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Nostradamus: Ein Mythos wird entschlüsselt

Nostradamus: Ein Mythos wird entschlüsselt
Von Bernd Harder

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  • Amazon-Verkaufsrang: #737405 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2000-05
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Taschenbuch
  • 153 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Eine kritische Einführung zu Nostradamus und seinen "Vorhersagen" im deutschen Sprachraum.
Da die Welt - anders als von Nostradamus bzw. zahlreichen seiner Interpreten vorhergesagt - im August 1999 doch nicht untergegangen ist, hat sich Bernd Harder weitere angebliche Prophezeiungen des Sehers vorgenommen. Nach einem Vergleich der verschiedenen "Entschlüsselungen" der Nostradamus-Deuter kommt er zu dem Fazit: da werden keine verborgenen Botschaften aufgedeckt, sondern spekulativer Unsinn verbreitet.
Was die Centurien des Astrologen und Arztes Michel de Notredame (1503-1566) tatsächlich aussagen könnten, untersucht Harder anschließend auf der Grundlage uns heute bekannter historischer und literaturwissenschaftlicher Fakten. Am Ende steht die Erkenntnis, dass Nostradamus jene für das Zeitalter der Renaissance typische Schnittstelle markiert, an der mythisches und rationales Denken sich trennten, alter Aberglaube sich mit neuer Wissenschaft vermischte. Letztlich kann er als eine Art zeitgenössischer Science Fiction-Autor gesehen werden, der mit seinen Zukunftsvisionen die soziale und politische Gegenwart des 16. Jahrhunderts beschrieb und kommentierte.Bernd Harder arbeitet als Journalist bei einer Zeitschrift; Pressesprecher der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP); mehrere Publikationen, zuletzt "X-Akten - gelöst".

Autorenportrait
Bernd Harder, geb. 1966, arbeitet als Journalist bei einer Zeitschrift; Pressesprecher der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP); mehrere Publikationen, u.a. "X-Akten - gelöst".


Kundenrezensionen

Gute Ergänzung zu James Randi5
In Zusammenhang mit Nostradamus sind eigentlich nur noch zwei Fragen von Interesse: Zum einen die Frage nach den persönlichen sowie den (gesellschafts)politischen Bedingungen, die dazu führten, daß der Arzt und Astrologe Michel de Notredame gerade solche Texte - in einer Mixtur aus Altfranzösisch, Latein und eigenen Wortschöpfungen - verfasste; und zum anderen die Frage nach den psychosozialen (bzw. psychopathologischen) Bedingungen dafür, daß, stetig wiederkehrend, Teile der Menschheit von einer Art "Nostradamus-Fieber" befallen werden, das sie dem Megaunfug der zahllosen Unheilsexegeten, die da ständig am Heruminterpretieren sind, gänzlich unkritisch Glauben zu schenken bereit sein läßt. Die Beiträge heutiger "Nostradamus-Forscher" - von Allgeier und Brennan hin zu Dimde, Hewitt und v.Rohr - tragen zur Klärung dieser Fragen nichts bei; für aufgeklärte Geister haben sie bestenfalls humoristischen Wert. Einzig lesenswert unter all dem Unsinn zum Thema "Nostradamus" war bislang die dezent-ironische Arbeit James Randis "The Mask of Nostradamus" (die bedauerlicherweise nur auf Englisch vorliegt). Jetzt gibt es als zweite lesenswerte Arbeit Bernd Harders literaturwissenschaftliche Studie, die die oben gestellten Fragen ohne Umschweife angeht: Harder kommt zu dem Ergebnis, Nostradamus markiere "jene für das Zeitalter der Renaissance typische Schnittstelle, an der mythisches und rationales Denken sich trennten, alter Aberglaube sich mit neuer Wissenschaft vermischte". Letztlich könne Nostradamus als eine Art "zeitgenössischer Science-Fiction-Autor gesehen werden, der mit seinen Zukunftsvisionen die soziale und poilitische Gegenwart des 16. Jahrhunderts beschrieb und kommentierte (...) Damit läßt er sich einordnen in den Kanon sonstiger Prophezeiungen, von der Bibel bis zu den heutigen Star-Medien á la Elizabeth Teissier". Wer sich tatsächlich für die historische Figur des Michel de Notredame interessiert und nicht bloß für die Spökenkiekerei, die da unter seinem Namen betrieben wird, ist mit Harders Buch - in Ergänzung zu Randi - gut beraten.

super5
Dieses Buch war wirklich nötig, sehr schön, endlich wird den unkritischen Nostradamusdeutern mal kritisch auf den Fingern geschaut. Endlich wird nicht mit der Angst der Menschen Umsatz gemacht sondern hier wird fundiert und kritisch hinter die Kulissen geschaut, wie ist Nostradamus im historischen Kontext zu verstehen. Dies ist wirklich ein richtig wichtiges Buch, wo ausser im SKEPTIKER liest man heute noch was kritisches zu Nostradamus.

Rouven Schäfer

Diese Buch war längst fällig5
Endlich etwas kritisches zu all den Nostradamusdeutern, die es brilliant schaffen, alles im Nachhinein in die Vierzeiler von Nostradamus reinzudeuten. Ich hab mich schon immer gefragt wie blöd man eigentlich sein muss, um zu glauben, dass Nostradamus als Hellseher alles vorhergesehen hat.

Endlich ein Buch, dass nicht an verträumte Esoteriker und Sinnsucher sondern an die wenig Vernünftigen der Welt gerichtet ist. Sorry, wenn es arrogant klingt, wenn ich aber sehe, wie viel Geld mit dümmlichen Interpretationen verdient wird und Bernd Harders Buch wahrscheinlich nicht mal im Buchladen erscheint, dann ist das ärgerlich. Also für alle die fundiert informiert werden möchten, sei dieses Buch empfohlen. Ich habe HErrn Harder bereits in Vorträgen gehört, mehr als spannend und sehr überzeugend weiter so.