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Radon als Heilmittel: Therapeutische Wirksamkeit, biologischer Wirkungsmechanismus und vergleichende Risikobewertung

Radon als Heilmittel: Therapeutische Wirksamkeit, biologischer Wirkungsmechanismus und vergleichende Risikobewertung
Von Kovac, J

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  • Amazon-Verkaufsrang: #1317768 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2005-01
  • Einband: Broschiert
  • 112 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Ärzte Zeitung, 07.04.2005
BERLIN (gvg). Mehrere Wissenschaftler und Ärzte haben sich ausführlich mit dem Nutzen und den möglichen Risiken von Radon-Kuren auseinander gesetzt. Ihr Fazit: Bei Schmerzsyndromen des Bewegungsapparats überwiegt der therapeutische Nutzen das Strahlungsrisiko deutlich. Von einer Therapie im radonhaltigen Bad Gasteiner Heilstollen können Patienten mit Morbus Bechterew profitieren. [...] Zwar seien schmerzstillende Quellen, die später als Radonquellen identifiziert wurden, seit dem Altertum bekannt. Eine systematische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Nutzen und Risiken der Radonkuren fehlte bisher aber, wie Dr. Hans Jöckel, Bäderarzt aus Bad Kreuznach, sagt. Er ist einer der Autoren der Monographie "Radon als Heilmittel", die diese Lücke schließt. Sie wurde jetzt in Berlin vorgestellt.

Kurzbeschreibung
Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere bei Morbus Bechterew und rheumatoider Arthritis, und bei degenerativen Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule gehört heute die Schmerztherapie mit dem radioaktiven Edelgas Radon zum schulmedizinischen Instrumentarium.

Radon wird in sorgfältiger Dosierung in Wannenbädern, Luftbädern und Heilstollen verabreicht, falls nicht Gegenindikationen, z.B. bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen im Hinblick auf die Wärmebelastung, bestehen. Angesichts der allgemeinen Heilwirkungen einer Kur erhebt sich die Frage nach der spezifischen therapeutischen Wirksamkeit des Radons, die hier von langjährig erfahrenen Ärzten und Biophysikern aufgrund der wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse beantwortet wird. In mehreren randomisierten klinischen Studien, soweit möglich in Form von Doppelblindversuchen mit Placebokontrolle, verbunden mit anerkannten Methoden der Schmerzmessung, wurde die schmerzlindernde Langzeitwirkung des Radons sowie der verminderte Bedarf an schmerzstillenden Medikamenten nach einer Radonkur nachgewiesen. Dank strahlenbiologischer und immunologischer Forschung ist heute auch der biologische Wirkungsmechanismus der Schmerztherapie mit Radon erkennbar. Er beruht auf der Erzeugung entzündungshemmender Botenstoffe bei der Wechselwirkung der durch die Alphastrahlung des Radons und seiner kurzlebigen radioaktiven Folgeprodukte erzeugten apoptotischen Zellen mit immunkompetenten Zellen, insbesondere der Epidermis. Bei erfolgreich behandelten Bechterew-Patienten ist 2003 der Nachweis der Bildung entzündungshemmender Zytokine gelungen. Ebenso gründlich behandeln die Autoren die Frage nach einem eventuellen Lungenkrebs-Risiko bei der therapeutischen Radonanwendung. Für diese Untersuchung stehen die Methoden und Ergebnisse der Radonmesstechnik, der Biokinetik radioaktiver Stoffe im Organismus und der radiologischen Risikoforschung zur Verfügung. Für alle Arten der Radonbehandlung wird gezeigt, dass die durch das Radon und seine Folgeprodukte erzeugte effektive Dosis pro Kur den Bereich der natürlichen Strahlenexposition eines Jahres nicht überschreitet, und dass die Strahlenexposition des Bäder-Personals mit den Grundsätzen des beruflichen Strahlenschutzes im Einklang steht.

Der Vergleich von strahlenbedingtem und medikamentösem Risiko unter Berücksichtigung der zum Teil schweren und lebensgefährdenden Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung der nicht-steroidalen Antirheumatika verdeutlicht den praktisch nebenwirkungsfreien Charakter der Schmerztherapie chronisch-entzündlicher und degenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates mit Radon.