101 Geschichte von Nasreddin Hodscha
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #57221 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2007-11
- Einband: Broschiert
- 96 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Einhundertundeine Geschichte von Nasreddin Hodscha ...
Er ist der orientalische Till Eulenspiegel. Prediger, Gauner, Richter, Lehrer und Clown in einer Person. Er ist gierig auf Süßigkeiten, stur wie ein Esel, frech wie Eulenspiegel und manchmal so dumm wie die Schildbürger. Und dennoch verblüfft er mit weisen Urteilen und hintergründigem Humor. Die einhundertundeine Geschichte des Nasreddin Hodscha sind allesamt ein wenig skurril, doch voller Klugheit und für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen unterhaltsam. Nasreddin Hodscha ist der zentrale (Anti-)Held zahlreicher Anekdoten im islamischen Raum. Hinter seinem kuriosen Schabernack verbirgt sich eine feinsinnige Lebensphilosophie, die dem Leser zugleich ein Tor zum orientalischen Humor öffnet. Das vorliegende Büchlein ist eine Sammlung seiner schönsten Schwänke, die behutsam in eine zeitgemäße Sprache gebracht wurden.
Der Autor über sein Buch
Als Märchenerzähler interessierten mich mehr und mehr die Geschichten, die von Nasreddin bekannt waren und so begann ich, Menschen danach zu fragen. Eines Tages fuhr ich zu meinem türkischen Friseur nach Duisburg, ließ mir von ihm die Haare ganz kurz schneiden und fragte so nebenbei, welche Geschichten er denn seinen Kindern erzählen würde. Und da berichtete auch er mir während des gründlichen Haarschnitts von Nasreddin Hodscha. Ich fand schon am ersten Schwank großen Gefallen - und so wurde mein Friseur unversehens zum Geburtshelfer der Nasreddin Hodscha Geschichten.
Wenig später reiste ich in die Türkei. Liebenswürdige Frauen und Männer boten mir weitere Geschichten über diesen Narren dar. Auch traf ich einen Kunstmaler, Arya. M. Kamali, der den Narren mit seinen leuchtenden Farben herrlich aquarellierte und mir auch noch weitere Anekdoten über Nasreddin erzählte. Nach dieser Reise begegnete ich meinem Freund Joachim Duderstadt, der in Goch am Niederrhein einen kleinen Buchverlag betreibt und eigentlich auf ganz andere Themen spezialisiert ist, nämlich auf Spiritualität und Psychotherapie. Auch er fand Nasreddin witzig, geistreich und unterhaltsam. Spontan ging er auf meine Idee ein, ein Buch über Nasreddin Hodscha herauszugeben. Nach einem Jahr freudvoller Beschäftigung mit Nasreddin war dann unsere Arbeit getan. Jetzt hoffe ich, dass ihr, liebe Leserin, lieber Leser, Nasreddin auch so mögt, wie wir ihn mögen und ihr mit uns der Meinung seid, dass mein Friseur ein freundliches "Dankeschön" verdient hat, wie auch die vielen Menschen, die mir einige eher unbekannte Nasreddin Geschichten erzählten. Dann fällt es mir leicht, an Nasreddin Hodscha zu denken und etwas von seiner Heiterkeit in mir selbst zu spüren. Das ist gut so, denn lachen ist ja bekanntlich gesund und bei Krankheit gar die beste Medizin! Ganz nebenbei hoffe ich, dass die vielen türkischen Kinder, die hier oft schon in der dritten Generation heranwachsen, auf diese Weise und in gutem Deutsch Zugang zu einem schönen und wichtigen Teil ihrer Kultur erhalten und wir alle uns von diesem kulturellen Gut inspiriert fühlen.
Über den Autor
Jürgen Bosbach, Jahrgang 1954, beschreibt sich als ein Sprössling des Ruhrgebietes. Für ihn war es klar, dass jeder mit schmutziger harter Arbeit sein Auskommen bestreiten kann. Deshalb wurde er zunächst Metallfacharbeiter und schwitzte am Schmiedefeuer. Er lernte in einer Klosterschule kritisches Denken, versuchte sich in der Krankenpflege und studierte in Köln Sozialwesen. Später ergänzte er dies durch eine familientherapeutische Ausbildung und ein psychiatrisches Zusatzstudium. Seine wahre Leidenschaft bewies er als Erzähler. Mit Pferd und Wagen gründete er "Kutschkultur" und trug seinem Publikum gespielte Texte von Ringelnatz, Kästner, Tucholsky und anderen Größen vor. Inzwischen bietet er die "Lyrische Wanderung" durch den Reichswald bei Kleve an und kann auf zahlreiche Bühnenauftritte zurückblicken. Da er sich von Narrengeschichten angezogen fühlt, lag es nahe, den Nasreddin Hodscha neu zu bearbeiten. Und weil sein türkischer Friseur ihn dazu ermunterte, liegt somit diese Ausgabe liebevoll bearbeitet den Lesern vor.
