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Verbotene Rhetorik: Die Kunst der skrupellosen Manipulation

Verbotene Rhetorik: Die Kunst der skrupellosen Manipulation
Von Gloria Beck

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  • Amazon-Verkaufsrang: #7670 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2007-10
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Broschiert
  • 329 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Zeiten sind hart, der Wind weht rauer. Die Rede von der sozialen Kälte macht die Runde. So passt es zweifellos in die Zeitströmung, wenn der Eichborn-Verlag in seiner „Berufsstrategie“-Reihe ein Buch herausbringt, das reichlich unverhohlen zur hemmungslosen Durchsetzung seiner Interessen auffordert. Gloria Becks Verbotene Rhetorik ist eine Einführung in die “Kunst der skrupellosen Manipulation”, so der Untertitel des Buches.

Es handelt sich um eine Rhetorik, die man „eigentlich“ nicht anwenden sollte, schreibt die Autorin, aber der Zweck heiligt wohl die Mittel. Sprich: Weil es kalt geworden ist im sozialen Zusammenleben, weil allerorten die Ellenbogen regieren, ist es nur opportun, die bedingungslose Durchsetzung seiner Interessen zu optimieren. Und sei es mit Methoden der Intrige, der Lüge, der persönlichen Vernichtung. Nicht im physischen Sinne natürlich, aber wenn ein Kollege in die Falle tappt und seinen Arbeitsplatz verliert, dann hat der eben Pech gehabt! Das ist die einfache Logik von Gloria Becks Ratgeber. „Es ist nicht immer die Zeit, sich ethisch zu verhalten“, schreibt die Autorin, „und dann und wann packt uns alle das Verlangen, einmal etwas Gemeines zu tun.“ Man könnte nun einwenden, dass die Errungenschaft des Zivilisationsprozesses gerade darin besteht, solche „wilden“ Regungen zu kanalisieren -- doch Beck argumentiert genau andersherum: Weil unsere Gesellschaft durchzogen ist von gezielten Manipulationen, weil alle es tun, „warum es nicht zur Meisterschaft darin bringen“? Sprich: Bewusst und gezielt manipulieren, ohne Skrupel eben. Gloria Beck stellt ihren Lesern einen Manipulations-Freibrief aus, der seine Grenzen nur im Strafrecht findet.

Dass Vertrauen, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Anerkennung die Grundlage menschlichen Zusammenlebens -- und auch produktiver Arbeit – bilden, davon findet sich in dem Buch kein Wort. Insofern entgeht der Autorin auch, dass ihre Anleitung zur Skrupellosigkeit eben diese Grundlage zerstört. -- Winfried Kretschmer

Pressestimmen
»Taktiken aus dem Giftschrank der Manipulation Anwendung auf eigene Gefahr.« Financial Times Deutschland

Kurzbeschreibung
Rhetorische Tricks, Manipulation und Verführung - im Berufsalltag sind sie an der Tagesordnung. Fast jeder ist schon mal Opfer einer Intrige geworden oder hat Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiter mit mehr oder weniger erlaubten kommunikativen Tricks überrumpeln. Je besser wir mit solchen Methoden vertraut sind, um so eher können wir uns vor ihnen schützen. Gloria Beck stellt die 30 wirksamsten Manipulationsmethoden vor - so offen und schonungslos wurde noch nie über die Kunst der Manipulation geschrieben.


Kundenrezensionen

Inhaltlich flach und auch noch schlecht geschrieben...1
... das ist einfach zu viel. Zunächst kann man sicherlich die moralisch-ethischen Aspekte eines Buches diskutieren, dass im Untertitel mit einer Einführung in "die Kunst der skrupellosen Manipulation" wirbt und vom Eichborn-Verlag in der Reihe "Berufsstrategie" verlegt wird. Ausschließlich aus diesen Gründen würde ich von diesem Buch jedoch noch nicht abraten - schließlich ist die bloße Kenntnis unfairer Rhetorik-Techniken nicht verwerflich und auch die Voraussetzung dafür, sich vor solchen Techniken wirksam zu schützen. Darüber hinaus - ja, liebe 68er, die Welt ist leider nicht gut geworden! - gehören Techniken der unfairen Dialektik heute zum Rüstzeug von jedem, der Verhandlungen erfolgreich führen will - in welcher Situation und in welchem Ausmaß sie eingesetzt werden, kann und soll jeder für sich selbst entscheiden. Diese Techniken werden aber in anderen Büchern besser und professioneller beschrieben. Neben einer Vielzahl angelsächsischer Autoren kann ich unter den deutschen Büchern besonders die von Ruede-Wissmann bereits 1993 veröffentlichte "Satanische Verhandlungskunst" oder die "Dialektik für Manager" von Lay uneingeschränkt empfehlen.

Da tut es schon fast weh, die "Verbotene Rhetorik" von Gloria Beck im Zusammenhang mit diesen Büchern zu nennen. Beck sammelt 30 Formen unfairen Verhaltens, bezeichnet jede dieser Verhaltensformen als "Technik", erläutert dann deren Anwendung und ordnet jede der sog. "Techniken in eine "Skala der ethischen Bedenklichkeiten" ein. Beispiele für die beschriebenen Techniken sind dann so flache Dinge wie die Gerüchte-Technik, die Feindbildtechnik und die Aberglaubentechnik. Diese z.B. wendet man - laut Beck - bei besonders abergläubischen Leuten an, indem man sie zunächst in ihrem Aberglauben bestärkt, dann auf bedeutungsschwangere Symbole hinweist und die Person dann so über ihren Aberglauben manipuliert und steuert... Und so geht es dann über 330 schlecht geschriebene Seiten, die durch eine Vielzahl unglaublich flacher Beispiele gewürzt werden.

Fazit: Von diesem Buch ist dringend abzuraten. Wer sich aber von dem reißerischen Titel beeindrucken lässt, sollte sich in einer Buchhandlung mal zwei Minuten gönnen und das Buch anlesen. Wer es dann immer noch kauft, hat es nicht anders verdient...

Flach, plakativ und oberflächlich1
Was Charisma als eine der von Frau Beck dargestellten Mittel mit verbotener Rhetorik zu tun hat: es bleibt wohl das Geheimnis der Autorin. Wie so vieles in und an diesem Buch, denn auch sonst gleicht das Buch einer Ansammlung verschiedenster Phänomene, Techniken und Methoden,die oberflächlich, verzerrt und flach beschrieben werden und in ihrer Zusammenstellung weder Stringenz aufweisen noch irgendeinen Leser-Nutzen theoretischer Natur (dazu ist das Buch zu flach) noch praktischer Natur (auch hierzu ist das Buch zu flach) bieten. "Eignen Sie sich Charisma an"; vielen Dank Frau Beck für solche Tipps. Da hat man als Leser also den rhetorischen Sechser gewürfelt: Etwas Charisma aneignen, ein wenig Gerüchte streuen,gemischt mit ein paar Seiten Hypnose.
Für eine Klatschkolumne in einer Illustrierten mögen solche Ergüsse genügen, für ein Buch mit dem stolzen Preis von 22 EUR nicht. Ich kann mich nur "Weinstock" anschliessen: In der Buchhandlung das Buch durchblättern; das genügt völlig.

viel Show, wenig Substanz1
Alle Welt spricht mittlerweile davon, dass unsere Gesellschaft und unsere Unternehmenskultur neue Werte brauche und dass durch Mobbing entstande Kosten in unseren Firmen jährlich in die Millionen gehen. Da erscheint im Eichborn-Verlag ein Ratgeber zur "skrupellosen Manipulation" und empfiehlt ein Verhaltensrepertoire, das Therapeuten normalerweise als Kennzeichen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung betrachten. Das zeigt sich in Tipps wie: "Es ist fast immer vorteilhaft, sexuelle Neigung oder Gefühle von Liebe, die andere Ihnen entgegenbringen, auszunutzen." (Statt "Neigung" muss es natürlich "Zuneigung" heißen, auch das Deutsch dieses Buches ist an vielen Stellen schauderhaft.) Die lieben und guten Menschen seien nicht die erfolgreichsten, heißt es weiter, und wer die empfohlenen Methoden nicht anwende, werde "Opfer bleiben".

Von moralischen Aspekten einmal ganz abgesehen: Die Frage ist, ob jemand, der sich ständig durch die Gegend mobbt, dadurch glücklich wird oder ob er nicht vielmehr ständig in überflüssige Konflikte gerät, keine gescheite Beziehung hinbekommt und ständig in der Angst leben muss, dass eine Intrige auffliegt oder sich jemand bei ihm revanchiert. Bleibt anzumerken, dass die tatsächlich vorgestellten "Tricks" in diesem Buch eher altbackene Plattheiten sind und es sich insofern vor allem über die provokative Schiene verkauft, wobei der "Böse-Kult", auf den es zurückgreift, allerdings auch ein Phänomen der neunziger Jahre war und damit heute ungefähr so trendgemäß wie ein Tamagochi.

Um Längen besser fand ich zu diesem Thema beispielsweise Wolf Ruede-Wissmanns „Satanische Verhandlungskunst und wie man sich dagegen wehrt“ oder David Liebermans "Macht macht Spaß", weil darin eben auch Gegenstrategien gegen Bösartigkeiten geschildert werden. Gloria Beck gibt ihren Lesern den plumpen Ratschlag, einfach mal ab und zu ein fieses Gerücht zu streuen. Für solche Weisheiten brauche ich keinen Rhetoriktrainer. Aber wie man Leute geschickt auf die Nase fallen lässt, die über einen selbst fiese Gerüchte verbreiten – solche Sachen würde ich gerne wissen. Und dazu findet sich bei Frau Beck kein Wort.