Collapse Into Now (Digipak)
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Produktbeschreibung
Extras Making Of, TrailerVideo Format Widescreen 235.1, Anamorph, Audio Format Englisch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 5.1, Tschechisch *, Ungarisch *, Untertitel Englische Untertitel für Hörgeschädigte, Englisch, Deutsch, Prod Jahr 2000 DVD Jahr 2001 Land USARegional Code 2 Laufzeit 101 Min Typ DVD-9 Dual Verpackung Amaray Box
Titelliste
- Discoverer
- All The Best
- ÜBerlin
- Oh My Heart
- It Happened Today
- Every Day Is Yours To Win
- Mine Smell Like Honey
- Walk It Back
- Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter
- That Someone Is You
- Me, Marlon Brando, Marlon Brando And I
- Blue
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #10524 in Musik
- Marke: R.E.M.
- Erscheinungsdatum: 2011-03-04
- Anzahl Disks: 1
- Abmessungen: .14 Pfund
Aus der Amazon-Redaktion
Aus der Amazon.de-Redaktion
Frühjahr 2008 war es, da schafften es die Alternative-Rock-Veteranen R.E.M. tatsächlich, ihre lange Schaffenskrise mit dem überschäumenden Album Accelerate vergessen zu machen. Zumindest für die Fans, die auf härtere und schnellere Songs stehen. Wer eher die pastoralen, leicht melancholischen und von Folk angehauchten Lieder der US-Band mag, der dürfte leicht verwirrt gewesen sein. Dafür werden sie nun mit dem richtig guten Werk Collapse Into Now mehr als versöhnt, denn R.E.M. ist ihr bestes Studioalbum seit Automatic For The People gelungen. Vor allem schafft es das fünfzehnte Studiowerk mit seinen nuancierten Songs, einen sehr erfolgreichen Kompromiss zwischen laut und leise, Rock und Pop zu schaffen.
Viel Unterstützung holte sich das Trio Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills ins Studio. Joel Gibb von den Hidden Cameras, die langjährige Freundin Patti Smith, Peaches und Eddie Vedder steuern Gastvokals bei. Lenny Kaye, der ewige musikalische Begleiter von Patti Smith, spielt bei einigen Songs Gitarre. Dazu kommen Bläser und als Produzent Jacknife Lee (Bloc Party, Weezer, Snow Patrol), mit dem R.E.M. seit ein paar Jahren fest arbeiten. Seitdem R.E.M Jacknife ins Boot holten, geht es dem Trio sichtlich besser. Aber alle zusammen trugen dazu bei, dass Collapse Into Now zu einem überdurchschnittliches Album wurde. Das in New Orleans, Nashville und auch Berlin (deswegen heißt ein Stück wohl auch „Überlin“) aufgenommen wurde, und dass alle Facetten einer erstaunlich revitalisierten Band aufweist, deren wiedergewonnene Kreativität natürlich der wichtigste Faktor war.
Gleich zum Einstieg geht es in „Discover“ hoch her, und auch in „All The Best“ dominieren die E-Gitarren. „Überlin“ aber ist eines dieser wunderschönen und melodischen Stücke, die Peter Buck durch seine akustische Gitarre prägt. In einem der besten Songs eines Albums ohne einen einzigen schwachen Song, in „Oh My Heart“ greift Buck zur Mandoline, die ja schon auf dem Welthit „Losing My Religion“ zu hören war. Ganz groß ist das träumerische „Every Day Is Yours To Win“, und mit „Blue“ kommt es einen klasse Abschluss, der R.E.M mit Post-Rock flirten lässt. Dazu singt Patti Smith und Michael Stipe steuert Spoken-Word-Textzeilen bei. Tusch! --Sven Niechziol
motor.de
Es ist ein gutes Album, tatsächlich ihr Bestes seit langem – aber so richtig wichtig ist es nicht. Das beste R.E.M.-Album seit zwanzig Jahren sei das, lässt die Plattenfirma schon mal sicherheitshalber verlauten, und ja, das kann man sogar so sagen. Die Plattenfirma lässt allerdings aus, dass die letzten zwanzig Jahre R.E.M. nicht eben die Zeit war, in der die Band überhaupt noch wirklich Bemerkenswertes zu bieten hatte. Statt musikalischer Relevanz gab es halt den vorgegebenen Weg, den eine mehr oder weniger saturierte Stadionrockband nun mal geht: Die Alben dienen als Futter einer mitgealterten Fangemeinde – einer sehr großen, weltweiten und inzwischen sicher auch mehrheitlich relativ gut situierten Fangemeinde – und als Lockstoff für die nächste Welttournee. Festzuhalten bleibt: Die Messlatte für dieses neue Album liegt also nicht besonders hoch. Es ist in der Tat kein schlechtes Album, schon gar nicht, wenn man es mit der Liga-Konkurrenz – sagen wir mal: U2 – vergleicht. R.E.M. machen hier wieder sehr konzentriert das, was sie vor Zeiten groß gemacht hat. Es sind schlicht und einfach gute Songs, getrieben von Peter Bucks immer noch sehr unprätentiöser und allzeit im Dienste des Songs agierender Gitarre. Michael Stipe hat diese unauffällig sonore Magie in seiner Stimme, seine Art des Gesangs ist wieder ein wenig stärker auf den eigentlichen Song fokussiert, es gibt weniger Effekte, weniger Brimborium im Sound und einige wirklich gute Hooklines, die ja immer noch das Maß aller Dinge im R.E.M.-Genre sind. Das Problem mit diesem früher mal als College-Rock bezeichneten Genre ist aber auch offensichtlich, gerade weil „Collapse Into Now“ an das erste Bandjahrzehnt gemahnen will: Es ist nicht so beständig, wie das ganz wenige andere hinbekommen, es unterliegt einer ästhetischen Erosion; jedes dieser neuen Alben, so gut sie im Einzelfall wie diesem auch gemacht sind, löst zuallererst einen Nostalgieeffekt aus, beschwört im Geist ein „Losing My Religion“ herauf. Dieses neue Werk wird in einem halben Jahr aus dem individuellen Musikfundusgedächtnis gelöscht sein, weil dort eben nicht genug Platz ist für ein neues R.E.M.-Album, das nicht mächtig genug ist, um gegen die Geister der Vergangenheit und den Mythos der damaligen Jugend anzutreten.
