Porno Royal. Erotische Geschichten
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #131873 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2008-05-05
- Einband: Taschenbuch
- 188 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Auch in der zweiten Erotik-Anthologie der Edition Erozuna ist wieder alles dabei: Sex, Sehnsucht, Schweinereien. Wenn ein Seitensprung die Ehe rettet, die Party zur Pornorallye mutiert und eine Frau beim Masturbieren einen Papagei erschlägt, sitzen sie in der ersten Reihe. Ob eine ganze Beziehung mit ihren Höhen und Tiefen in einer Nacht durchliebt ist, ob eine junge Frau im kurzen Gelben die Phantasien Ihrer Mitreisenden beflügelt oder eine dralle Fleischereifachverkäuferin die geheimsten Wünsche wahr werden lässt, alles ist möglich. Finden Sie mit Porno Royal das Paradies.
Klappentext
Auch in der zweiten Erotik-Anthologie der Edition Erozuna ist wieder alles dabei: Sex, Sehnsucht, Schweinereien. Wenn ein Seitensprung die Ehe rettet, die Party zur Pornorallye mutiert und eine Frau beim Masturbieren einen Papagei erschlägt, sitzen sie in der ersten Reihe. Ob eine ganze Beziehung mit ihren Höhen und Tiefen in einer Nacht durchliebt ist, ob eine junge Frau im kurzen Gelben die Phantasien Ihrer Mitreisenden beflügelt oder eine dralle Fleischereifachverkäuferin die geheimsten Wünsche wahr werden lässt, alles ist möglich. Finden Sie mit Porno Royal das Paradies.
Auszug aus Porno Royal. Erotische Geschichten von Tanja Steinlechner (Hrsg.). Copyright © 2008. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Nick, Erik und ich
Sigrid Steinmeier
Das Hotelzimmer misst vier mal fünf Meter. Seit einer halben Stunde
laufe ich die wenigen Schritte wie eine Gefangene auf und ab. Ich versuche mich zur Ruhe zu zwingen. Starre auf die einzigen Einrichtungsgegenstände: ein Schränkchen und ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen. Und auf die drei Türen.
Die weiße ganz links führt in das winzige Bad nebenan, die zweite in
der Mitte hinaus auf den Gang und durch die dritte, rechte Tür gelangt man in das enge Schlafzimmer, in dem das Doppelbett
steht.
Ich sehe auf die Uhr an der Wand und wünsche mir, die Zeit würde einfach anhalten. Oder aber schneller vergehen. Die Zeiger bewegen sich endlos langsam über das Ziffernblatt. So, als wären sie in zähe Flüssigkeit getaucht. Ich bin allein. Allein mit meinen Gedanken, meinen Befürchtungen, meiner Angst. Nick wird in einer Stunde kommen und er bringt Erik mit.
Erik, den ich noch gar nicht kenne und von dem ich nur ein Foto und
ein paar ausgedruckte E-Mails habe. Nick hat ihn ausgesucht. Er scheint ihn schon länger zu kennen. Zumindest lässt der Schriftverkehr zwischen den beiden darauf schließen. Ich gehe zum Tisch und nehme die Blätter, um sie nochmals zu lesen. Dabei kenne ich sie fast schon auswendig, so oft habe ich sie mir in der letzten halben Stunde angesehen.
Aus den Zeilen ist nicht all zu viel über Erik zu entnehmen. Die erste
Mail ist von Nick an Erik, in der er mich mit wenigen Worten kurz
vorstellt. „Tabea ist 1,70 groß, schlank und sportlich, sie hat lange,
blonde Haare, ein süßes Gesicht, sie schaut immer ein wenig
schüchtern, aber das legt sich sehr schnell.“
Er hat ein Foto von mir beigelegt, ein Schwarzweißbild, auf dem ich nackt mit übereinander geschlagenen Beinen auf einem Küchenstuhl vor einer weißen Wand sitze. Der Küchenstuhl und die kahle Wand dahinter lassen mich sehr verletzlich erscheinen. Mir gefällt das Bild.
Erik geht in seiner sehr knapp gehaltenen Antwort mit keinem
Wort auf mich oder das Foto ein. Er schreibt nur, dass
er sich gern mit uns treffen möchte. Ich frage mich, ob ihm das Foto
überhaupt gefällt. Vielleicht sind ihm meine Brüste ja zu klein und er
wollte es nur nicht sagen, um Nick nicht vor den Kopf zu stoßen?
Wenigstens hat auch er ein Foto von sich beigelegt, auch wenn es
nur sein Gesicht zeigt. Ich sehe es mir bestimmt zum tausendsten
Mal an und versuche mir den Körper dazu vorzustellen. Er hat ein
kantiges Gesicht mit energischem Kinn, blickt ernst und schweigsam
und sein blondes Haar ist kurz und zerstrubbelt. Aber es sind vor allem seine Augen, die mich nicht los lassen.
Ich springe von meinem Stuhl auf, gehe mit zitternden
Knien zum Fenster und blicke über die Dächer Berlins, auf den Fernsehturm in weiter Ferne und auf das geschäftige Treiben der Leute weit unten auf der Straße. Dann sehe ich wieder zur Uhr. Noch vierzig Minuten.
Die dritte und letzte E-Mail lese ich nicht noch ein weiteres Mal. Sie
ist der Grund, warum ich jetzt hier warte und immer unschlüssiger
werde. Mir überlege, alles abzublasen und immer wieder alle Für und
Wider gegeneinander abzuwägen. Denn in dieser Mail lädt Nick Erik
nach Berlin ein. In dieses Hotel. Heute!
…
Als ich den melodischen Gong des Hotelfahrstuhls höre, der sich
direkt neben unserem Zimmer befindet, bleibt mir fast das Herz
stehen. Kommen sie schon? Mein Blick huscht zur Uhr. Nein, das
können sie unmöglich sein, es sind doch noch dreißig Minuten Zeit.
Atemlos lausche ich auf die näher kommenden Schritte. Es ist nur
eine einzelne Person zu hören. Kommt Nick allein zurück? Ist
irgendwas schief gegangen? Gespannt lausche ich
…
In dem Moment, als ich mir das Handtuch angeln will, klopft es an
der Tür. Das müssen sie sein!
Mir läuft es eiskalt über den Rücken, ich erstarre vor Schreck. So früh? Oder habe ich in der Wanne so dermaßen die Zeit vergessen? Mein Gott, ich bin noch nicht einmal wieder angezogen und der Schlüssel steckt von innen! Ich verfluche mich selbst. Was musste ich auch kurz davor noch unter die Dusche springen! Soll ich ihnen nur im Handtuch die Tür öffnen? Ich kann sie doch jetzt nicht minutenlang vor der Tür stehen lassen!
„Moment!“, schreie ich mit Panik in der Stimme, steige umständlich
über den rutschigen Wannenrand, schlinge mir notdürftig das viel zu
kleine Handtuch um den Körper und haste, nasse Flecken auf dem
Boden hinterlassend, zur Tür.
Zitternd öffne ich sie einen Spaltbreit und spähe hinaus. Draußen
steht ein pickeliges Jüngelchen, ein Roomboy in viel zu großer
Livree. Mit weit aufgerissenen Augen starrt er mich an, obwohl er von
mir nicht viel mehr sieht als mein halbes Gesicht und meinen noch
immer tropfnassen Arm.
…
Dann versuche ich einen Blick auf Erik zu erhaschen, der hinter ihm steht.
Ich will endlich den Mann sehen, den ich mit zu uns ins Bett nehmen
soll!
Nick tritt an mir vorbei in das winzige Zimmer und ich stehe plötzlich
direkt vor Erik. Ich spüre, wie ich erbleiche; meine Eingeweide fühlen sich an, als trüge ich einen tonnenschweren Stein in mir. Schließlich schlucke ich meinen Kloß im Hals herunter, reiche ihm schwach meine Hand und zwinge mich mühsam dazu, ihm ins Gesicht zu blicken.
Erik reicht mir seine kräftige, warme Hand, schaut mich freundlich an
und fährt sich mit der anderen Hand durch das strubbelige,
hellblonde Haar, das ein wenig länger ist, als auf dem Foto.
…
Dann fasse ich meinen Entschluss, ziehe das Kleid über den Kopf, werfe es achtlos in die Ecke und steige eilig aus meinem Slip.
Nackt und zitternd stehe ich an der Tür, die Hand bereits auf die Klinke gelegt.
…
Nick löst sich als erster aus seiner Starre. Er tritt auf mich zu und betrachtet mich liebevoll, gibt er mir zögernd einen Kuss.
Ich schlinge meine Arme um ihn, suche Geborgenheit, wage einen kurzen Blick zu Erik. Er steht nur einen Schritt von mir entfernt und hält unschlüssig die Arme verschränkt.
Nick dagegen berauscht sich an meiner Nacktheit, küsst mich heftiger und schiebt mich ein wenig vor sich her bis an den kleinen Tisch.
Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und setze mich auf die kalte Tischplatte. Nick kommt seitlich um den Tisch herum und legt mir einen Arm um die Schulter. Als er mich behutsam auf den Rücken sinken lässt und sich zu mir herunter beugt, fühle ich, wie mir die Röte ins Gesicht schießt. Ich sehe noch, wie Erik, immer noch verunsichert, an den Tisch herantritt, die Augen fest auf meine Scham gerichtet. Instinktiv presse ich meine Beine zusammen und liege verkrampft auf der Tischplatte.
Als Nick zärtlich mein Ohrläppchen küsst, kann ich mich endlich fallen lassen. Dabei drücke ich ihn fest an mich. Er schaut kurz auf, sieht zu Erik. Ihre Blicke begegnen sich. Stummes Einverständnis. Erik tritt so dicht an mich heran, dass seine Hose meine nackten Knie streift. Ich umfasse Nicks Kopf und ziehe ihn zu mir herunter, küsse ihn wild auf den Mund und spüre gleichzeitig, wie Erik seine warmen Hände auf meine Schenkel legt und sie sanft streichelt.
Mir wird heiß. Ich lasse meine Zunge in Nicks Mund herumwirbeln, umklammere ihn wie eine Ertrinkende. Eriks Hände wandern immer höher. Er tastet sich sanft, aber unnachgiebig vorwärts. Als ich seinem Verlangen nachgebe und meine Schenkel nur ein ganz klein wenig für ihn spreize, spüre ich seine heiße Zunge in meinen Schritt.
… (Auszug)

