Carl Schmitt. Eine Einführung
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #1530548 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2004-07-25
- Einband: Taschenbuch
- 333 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
Carl Schmitt für Anfänger? zyk. Immer noch scheiden sich an Carl Schmitt die Geister. Die einen sehen in dem 1985 fast einhundertjährig Verstorbenen einen der bedeutendsten politischen Theoretiker des letzten Jahrhunderts, während die anderen ihn als fachlich letztlich unbedeutenden politischen Finsterling abtun. Norbert Campagna neigt mit seiner kundigen Einführung in das Denken Schmitts eher der ersten Fraktion zu. Der Autor gliedert das Material nicht chronologisch, sondern thematisch und bereitet es in recht konzentrierter Form auf. Aus dem Wunsch, der Leserschaft Carl Schmitt ans Herz zu legen, ergibt sich insgesamt ein geglättetes und gesäubertes Bild des Denkers. Wer die vergifteten Insinuationen und Denunziationen in Schmitts Schriften kennt, wird mit einem gewissen Unbehagen lesen, wie der Jurist in dieser Einführung als grundvernünftiger Mann und tiefer Analytiker porträtiert wird. Die hier und da placierten kritischen Anmerkungen ändern nichts daran, dass überaus heikle Vorstellungen Vertrauenskredit geniessen, wie etwa Schmitts Rede von «der politischen Substanz eines Volkes» und seiner «seinsmässigen Negierung» durch Andersartige. Zwar merkt Campagna an, Schmitt habe es mit dem «Holismus» übertrieben, um dann aber fortzufahren, darin zeige sich eben seine Sorge um die Homogenität des Volkes, die Voraussetzung echter individueller Freiheit sei. Solch treuherziges Repetieren macht die Frage rege, warum überhaupt wünschenswert sei, dass eine breite Öffentlichkeit auf diese Art und Weise in das Denken Carl Schmitts eingeführt werde.
