Die fetten Jahre sind vorbei
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Produktbeschreibung
Jan, Peter und Jule sind drei rebellische junge Außenseiter. Der eigenbrötlerische Jan verspürt eine tiefe Wut auf eine ungerechte Welt, sein Mitbewohner Peter teilt dieses Gefühl, nur weniger verbissen. Gemeinsam sind sie "Die Erziehungsberechtigten" und stören mit subversiven Aktionen die Hochsicherheitszonen der Reichen. Ihre Botschaft an den Geldadel lautet: "Die fetten Jahre sind vorbei". Als Peters Freundin Jule wegen Überschuldung bei den beiden in der WG einziehen muss, weiß sie zunächst von den nächtlichen Einbrüchen nichts.
Doch als Jan und Jule sich rettungslos und ohne Peters Wissen ineinander verlieben, weiht Jan sie in das Geheimnis ein. Jule überredet Jan zu einer riskanten Aktion. Doch im Übermut unterläuft ihnen ein folgenschwerer Fehler. Sie rufen Peter zu Hilfe und aus den drei Erziehungsberechtigten werden unversehens drei Entführer. Auf einer einsamen Hütte in den Bergen kommt es zu einer Konfrontation zwischen den drei Idealisten und der Generation an der Macht in Gestalt des Topmanagers Hardenberg. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Konfrontation eine
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #2761 in DVD
- Marke: Universum
- Erscheinungsdatum: 2005-08-08
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
- Formate: Dolby, PAL, Surround Sound
- Länge: 127 Minuten
Features
- Jahr: 2004
- Regie: Hans Weingartner
- Medium: DVD
- Laufzeit: ca. 126 Minuten
- Label: UFA
Aus der Amazon-Redaktion
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Mit Die fetten Jahre sind vorbei brachte Regisseur Hans Weingartner die Politik zurück in den deutschen Film. Im Zentrum seiner Geschichte stehen die drei Klein-Revolutionäre Jan, Peter und Jule (Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch), die mit lustigen Einbrecher-Streichen in Bonzen-Villen die Hausbesitzer verunsichern wollen. Als der verfrüht heimkehrende Geschäftsmann Hardenberg (Burkhart Klaußner) sie bei einer „Aktion“ überrascht, wird er kurzerhand gekidnappt und in eine abgelegene Alpenhütte abtransportiert.
Hier beginnt das eigentliche Herzstück des Films, denn genau genommen ist Die fetten Jahre sind vorbei ein Diskurs-Film: Hier trifft Idealist auf Realist, Jung-Revoluzzer auf Alt-68er, Systemkritik auf Angepasstheit – und über jeder Debatte hängt die Frage: Wer hat jetzt eigentlich „recht“? Eine Frage, die kaum zu beantworten ist, und Weingartner ist (trotz einer nicht zu leugnenden Sympathie für seine jungen Systemfeinde) klug genug, das auch nicht zu versuchen. Intelligent und fair betrachtet er stets beide Seiten der Medaille, lässt jedem guten Argument ein nicht weniger überzeugendes „Ja, aber …“ folgen, und leistet so weit mehr, als „nur“ einen politischen Film zu machen. Die fetten Jahre sind vorbei ist gleichermaßen gesellschaftliche Bestandsaufnahme, Verarbeitung der 68er-Vergangenheit, Hinterfragung der Sinnhaftigkeit politischen Widerstands in einer entpolitisierten Zeit – und letztlich doch eine Kampfansage ans Dasitzen und Nichtstun. Mit einem provokativen Ende sorgt Weingartner dafür, dass sein Film für den Zuschauer auch nach dem Abspann weitergeht – in der persönlichen Auseinandersetzung darüber, wie man das Gesehene (und Gehörte) jetzt eigentlich versteht und bewertet. Die fetten Jahre sind vorbei zwingt seine Zuschauer dazu, nicht nur eine Meinung zu beziehen, sondern über diese auch genau nachzudenken. Und das hat im deutschen Film wirklich lange keiner mehr geschafft. -- Frank-Michael Helmke
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Jan und Peter brechen in Villen ein, stiften ein wenig Chaos und hinterlassen dann an den Wänden Botschaften wie "Die fetten Jahre sind vorbei". Die akribisch geplanten Aktionen laufen glatt, bis Peter für ein paar Tage wegfährt, Jan sich in dessen Freundin Jule verliebt und die beiden gemeinsam einen Spontan-Einbruch durchführen. Als Jule ihr dort liegen gelassenes Handy wieder holen will, laufen die beiden dem Besitzer in die Hände. Jan brennen die Sicherungen durch und er entführt den Hausherren in eine einsame Berghütte.
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In Cannes mit Standing Ovations geehrt, begeistert Hans Weingartners kluges, bittersüßes Drama durch sanfte Ironie und sorgsam komponierte Bilder. Wie schon "Das weiße Rauschen" drehte der Filmemacher auch hier auf Digital-Material, sparte damit Kosten wie Aufwand und kommt dem Anarcho-Gedanken so durch ungekünstelte Optik nahe. Ebenso frisch und "echt" wirken die drei exzellenten Hauptdarsteller - kein Wunder, dass knapp 800.000 Besucher dieses innovative Werk im Kino sehen wollten. Mehr als ein Geheimtipp!

