Faceforming. Das Anti- Falten- Programm für Ihr Gesicht
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #310618 in Bücher
- Veröffentlicht am: 1998
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 124 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Faceforming - ein einmaliges, neues Übungsprogramm. Zwanzig leicht nachvollziehbare Übungen stimulieren Kopf-, Gesichts- und Nackenmuskeln. Ziel ist die Umkehr der Schwerkraft: Die Muskeln werden neu ausgerichtet und nach oben trainiert. Nach nur drei Wochen sind beeindruckende Ergebnisse sichtbar: die Mundwinkel gehoben, das Doppelkinn beseitigt, die schlaffen Wangen geliftet. Das alles ohne Messer, ohne Nebenwirkungen, ohne Nachbehandlung.
Das Know-how zeigt die Autorin mit ihrem neuen, revolutionären "Trainieren-Sie-sich-schön-Programm". Zwanzig leicht nachvollziehbare Übungen stimulieren und aktivieren Kopf-, Gesichts- und Halsmuskeln. Abbildungen veranschaulichen hervorragend die Übungsschritte.
Über den Autor
Benita Cantieni, 48, hat mit den Büchern von NewCallanetics, Tiger Feeling und Faceforming den Buchmarkt im Fitneßbereich erobert. Sie lizenziert die Cantienica-Methoden in Europa, ab Herbst auch in den USA, und bildet Therapeuten nach ihrer Methode aus. Auf der Grundlage anatomisch angepaßter Übungen entwickelte sie Cantienica mit einer neuen Trainingsqualität.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Mein Weg zu CANTIENICA – New Faceforming
Eigentlich war das alles eine Laune des Schicksals. Ich suchte »nur« verzweifelt nach Möglichkeiten, meine Schmerzen zu lindern. Und nun schreibe ich, ausgerechnet ich, das 13. Buch über Anatomie, Bewegung und Schmerzfreiheit. Ausgerechnet ich.
Mir hatte immer etwas wehgetan, solange ich mich erinnern kann. Der Rücken, die Füße, der Nacken, der Kiefer, das Brustbein, das Hüftgelenk, die Schulter, das Handgelenk. Schmerzen.
Immer. Überall. Bewegung = Schmerz, das war meine Formel. Ursache? Tja, wenn ich das gewusst hätte. Es gibt die schöne Geschichte meiner mutigen, fleißigen Mutter. Der Vater ließ sich umschulen, vom Feinmechaniker zum Stickermeister (Textilfachmann). Um seine Umschulung zu finanzieren, radelte Mutter jeden Tag auf einem Männerfahrrad drei Dörfer weit bis zum Restaurant, in dem sie arbeitete. Hinten auf dem Rad saß die große Schwester, vorne auf der Stange mein großer Bruder, und ich war in Mutters Bauch. Kann sein, dass ich mich nach der Decke strecken musste und ein bisschen krumm heranwuchs. Meine fünf Geschwister sind jedenfalls alle gerade gewachsen.
Vielleicht verursachte die Geburt einen Schiefhals, das kam damals häufig vor. Die Medizin durchlebte gerade die große Euphorie: Alles sei machbar und mit Pillen alles zu kontrollieren. Gebärende wurden ins Bett gelegt und mit Medikamenten ruhig gestellt. Eine Ecke an meiner rechten Stirnseite erzählt auch von der Zange, die mithelfen musste, mich auf die Welt zu holen.
Beim Durchleuchten in der ersten oder zweiten Klasse kam dann die Diagnose: Skoliose. Das war was. Das hatte nicht jedes Kind im Bauerndorf. Wirbelsäulenverkrümmung klang nicht halb so exotisch. Skoliose. Das zerging auf der Zunge. Die Skoliose wurde gewürdigt und gepflegt und gehegt. Auch von mir. Nur zu gern sagte ich zum schwitzenden Turnlehrer in seinen unappetitlichen Shorts: »Das kann ich nicht machen, ich habe Skoliose.« So blieben mir Pferd und Barren und Ringe erspart. Nur im Wasser war ich glücklich. Wirklich glücklich. Beim Schwimmen tat nichts weh. Schwimmen, das konnte ich. Schwimmen, das liebe ich noch heute. Wasser gab’s nur im Sommer, im Fluss und Baggersee.
Weitsprung. Erwachsen. Attraktiv. In der Modebranche unterwegs. Stöckelschuhe mussten sein. Auch wenn ich darin noch mehr litt. Designerkleider von der Stange kamen auf, ich kannte jeden Designer auswendig. Und ich litt in den trendigen Klamotten – und schämte mich für die Schmerzen. Die anderen, die hatten das nicht, die konnten etwas, was ich nicht konnte. Als ein Arzt 1977 vorschlug, mit einem künstlichen Hüftgelenk und einem künstlichen Kiefergelenk würde es mir bestimmt besser gehen, hörte ich mich sagen: »Wie soll ich mit künstlichen Gelenken zurechtkommen, wenn mir meine eigenen fremd sind?« Damals fand ich das der Autoritätsperson in Weiß gegenüber frech. Er war auch gar nicht erfreut und entließ mich mit der Prognose: »Früher oder später werden Sie schon müssen …«
Schnitt. Fast 20 Jahre später. Ich war 43 und begann mich mit der Haltungs- und Bewegungsanatomie zu beschäftigen. Ich begegnete dem jungen Arzt Christian Larsen. Larsen sagte den Satz, der mein Leben verändern sollte. Er sagte: »Was, wenn du die Skoliose nicht hast, sondern machst?« Mein Gehirn verstand: »Was ich selbst machen kann, kann ich auch selbst ändern.« Die Skoliose ist ein Missverständnis, sonst nichts. Ein Versuch meines Körpers, etwas auszugleichen, was er von mir nicht bekommt. Außerdem zeigte mir Larsen an diesem Nachmittag, dass ich Sitzbeinhöcker habe, die ich zusammenziehen kann, und dass dieses Zusammenziehen tief in meinem Becken Muskeln aktiviert, die zum Beckenboden gehören. Christian Larsen baut seither die Spiraldynamik international auf, für Ärzte, Physiotherapeuten und andere Profis.
Ich war als Journalistin erfolgreich und hatte mich nebenher finanziell an einer Master Franchise für Callanetics beteiligt und die entsprechenden Ausbildungen in Denver, Colorado, absolviert. Ich wollte die Callanetics-Übungen sicherer und anatomisch einwandfrei machen. Und das konnte ich mit dem Beckenboden. 1997 schrieb ich TIGER FEELING, mein erstes Buch über Körper, Haltung und Bewegung. Es löste einen ungeheuren Boom aus, im deutschsprachigen Raum – und nur im deutschsprachigen Raum – geht nichts mehr ohne Beckenboden (TIGER FEELING gibt’s immer noch, in der 22. und komplett überarbeiteten Auflage im Südwest Verlag). Hier erlaubt sich das Schicksal die gewagteste Kapriole: Physiotherapeuten/-therapeutinnen, Hebammen, Ärzte/Ärztinnen, Krankenbetreuer/betreuerinnen wandten sich nach Erscheinen von TIGER FEELING an mich, sie wollten von mir aus- oder weitergebildet werden. Den hemdsärmeligen Mut habe ich wohl auch von der Mutter geerbt: »Wenn sie mir das zutrauen, so mache ich das eben.« Jedenfalls machte ich meine Hausaufgaben gründlich, die CANTIENICA -Methode für Körperform & Haltung umfasst heute sechs Bausteine. Einige hundert »Gesundheitsarbeiterinnen« aus dem deutschsprachigen Raum und aus allen Ecken der Erde haben inzwischen Diplomausbildungen absolviert und arbeiten erfolgreich mit meiner Methode. Tendenz steigend. Ich habe ein wunderschönes Studio in Zürich, ein großartiges Team an Instruktorinnen und Instruktoren, die meine Methode verantwortungsvoll weitergeben und bereit sind, meinen Weg des unentwegten Lernens mit mir zu gehen.
Zurück zu den Anfängen. Die Beckenbodenmuskulatur stabilisierte mein Becken, meine Hüftgelenke, die Füße und die Beinachse. Und brachte mich auf die autochthone Rückenmuskulatur, eine Schatztruhe voller Muskeln, die sich in den vier bis sechs Millionen Jahren unserer menschlichen Entwicklung herausgebildet haben, um uns aufzurichten, mühelos, schmerzfrei, zeitlos. Die Skoliose bildete sich zurück. Die Feinarbeit am Rücken führte mich in den Brustkorb, ja, buchstäblich, auch da ein wertvoller Schatz an vergessenen Muskeln! Ich wollte auch diese Muskeln ins Bewusstsein holen, für mich und die Menschen, die meiner Methode vertrauten. Als Dank verschwand mein Rippenbuckel – samt dem Asthma, das mich seit der frühesten Kindheit gequält hatte. Die Beschäftigung mit dem Brustkorb führte mich zum Atem. Ich begann, den Atem gezielt als Transportmittel für Informationen im Körper einzusetzen. Das machen Yoga, Ayurveda, Kinesiologie, Tai Chi auch. In meiner Methode hat der Atem indes die Aufgabe, den Körper in der Aufspannung und Ausrichtung zu unterstützen.
Nun fehlte noch der Kopf. Der saß immer noch schief. Die Verspannungen im Kiefer gaben meinem Gesicht etwas Verbissenes. Ich hatte mehrere schwere Kieferoperationen, eine Rekonstruktion der Nasenscheidewand, die Zähne waren schief und mürbe geknirscht. Die Laune Schicksal flüsterte mir ein: Was am Körper möglich ist, ist auch am Kopf möglich. Gelenke »befreien«, schlafende Muskeln wecken und vernetzen.
Das Resultat dieser jüngsten intensiven Forschung halten Sie in Ihren Händen: CANTIENICA – New Faceforming. Die Übungen sind anspruchsvoll. Und lohnend. Sie können damit die Faltenbildung aufhalten. Bereits vorhandene Falten glätten. Sie können Ihrem Gesicht Ausstrahlung, Frische und Wachheit schenken. So nebenbei erarbeiten Sie sich mit den Übungen in diesem Buch Selbstwahrnehmung, lernen, wie Sie sich selbst Spannungskopfschmerzen, Zähneknirschen, müde Augen machen – und eben auch »unmachen«.
Vielleicht musste mich das Schicksal durch Schmerzen in diese Arbeit zwingen, denn vorgezeichnet war so gar nichts für dieses spannende, abenteuerliche Kapitel in meinem Leben. Ich war mit Begeisterung Journalistin und wollte eigentlich nichts anderes als Schreiben. Schreiben tröstete mich über die Schmerzen hinweg. Dass ich eines Tages darüber schreibe, wie ich schmerzfrei wurde, und das in einem Alter, in dem bei den anderen die Schmerzen anfangen und als »normal« gelten, das hätte ich nicht zu träumen gewagt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude bei der...
