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Verschwendung - Wirtschaft braucht Überfluss

Verschwendung - Wirtschaft braucht Überfluss
Von Wolf Lotter

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Da kommt Wolf Lotter daher und sagt: Verschwendet! Ist das sein Ernst? Ist Verschwendung nicht schlecht?

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  • Amazon-Verkaufsrang: #402661 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2006-03-02
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 240 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Welt der Knappheit regiert das Leben. Nur nichts vergeuden, zappelt der erhobene Zeigefinger, sonst geht es Land und Leuten noch schlechter als bisher. Der Hamburger brand eins-Redakteur Wolf Lotter hat sich diese dominierende Verzichtskultur einmal näher zur Brust genommen: „Seit vier Jahrzehnten ist offensichtlich, dass die alte Welt der Industrie und ihre Denkungsart von gestern sind. Aber nach wie vor halten Staat und Institutionen, Parteien und Bürger daran fest, dass einfältige Systeme der Welt der Vielfalt weit überlegen sind.“

Die merkwürdige Knappheitsethik, so Lotter, sei wie eine Zwangsjacke, die jede Befreiung unmöglich mache. Das Problem: Die Denkfigur widerspricht jeder menschlichen Natur und zweimal jeder wirtschaftlichen Realität. Denn der Mensch will aus dem Vollen schöpfen. Und die Wirtschaft braucht ihrerseits den Überfluss, um neue Produkte und Innovationen zu schaffen. Kurz gesagt, um im Geschäft zu bleiben. Beide Seiten leben durch Vielfalt und Verschwendung, und nicht durch Geiz und Sparsamkeit. Und genau deshalb hat Lotter ein wunderbares Plädoyer für den Kapitalismus geschrieben. Gegen den Zeitgeist. Seine Devise: „Verschwendung ist die Grundlage des Konsumismus, der wichtigsten wirtschaftlichen Kraft unserer Zeit.“

Messerscharf seziert Lotter die Logik der alten Industriewelt. Zum Beispiel den dramatischen Niedergang der Industriearbeitsplätze, die seit Mitte der 1990er Jahre jährlich um fünf Prozent abnehmen. „Das entspricht täglich mehr als 900 Arbeitsplätzen.“ Welche Vergeudung an Wissen und Fähigkeiten! Kein Wunder, wenn die Konsumrate auf breiter Front sinkt.

Und der Ausweg? Für Lotter liegt er im Mehr-Konsum. Er ist die „treibende Kraft der Welt geworden, und Konsum ist nichts anderes als pure, permanente Verschwendung.“ Und wer soll das bezahlen? Maschinen und Automaten sollen künftig den nötigen Mehrwert und Profit erwirtschaften. Kein Wunder, dass der Autor ein Anhänger von Grundeinkommen und Bürger-Erbschaft. Ein Buch wider der Jammerkultur und des Pessimismus. --Peter Felixberger

Pressestimmen
"Es macht Spaß, das Buch des Wirtschaftsjournalisten zu lesen." Die Zeit, 22. Februar 2007 "Es gibt wenige deutsche Autoren, die sich mit 'simplify your life' kritisch und intelligent auseinandergesetzt haben. Einer, der es in herausragender Weise getan hat, ist der Wirtschaftsjournalist Wolf Lotter, Mitgründer der großartigen Zeitschrift Brand eins. Er hat ein Buch geschrieben, dass ich zur Zeit lese und das mich sehr fasziniert. Es heißt Verschwendung ..." Werner Tiki Küstenmacher, 19. April 2006

"Deshalb hat Lotter ein wunderbares Plädoyer für mehr Ausgaben geschrieben. [...] Lotters neues Werk ist überraschend, wild und kräftig - und damit fast kein Wirtschaftsbuch mehr." Süddeutsche Zeitung, 8./9. April 2006 "Lotter schreibt geistreich und kurzweilig, brillant unerwartet und überbordend gebildet. Er verschwendet Wissen, Worte und Geschichten, zeigt die Vielfalt seiner Argumente und geht so - im Sinne des Autors - mit gutem Beispiel voran. Von Apostel Paulus über Augustinus, Napoleon, Max Weber, Henry Ford bis zu Franz Müntefering lässt Lotter so ziemlich alle auflaufen, die den Einheitskapitalismus geprägt, beschreiben oder verdammt haben." Financial Times Deutschland, 28. Juni 2006

Financial Times Deutschland, 28. Juni 2006
"Lotter schreibt geistreich und kurzweilig, brillant unerwartet und überbordend gebildet. Er verschwendet Wissen, Worte und Geschichten, zeigt die Vielfalt seiner Argumente und geht so - im Sinne des Autors - mit gutem Beispiel voran. Von Apostel Paulus über Augustinus, Napoleon, Max Weber, Henry Ford bis zu Franz Müntefering lässt Lotter so ziemlich alle auflaufen, die den Einheitskapitalismus geprägt, beschreiben oder verdammt haben."