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Der Fluch von Baskerville, 1 MP3-CD

Der Fluch von Baskerville, 1 MP3-CD
Von Michael Hardwick

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(2 Kundenrezensionen)
Unsere neueste Produktion aus der Sherlock-Holmes-Criminal-Bibliothek.

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  • Amazon-Verkaufsrang: #1504965 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2007-08-21
  • Format: Audiobook
  • Länge: 600 Minuten
  • Einband: Audio CD

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
England im Jahr 1902. Dr. Watson beschließt, erneut zu heiraten, und der Meisterdetektiv Sherlock Holmes bereitet sich auf den Ruhestand vor. Im Hampstead Heath, einem Park nördlich von London, scheint eine reißende Bestie ihr Unwesen zu treiben. Man vermutet, dass der Hund der Baskervilles wieder auferstanden ist. Holmes schenkt diesem Fall nur beiläufig Interesse und geht mit Watson einem Fall in Frankreich nach. Auf der Überfahrt zurück nach England werden sie in einen Mordfall verwickelt. Alle Fälle scheinen einen Zusammenhang aufzuweisen, und der Meisterdetektiv Holmes schafft es, die Fäden zu verknüpfen und den gordischen Knoten zu lösen. Martin Heckmann liest den Roman von Michael Hardwick ungekürzt. Der britische Autor ist ein würdiger Nachfolger für Sir Arthur Conan Doyle, den Schöpfer der Figur des Sherlock Holmes.

Über den Autor
Der mittlerweile verstorbene Michael Hardwick war der Erste, dem seit Christopher Morley das „Sign of the Four“ der „Baker Street Irregulars of America“ verliehen wurde, einer der denkbar höchsten Auszeichnungen für einen Verehrer von Sherlock Holmes, der sich um ihn verdient gemacht hat. Sein Roman „Prisoner of the Devil“ wird von vielen als das beste Sherlock Holmes-Abenteuer angesehen, das nach dem Tod von Conan Doyle geschrieben wurde. Er verfasste auch „The Complete Guide to Sherlock Holmes”, „The Private Life of Sherlock Holmes”, „The Private Life of Dr. Watson” sowie „Sherlock Holmes: My Life and Crimes”, eine Sherlocksche Autobiographie. Sieben Jahre lang war er der führende Drehbuchautor und Leiter des Bereichs Drama bei der BBC. Zusammen mit seiner Frau Mollie übertrug er die Serie „Upstairs, Downstairs“ sowie Billy Wilders Film „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ in Buchform.

Auszug aus Der Fluch von Baskerville, 1 MP3-CD [Audiobook] von Michael Hardwick, Sven M. Schreivogel, Martin Heckmann. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Ich bin mir bis heute nicht schlüssig, ob Sherlock Holmes von meinen
Absichten wusste oder nicht. Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass
er eine gewisse Vorahnung hatte. Seine Anspielungen waren dahingehend
einfach zu offensichtlich, und seine Taktiken, mit denen er mich dazu verleiten
wollte, alles preiszugeben, waren allzu leicht zu durchschauen.
Es war früh im Sommer des Jahres 1902. Edward VII. war zwar seit dem
Tod seiner Mutter, Queen Victoria, im Januar des vorangegangenen Jahres
unser Monarch, doch seine Krönung stand immer noch aus. Große Zeremonien
und Feierlichkeiten hatten nicht zur Debatte gestanden, während sich
unser alles andere als triumphaler Krieg in Südafrika dahinschleppte. Nachdem
der nun endgültig hinter uns lag, stand einer Krönung nichts mehr im
Wege. Pflichtbewusst kamen die Vertreter aller europäischen Königshäuser
nach London gereist, aber zwei Tage vor dem feierlichen Ereignis wurde der
König von schweren Leibschmerzen heimgesucht. Sir Frederick Treves, sein
Leibarzt, leitete umgehend eine Operation ein, von der sich der König sehr
rasch erholte. Nach nur zwei Wochen war er praktisch völlig genesen, und
Blinddarmentzündung war mit einem Mal in aller Munde. Zu diesem Zeitpunkt
jedoch waren all die ungeduldigen adligen Gäste längst wieder abgereist.
Am ersten Julitag kehrte ich von einem wunderbaren Spaziergang zu
Bloomsbury in die Baker Street zurück. Ich ließ mich dankbar im Salon vor
dem lodernden Kaminfeuer im Sessel nieder, um mein schmerzendes Bein
und meine brennenden Füße auf den Kaminvorsetzer aus Messing hochzulegen.
Das Wetter war schwül geworden, und auch wenn ich das Gefühl gehabt
hatte, über dem Boden zu schweben, war ich in Wahrheit über das Londoner
Pflaster gelaufen, das ungewöhnlich hart und von einer eigenen Hitze erfüllt
zu sein schien. Pure Erhabenheit meiner Laune hatte mich davon abgehalten, eine
Droschke zu nehmen. Ich war voller Stolz, meine Aura derart zur Schau zu
tragen, dass jeder sie sehen konnte, war wie bei der Fahnenparade durch Straßen
spaziert, die noch immer anlässlich der Krönung geschmückt waren,
obwohl man das Ereignis längst verschoben hatte.
Als ich eintrat, sah Holmes zu mir herüber. Er saß in seinem Sessel und
hatte seinen Morgenmantel locker umgelegt. Während er das dicke Album
mit Zeitungsausschnitten zuklappte, in dem er geblättert hatte, wanderten
seine stechenden Augen über meinen Leib, bis der Blick meine Stiefel
erreicht hatte und dort haften blieb. Seine Neugier angesichts meines häufigen
Kommens und Gehens in der letzten Zeit war nicht zu übersehen gewesen.
Seine hoch empfindlichen Sinne mussten es ihm ermöglicht haben,
einige Dinge zu folgern, doch sein kühler Stolz gestattete es ihm nicht, um
eine Bestätigung seiner Vermutungen zu bitten. Bevor er eine wichtige Frage
stellte, war es ihm am liebsten, dass er die Antwort darauf bereits kannte.
"Wieso ausgerechnet türkisch?", begrüßte er mich verhohlen.
Ich beschloss, es ihm ein wenig heimzuzahlen. Zu oft hatte er es vorgezogen,
sich auf meine Kosten zu amüsieren.
"Englisch", antwortete ich und bewegte meine Füße. "Ich habe sie bei
Latimer"s in der Oxford Street gekauft."
"Das Bad, nicht die Stiefel", sagte er. "Das Bad. Warum ein entspannendes
und kostspieliges Türkisches Bad, wenn das heimische ungleich günstiger
und zudem belebend ist?"
"Weil", gab ich zurück, "ich mich in den letzten Tagen rheumatisch und alt
gefühlt habe. Ein Türkisches Bad ist das, was wir in der Medizin als eine Alternative
bezeichnen. Ein erfrischender Neustart, eine Reinigung des Körpers."
Ich fügte Letzteres hinzu, da eine Verbindung zwischen meinen Stiefeln
und einem Türkischen Bad für ihn durchaus logisch sein mochte, für mich
jedoch nicht. Mehr als zwanzig Jahre Erfahrung mit seinen Methoden hatten
mich genug gelehrt, um in der Lage zu sein, seine nun folgende hochtrabende
Erwiderung zu durchschauen.
"Die Argumentationskette ist nicht allzu schwierig, Watson. Sie gehört zu
den gleichen Grundlagen des Schlussfolgerns, die ich veranschaulichen
würde, wenn ich Sie fragte, mit wem Sie die Droschke geteilt haben, mit der
Sie heute Morgen gefahren sind."
Das kam einem Hinterherschnüffeln gleich. Wäre ich nicht so guter Laune
gewesen, dann hätte ich heftig widersprochen. Doch dieses eine Mal behielt
ich die Oberhand, und so konnte ich es mir leisten, mich in meinem Sessel
nach hinten zu lehnen und ihm zuzusehen, wie er versuchte, mich dazu zu
bringen, ihn in meine Karten schauen zu lassen.