkrise zum “Point Nemo.“ Wohl aber im genieverdächtigen musikalischen Gespür, hörbar in Songs, wie “Some Kind Of Nature“, in dem Damon Albarn den Gesang Lou Reeds -selten so gebrechlich und anrührend wie hier- mit dem fröhlich-quäkigen Sound eines Spielzeugkeyboards kombiniert! Neben der CD-Standardversion mit 16 Tracks ist auch eine Special-Edition von Plastic Beach erhältlich, die zusätzlich eine DVD mit einer Dokumentation enthält. - Andreas Schultz

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Die Endzeit naht und Damon Albarn kreiert mit seinen Comic-Helden ein Gorillaz-Album namens "Plastic Beach", das den Soundtrack zu einer Gesellschaft entwirft, wie wir sie noch nicht kennen. Inzwischen beschäftigt sich der Feuilleton mit diesem Phänomen: Vier Zeichentrickfiguren, die selbst nicht in der Lage sind Musik zu machen, aber regelmäßig Platten veröffentlichen. Blur-Frontmann Damon Albarn hat mit den Gorillaz eine transzendente Band erschaffen und versteckt sich seit zehn Jahren hinter diesem Konzept, das kaum jemand versteht - auch wenn der Schöpfer all dessen einzig den Entertainment-Faktor in den Mittelpunkt stellt, ändert sich dies spätestens jetzt: Mit ihrem dritten Album "Plastic Beach" erschaffen die Gorillaz den Abgesang auf das Abendland und kreieren ein zivilisatorisches Bild, das gezeichnet ist von Schrott und Schutt aller Art.

Albarns Protagonisten Sänger 2D, Bassist Murdoc Niccals, Gitarristin Noodle und Drummer Russel Hobbs finden sich auf einer Insel namens Point Nemo wieder - ein gigantisches Kontrollzentrum, das von seiner Funktionsweise her an das Hauptquartier der Thunderbirds erinnert. Weit entfernt vom zivilen Festland ist das Geschehen hier mehr oder weniger von Murdocs Launen bestimmt, der kurzerhand eine Cyborg-Version seiner Kollegin und Gitarristin Noodle entwirft und damit eine ganze Armee erschaffen will. Der Rest der Band hat sich vom aktiven Leben zurückgezogen und so lässt Murdoc gegen Mitte des Albums verlauten: "I'm the one/ No one else". Einsamkeit gepaart mit Führungsanspruch ist das Ergebnis.

Hier beginnt und endet "Plastic Beach" - eine Diktatur, die keine ist, weil der Herrscher niemanden hat, den er beherrschen kann. Musikalisch wird Albarn dieser verrückten Situation gerecht, indem er alle Genres verwurstet, die die Musikgeschichte zu bieten hat: Es fängt mit reinster Klassik an, gefolgt von minimalen Hip Hop, 2Step, Indierock, Punk und ganz Ende einer großen Pop-Ballade. Zu viel für einige Kritiker, die bereits vor Veröffentlichung die Facettenvielfalt kritisierten, obschon nichts anderes zum wilden Szenario passen würde. Zudem fasziniert Albarn mit einer Reihe Gastsänger, deren Zusammensetzung ähnlich viele Rätsel aufgibt, wie es die Musik unweigerlich tut.

Angefangen bei Snoop Dog über Mos Def, plärrt plötzlich Mark E Smith drauflos und wenn dann noch Lou Reed ins Geschehen eingreift, ist die Verwirrung komplett. Doch wie durch Geisterhand ergibt diese wilde Mischung Sinn - schließlich ist Bassist Murdoc Niccals nach Ansicht seines Schöpfers Damon Albarn nicht in der Lage zu singen und hat parallel kein Interesse daran, seinem Sidekick Sänger 2D den Vortritt zu lassen. Gäste, Konzepte und Genres soweit das Auge reicht, lassen "Plastic Beach" zum bislang ambitioniertesten und zugleich krudesten Werk der Gorillaz werden. Eine Antwort zu finden, ob das nun der totale Mumpitz ist oder die hohe Kunst der Musik, bleibt jedem selbst überlassen. So oder so verdient Damon Albarn Respekt: Mehr als "Plastic Beach" kann man von einem Album nicht erwarten.