Unter Bankstern: Der legalisierte Bankraub
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- Amazon-Verkaufsrang: #349457 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2009-03-03
- Originalsprache: Deutsch
- Einband: Taschenbuch
- 236 Seiten
Kundenrezensionen
Schlechtes Buch zu hochaktuellem Thema
Ein schlampig gemachtes Buch! Grundlage war ein Rundfunkinterview Ende 2007 zu Beginn der Finanzkrise. März 2009 erschien das Buch, vermutlich unter Zeitdruck wegen der Aktualität. Es geißelt kriminelle Handlungsweisen von Bankern, sowohl gegenwärtig als auch in der Vergangenheit. Die Breite der Information (bis ins Mittelalter zurück, aber auch entlang der Entwicklung der USA, der Bank of England, des Schweizer Bankensystems, und zu gegenwärtigen Vorgängen in Deutschland, Österreich etc.) wäre eine wertvolle Fundgrube, wenn - ja, wenn der wirre Aufbau nicht das Ganze zum unseriösen Pamphlet entwerten würde.
Zentrale These: "Banken sind große Konzerne, die Kapital nur zu dem Zweck sammeln, selbst damit zu spekulieren und ihre Kunden mit minimalen Zinsen abzuspeisen." (S. 217) Folgerung: Schafft die Großbanken ab, entzieht ihnen euer Geld! Wäre das Buch sinnvoll geordnet und durch nachweisbare Zitate untermauert, so könnte es große Wirkung entfalten.
Deshalb ist es so ärgerlich, wie die 234 Seiten zusammengeschustert sind. Schon das Inhaltsverzeichnis: Weder vorn noch hinten, sondern versteckt auf Seite 15. In den 12 Kapitelüberschriften keine zielführende Linie erkennbar. Und im Inhalt kein Fortschreiten von sachlicher Beschreibung zu tieferer Analyse und zu heilenden Folgerungen, vielmehr immer wieder die schon bekannte Polemik gegen "die Bankster", bis in die abschließenden "95 Thesen", in Anzahl und teilweise im Stil dümmlich an Luthers epochemachende Thesen (1517) angelehnt. Schließlich ein nutzloses Literaturverzeichnis (ohne Verknüpfung zum Text) - und öfter unerläuterte Fachbegriffe des Finanzwesens.
Exzellentes Buch
Endlich ein Buch das schonungslos mit den Bankern abrechnet. Im Tonfall vollkommen angemessen angesichts der kriminellen Energien mit denen Banker ein riesiges weltweites Ponzi-Schema aufgebaut haben. Der Autor redet Klartext zeigt auf, dass sich Banker in den letzten Jahrzehnten zu den schlimmsten Machiavellisten der Ökonomie gemausert haben, schlimmer noch als die berüchtigten Räuberbarone zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Dabei kennen Sie keine Moral, schieben die Verantwortung auf den Steuerzahler ab und sind in ihrer Gier nach Geld in nichts zu übertreffen. Es lässt sich deshalb vortrefflich von einer Parade der Lügenbarone sprechen, vor denen selbst ein Freiherr von Münchhausen erblassen würde. Dem Autor gebührt Dank für seien Mut diese unglaubliche Misswirtschaft schonungslos in diesem Buch offenzulegen. Seine 95 Thesen sollten wie zu Zeiten Luthers an jedem Bankgebäude angeschlagen werden.




