Touch Yello (6-Panel-Digi mit 16 Seiten Booklet)
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Titelliste
- The Expert
- You Better Hide
- Out Of Dawn
- Bostich (Reflected)
- Till Tomorrow
- Tangier Blue
- Part Love
- Friday Smile
- Kiss In Blue
- Vertical Vision
- Trackless Deep
- Stay
- Electric Frame
- Takla Makan
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #3739 in Musik
- Erscheinungsdatum: 2009-10-02
- Anzahl Disks: 1
- Abmessungen: .18 Pfund
Aus der Amazon-Redaktion
Aus der Amazon.de-Redaktion
Yello brauchten nicht lange, um vom Insidertip der Alternative-Szene zu Pop-Stars aufzusteigen. Genau drei Dekaden existiert der international wohl größte, wichtigste und einflussreichste Schweizer Musikexport zum Zeitpunkt von Touch Yello, und obwohl das Duo aus Zürich in die Jahre gekommen ist, klingen Sänger Dieter Meier und Soundtüftler Boris Blank immer noch erstaunlich unverbraucht. Die beiden hatten das Glück, nach ihrem heute noch imposanten Debüt Solid Pleasure mit dem phantastischen Clubhit >I>Bostich schnell vom Mainstream angenommen zu werden und trotzdem nicht vom Erfolg abhängig zu sein. Blank lebte seine Phantasien im Studio aus, der schnurrbärtige Meier ist eher ein Dandy aus gutem Hause (Bankerfamilie), der seine Kreativität auf der documenta 5 oder in zahlreichen Videoclips (Yello, Trio) unter Beweis stellte. Wenn Meier nicht mit tiefer Stimme singt wie Frank Farian einst bei Bonny M., dann züchte der Biolandwirt Rinder in Argentinien und baut Wein an. Musik als Nebenerwerb, da muss man nicht alles so ernst nehmen und jeden Blödsinn mitmachen. Yello kommen auf dem guten Album Yello Touch nicht nur mit großer Gelassenheit und Eleganz daher, sie nutzen all ihre künstlerische Freiheiten, um den bandtypischen Sound zu pflegen. Der besteht aus dem unverwechselbaren Mix aus Disco-Elementen, Clubmusik, Elektro-Pop, garniert Downbeat, schwebenden Synthieklängen, Funkyness wie Soul und hier dank des Mitwirkens vom Till Brönner auch viel Jazz. Brönner war noch ein Kind, als Yello zur Welt kamen, heute verleiht sein Trompetenspiel Tracks wie „Till Tomorrow“, Vertical Vision“ und „Electric Frame“ eine besondere Note. Überhaupt biedern sich Yello nirgendwo an, wer es eher schlicht mag, bekommt ein paar straighte Nummern, muss sich aber auch mit komplexen Tracks auseinander setzen. Was nicht nur sehr reizvoll ist, sondern auch so klingt. - Sven Niechziol
kulturnews.de
Das Schweizer Duo Boris Blank und Dieter Meier war mal richtig weit vorne, nicht nur im Gründungsjahr 1979, als der Elektropop noch in den Kinderschuhen steckte und sie ihn mit anarchischer Lust auf einen Klangtrip zwischen Avantgarde und Atmosphäre schickten. Mit ihrem neuen Album aber hängen sie höchstens noch am davonflatternden Rockzipfel des Zeitgeistes, zumindest gilt das für die acht Tracks der Vorabversion. Ihre von Heidi Happy und Till Brönner vokal und trompetisch aufgehübschten Chilloutstücke klingen nach frühen 90ern, bisweilen also ähnlich seicht ("Stay"), und das von Meier flüsternd und sonor gerappte "The Expert" zitiert bestenfalls alte Yello-Glanzleistungen. Ein bisschen funky wird es auch mal ("Part Love"), doch wagemutig oder gar atemberaubend innovativ ist kein Ton, zumal Brönner mit seinem überblasenen Ton alles eher noch tiefer reindrückt in die angestaubte Loungeecke. Natürlich taugt ein Track wie "Till tomorrow" wunderbar zum Einmummeln, doch haben wir dafür je Yello gebraucht? Von den gewieften Schweizern hätten wir eher die Karikatur davon erwartet. Doch dazu sind sie nicht mehr in der Lage. (mw)
