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Buyology: Warum wir kaufen, was wir kaufen

Buyology: Warum wir kaufen, was wir kaufen
Von Martin Lindstrom

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  • Amazon-Verkaufsrang: #3886 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2009-08-10
  • Originalsprache: Deutsch
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 230 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Aus der Amazon.de-Redaktion
Satte 7 Millionen Dollar ließen sich der dänische „Marketingguru“ Martin Lindstrom und seine Sponsoren die Einsicht in etwas kosten, das wir schon immer geahnt haben. Dass nämlich Umfrageergebnisse, zumal wenn sie nur auf der Auswahlmöglichkeit weniger Alternative beruhen, das Papier nicht wert sind, auf dem sie der Öffentlichkeit präsentiert werden. Berge von Ladenhütern oder Wahlergebnisse, die allen Prognosen Hohn sprechen, sind nur einige der auffälligsten Belege für den Bankrott der oft bemühten und viel zitierten Meinungs- und Marktforschung.

Demoskopie war gestern. Die Zukunft gehört dem Neuromarketing. Dies hat Lindstorm mit seiner Studie eindrucksvoll bewiesen. Mit den modernsten Methoden der neuronalen Forschung und unter Einsatz der Magnetresonanztomographie hat er 2000 Probanden direkt in ihr zentrales Entscheidungsorgan – sprich: ins Gehirn – geschaut. Und was er dort zu sehen bekam, das dürfte nicht nur Marketingagenten das Gruseln lehren. Nur die Wenigsten offenbaren demnach ihre tatsächlichen Präferenzen, wenn sie danach gefragt werden. Mit anderen Worten: Wo es um Selbstauskünfte über eigene Meinungen oder Vorlieben geht, wird gelogen, was das Zeug hält. Ob nun vorsätzlich oder unbewusst, ob aus Wichtigtuerei oder Schadenfreude bleibt dahingestellt. Spielt im Grunde auch gar keine Rolle.

Buy-ology lautet der ebenso klangvolle wie treffliche Titel des Buches, in dem Lindstrom die nüchterne Faktenlage populärwissenschaftlich aufbereitet und aufgepeppt hat. Und dass es ihm dabei weniger um die Funktionsfähigkeit der Demokratie geht, versteht sich von selbst. Aber dennoch auch ein Buch mit hohem Erkenntniswert für all jene, denen es nicht nur um den schnöden Mammon geht. – Franz Klotz

Pressestimmen
01.08.2009 / Manager Magazin: Kaufen mit Gefühl "Konsumenten dürfte das Buch helfen, etwas selbstkritischer einzukaufen. Marketingfachleute erfahren, welche Art von Werbung wirklich wirkt."

20.08.2009 / Kurier: Sex bringt in der Werbung nichts "Toller Lesestoff".

30.09.2009 / Der Freitag: Das Unterbewusstsein kauft ein "Neuromarketing-Experte Martin Lindstrom erklärt, was in unserem Gehirn los ist, wenn wir im Supermarkt vor einem Regal stehen."

01.10.2009 / Stern: Sie dürfen nicht hungrig sein beim Einkaufen "Der Däne verrät, woran Produktideen oft scheitern, und gibt Tipps für Konsumenten."

01.10.2009 / Maxi: Was kaufen wir, was lassen wir liegen? "Martin Lindstrom ist ein Experte für die Psychologie des Shoppens."

01.11.2009 / Vital: Nimm mich mit "Verblüffende Fakten über die Fallstricke des Kaufens."

Werbetext
Der Robbie Williams des Marketings


Kundenrezensionen

Geniale Selbstvermarktung mit weniger genialem Inhalt3
Was ist ein Erweckungserlebnis und wozu kann es führen? Wie kann ich auf einen fahrenden Zug aufspringen und innert kürzester Zeit im Führerstand stehen? Wie bringe ich Widersprüche in ein stimmiges Bild? Und wie stelle ich es am besten an, fremde Leistungen als meine eigenen auszugeben? Auf solche und ganz viele andere Fragen erhält der Leser in diesem Buch von Martin Lindstrom Antworten. Enttäuscht wird nur, wer glaubt, der Autor würde viel Neues erzählen und eine praktische Einführung in das faszinierende Gebiet Neuromarketing geben. Der Schlusssatz ist daher bezeichnend. Er lautet: "Wenn Sie diese Reise zum Verständnis Ihres Kaufverhaltens fortsetzen möchten, dann besuchen Sie meine Website und die Welt, die wir - mit allen ihren Wahrheiten und Lügen - eben erst zu verstehen beginnen."

Fasst man den Inhalt auf einige Seiten zusammen und liest dann, dass sein Autor vom Time Magazin für seine Arbeit im Bereich Neuromarketing zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gekürt wurde, kann man ermessen, wie virtuos Martin Lindstrom alle Register des Selbstmarketing beherrscht. Brauchte Philip Kotler noch einige Jahrzehnte, zahlreiche Publikationen und den Harvard-Nimbus, um es zum Marketing-Guru zu schaffen, genügten dem pfiffigen Dänen ein paar Jährchen und wenige Publikation. Das ist zweifellos eine Leistung, auf die Lindstrom stolz sein darf. Und das ist er denn auch, weist er doch in regelmäßigen Abständen darauf hin, wie bahnbrechend seine Studien sind und dass er an 300 von 365 Tagen auf der ganzen Welt als Referent oder Berater auftritt. Und solle der Leser in einem Hotel Freude haben, wenn ihn zwei Spiegeleier-Dotter richtig anstrahlen, dann kann er auf Seite 155 nachlesen, wer ihm dieses Glück beschert hat. Inzwischen scheint der Autor tatsächlich selber davon überzeugt, dass ihm kein Berufskollege gewachsen ist und mit ihm zusammen auf der Bühne erscheinen darf. Daher gibt es selbstverständlich auch keine brauchbare Literaturliste. Die Angaben von Internetsites und die wenigen Titel in der prosaischen Danksagung an Informanten sind kein Ersatz. Im Gegenteil, sie suggerieren, Martin Lindstrom hätte sonst keine anderen Hilfen in Anspruch genommen. Dass er sogar "Corporate Religion" seines Landsmannes Jesper Kunde verschweigt, ist an der Grenze zur Unverschämtheit.

Da Genies einen Sonderstatus genießen, könnte man Lindstrom seine Egomanie noch verzeihen, wenn er denn auch tatsächlich von Bahnbrechendem berichten würde. Tut er aber nicht. Auch wenn er mit dem Hinweis, dass er die weltweit größte Neuromarketing-Studie durchführte, solche Erwartungen weckt. Der weniger informierte Leser wird Lindstrom auch abnehmen, dass er der Erste war, der die Merkmale erfolgreicher Religionsgemeinschaften entdeckte. Stimmt natürlich ebenso wenig wie andere Behauptungen. Aber was soll's. Die Masche verfängt und bescherte ihm den angestrebten Ruhm. Und immerhin hat das den Vorteil, dass es die Lehre vom Homo oeconomicus künftig noch schwerer haben wird, Nachwuchsjünger zu rekrutieren. Denn auch wenn Martin Lindstrom alles andere als ein schlüssiges und praktikables Alternativmodell vorstellt, sagte er seinen Lesern doch klipp und klar, dass wir die Kraft des Unbewussten unterschätzen. Und vielleicht wird der eine oder andere ein ähnlichen Erweckungserlebnis wie Martin Lindstrom haben, als er den Leitartikel "In Search of the Buy Botton" in einer Ausgabe von Forbes las. Würde dies eintreffen, hätte sich die Lektüre ja schon gelohnt.

Sicher einen Gewinn aus ihrer Lesearbeit beziehen auch all jene, die gerne wahre und legendenhafte Geschichten aus der Marketing- und Werbewelt haben. Und wer bisher keine Ahnung hatte, was er sich unter Spiegelneuronen, somatische Marker oder Neuroimaging vorstellen soll, wird zumindest mit ersten Erklärungsversuchen vertraut gemacht. Nur sollte er dem Autor nicht immer auf den Leim gehen, wenn dieser Ursache und Wirkung verwechselt oder Studienergebnisse vom Einzelfall aufs Allgemeine ausweitet. Schlüssige Beweisführungen sind ohnehin nicht das Ding von Martin Lindstrom, wie er mit der Zigarretten-Studie selber eindrücklich beweist. So warnt er am Anfang seines Buches davor, mit Angst zu operieren, um dann gegen den Schluss hin mit Beispielen aufzuwarten, wo dies bestens funktioniert. Nebst der aufdringlichen Eigenwerbung sind es die vielen argumentativen Ungenauigkeiten, die mich stören. Wer Michail Gorbatschow als Beispiel anführt, dass sich Produkte auch mit physisch weniger attraktiven Menschen verkaufen lassen, sollte dem Leser auch noch etwas über die Anziehungskraft von Macht erzählen.

Mein Fazit: Seit "Marken-Kids", dem Erweckungserlebnis von Martin Lindstrom und eigenen Begegnungen mit ihm sind lediglich sechs Jahre vergangen. Aber bei der Lektüre des neusten Buches wurde ich das Gefühl nicht los, dass er inzwischen mehr damit beschäftigt ist, sich selber zur Marke zu machen als den Gründen nachzugehen, warum neurowissenschaftliche Erkenntnisse einem Unternehmen beim Aufbau seiner Marke helfen können. Das Buch richtet zwar keinen Schaden an, bringt aber auch keine bahnbrechenden Erkenntnisse.


Sensationelle, augenöffnende Lektüre5
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und fand es, im Gegensatz zu
anderen Büchern über dieses Thema, kurzweilig und zuweilen trotz der
wissenschaftlichen Fundiertheit amüsant.
An spannenden Beispielen zeigt der Autor, dass wir bezüglich unserer
Kaufentscheidungen einigen Klischees aufsitzen. Er zeigt unter
anderem, dass der Spruch Sex sells keineswegs stimmt.
Im Gegenteil: In vielen Fällen beeinträchtigen die sexuellen Stimuli
die Wirksamkeit der Werbung sogar. Während wir zum Beispiel die
halbnackten Models in einer Zeitschriftenanzeige betrachten, achten
wir nicht oder nur kaum auf Markenname, Logo und Begleittext. So
laufen wir danach sicher nicht ins nächste Geschäft und kaufen das
beworbene Produkt weil wir uns gar nicht daran erinnern und
unser Gehirn gar keine Kaufentscheidung fällen kann!
Es macht Spaß, dieses populär geschriebene Buch zu lesen und es
öffnet einem mehrfach die Augen!

Buyology - leider nur mehr ein Boulevardformat...1
Im Themenbereich der Neurowissenschaften werden seit geraumer Zeit populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht. Darunter sind spannende und unterhaltsame Bücher zu finden (nur zwei Beispiele: "Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten" von Gerhard Roth oder "Lernen" von Manfred Spitzer). Lindstrom startet mit dem Buch einen weiteren Versuch. Leider ist von der Wissenschaftlichkeit nichts mehr übrig geblieben. Der Inhalt ist nur mehr "populär" und leider sehr platt. Er bezieht sich zwar laut seinen eigenen Angaben auf das bisher größte Forschungsprojekt im Bereich der Neurowissenschaften (an dem sicherlich anerkannte Wissenschaftler beteiligt gewesen sind), jedoch zieht der Autor Schlüsse, die nur mehr Spekulationen sind und eher ins Reich der (Werbewirkungs)Phantasie passen.

Ist man am aktuellen Stand der Neurowissenschaften interessiert, dann kann ich dieses Buch beim besten Willen nicht empfehlen. Da gibt es bei weitem bessere Bücher ...