Aufstieg für alle: Was die Gewinner den Verlierern schulden
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #593252 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2007-09
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 272 Seiten
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Aufsteigern mit einer gewissen Portion Misstrauen zu begegnen gilt gemeinhin als typische deutsche Eigenart. Doch seit sich die Entgleisungen in der Spitzenliga der Wirtschaft häufen, breitet sich hierzulande ein Generalverdacht gegen "die da oben" aus. Geschürt wird dieser Argwohn noch durch eine Politik, von der sich immer mehr Bürger getäuscht, enttäuscht und verunsichert fühlen.
Hier Abstiegsängste und Anfeindungen, dort Verantwortungsverlust und Egomanie - gegen diese "dramatische Verständigungskrise zwischen Gewinnern und Verlieren" schreibt Gertrud Höhler mit ihrem neuen Buch an. Was ist los mit einer Kultur, die mit ihrem Aufstiegswillen hadert, fragt Höhler, und schlüpft damit einmal mehr in ihre Lieblingsrolle als Gewissen der Nation. "Bürger, die sich schlecht behandelt fühlen, reagieren wie Mitarbeiter eines Unternehmens, die von ihrem Chef zu wenig Achtung erfahren: Sie entziehen der Organisation ihren Respekt", meint die Publizistin und klopft damit allen auf die Finger, die bei ihren Karriere-Höhenflügen so weit abgehoben haben, dass sie die Basis aus dem Blick verloren haben: Führungskräfte, die sich nur noch um den eigenen Machterhalt kümmern, ebenso wie Politiker, die ihre Bürger bewusst entmutigen und entmündigen, auf dass sie ihnen brav wie eine Lämmerherde folgen. Dieses Abstiegsmanagement sei das "verschwiegene" Motto einer Politik, die damit ihre eigene Unsicherheit und ihren Zielverlust zu überdecken versucht.
Was tun? Höhler richtet ihre Botschaft gleichermaßen an Gewinner und Verlierer: Aufstieg ist kein Nullsummenspiel. Und Erfolg ist teilbar. Jeder, der Macht hat, solle die weniger Mächtigen zum Mitspielen ermuntern, ihnen herausfordernde Ziele geben und sie dazu ermutigen, über sich selbst hinauszugehen. "Wer Macht hat, soll Freiheit geben, nur so bleibt er wirklich mächtig", meint Höhler und gibt damit die Steilvorlage für eine längst überfällige Debatte. Umso bedauerlicher, dass ihr Appell an den Aufstiegswillen der Nation wenig Konkretes bietet, dafür aber allzu oft einer moralinsaueren Wanderpredigt gleicht. --Gundula Englisch
Kurzbeschreibung
Die Politik betreibt Abstiegsmanagement. Der »vorsorgende« Staat macht Verlierer. Ohne Aufstiegsvision haben wir keine andere Wahl als den Abstieg. Darum ist der Kampfruf »Aufstieg für alle« ohne Alternative. Aufsteiger sind auch Stellvertreter. Sie schulden uns Aufstiegsziele. Sie müssen Garanten für den Wertbesitz der Gesellschaft sein. Wo die klugen Köpfe nicht das Herz auf ihrer Rechnung haben, scheitern alle Projekte. Die Erfolgreichen müssen ihr Bestes geben, damit die Verlierer von heute morgen an ihrer Seite sind.Wo die Gewinner diskriminiert werden, haben auch die Verlierer keine Chance. Wo die Starken sich abkoppeln, sind die Schwachen bald isoliert. Sie werden auch die Starken stürzen. Wir brauchen ein neues Ethos für Aufsteiger. Sein Kerngebot: Aufstieg verpflichtet!Professor Dr. Gertrud Höhler ist Publizistin und Beraterin für Wirtschaft und Politik und wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Fairnesspreis. Bei Econ erschienen u.a.: Wettspiele der Macht (1994), Wölfin unter Wölfen (2000), Die Sinn-Macher (2002), Warum Vertrauen siegt (2003), Jenseits der Gier (2005) allesamt Bestseller.
Über den Autor
Prof. Dr. Gertrud Höhler zählt zu den renommiertesten Beraterpersönlichkeiten im deutschsprachigen Raum. Nach langjähriger Tätigkeit als Universitätsprofessorin für Literaturwissenschaft entschloß sie sich, ihre Begabung für scharfe Analysen und problemorientiertes Denken in andere Bahnen zu lenken und als freie Beraterin von Wirtschaft und Politik zu arbeiten. Die Autorin zahlreicher Managementbücher ist Mitglied in Verwaltungsräten internationaler Konzerne und eine vielgefragte Rednerin. In ihren Vorträgen behandelt sie das Thema Führung unter den veränderten Bedingungen der heutigen Unternehmenswelt. Sogenannte »weiche Faktoren« wie die Emotionale Intelligenz wurden in den Manageretagen viel zu lange vernachlässigt - die Zukunft liegt im Mixed Leadership: Männer und Frauen als unschlagbares Team, nicht als Konkurrenten, sondern als konstruktive Ergänzung. Untermauert durch viele praktische Beispiele und die Visualisierung der Kernaussagen werden diese Vorträge zu einem unvergeßlichen Erlebnis.
