Bavarian into English. A Lexical and Cultural Guide
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #308891 in Bücher
- Veröffentlicht am: 1994-10-01
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 232 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Eckart Klaus Roloff, Rheinischer Merkur, 1995
Ja mei, das wär's halt gewesen, so ein Buch zu haben, als wir uns auf dem Tegernseer Gymnasium mit Englisch rumärgern mussten. Dreissig Jahre danach gibt's das narrisch gscheite Buch, über das unsereiner gar nicht genug entzückt sein kann: "Bavarian into English - ein Sprachführer der besonderen Art. Darin zu blättern bereitet eine Mordsgaudi. Nur, was heisst Mordsgaudi auf englisch? Hietsch weiss es im ganzen Satz: "We had a whale of a time at our class reunion last night" bedeutet "Bei unsrem Klassentreffen gestern Abend hat's eine Mordsgaudi gegeben". Jedes gute Lexikon macht dem Rezensenten das Leben und Lesen schwer. Er möchte daraus so viele Kostproben geben, Schmankerln halt, titbits, aber so viel Platz gibt ihm keiner, da kann er noch so begeistert sein. Reichlich Nutzen liefern auch Hietschs Zutaten: die Bayernhymne in echt und auf englisch, Gedichte, Sprichwörter und Sprüche aus beiden Lagern.
Kurzbeschreibung
Das zweisprachige Lexikon Bavarian into English Band 1 stellt auf dem nationalen sowie internationalen Büchermarkt ein absolutes Novum dar und repräsentiert wie kein anderes Werk das Land Bayern und seine Bewohner.
In mühevollster Kleinarbeit und mit äusserster Präzision trug der Regensburger Professor Dr. Otto Hietsch, der seit Jahren eine anerkannte Kapazität ist, wenn es darum geht, Sprache und Kultur der Bayern ins Englische zu übertragen, Material zusammen und formte daraus ein geistreiches und zugleich witziges Buch. Der Benutzer findet auf jeder Seite urbairisches Wort- und Phrasengut (u.a. von abbusseln, Bierbauch, derblecken und Fingerhakeln über Gschpusi, Hosentürl, Irxenschmalz und Kletzenbene bis Lahmarsch, Ratschn, Saubär und Zwiderwurzn), Gastronomisches (z.B. Leberkäs, Schweinshaxn, Weisswurst), Geschichtliches (wie Bauernfünfer, Lola Montez, Metzgersprung) und Kunsthistorisches (etwa Docke, Fatschenkind, Totenbrett) sowie Volkskundliches (fensterln, Maibaumaufstellen, Wolpertinger, ...). Selbst Gedichte von Ludwig Thoma, Eugen Roth und Sigi Sommer, Gstanzl und Schnadahüpfl und als Höhepunkt die Bayernhymne werden vom Autor kongenial ins Englische übersetzt.
Der Verlag über das Buch
Otto Hietsch ist es vortrefflich gelungen, das Bairische dem Englischen im zweisprachigen Kulturvergleich an die Seite zu stellen. Die Vorteile, die der Benutzer von Bavarian into English daraus zu ziehen vermag, werden auf jeder Seite offenbar. Zum ersten Mal findet er Bodenständiges, das ihm im Landesalltag immer wieder begegnet, zuerst auf hochdeutsch, dann auf englisch einwandfrei erklärt und stiladäquat übersetzt. Zahlreich geboten sind aber auch die im Englischen verwurzelten Analoga; sie passen oft haargenau, und sie verblüffen und erfreuen. Wörter in ein Kontinuum einzubetten und so unauffällig zum gewandten, idiomreichen Sprachgebrauch hinzuleiten, ist ein weiterer Wesenszug dieser Sammlung. Erfährt der Nachschlagende nun endlich, wem im Englischen ein Adam Riese, ein Bierdimpfl, ein Wolpertinger entspricht, so darf er jetzt auch sicher sein, keiner Fehlinformation zu erliegen, etwa der, dass die Dampfnudeln mit ihren Verwandten, den Rohrnudeln, gleichgesetzt werden oder dass die Leber als ein unabdingbarer Bestandteil unseres Leberkäses gilt. Der Weg in die Verständnistiefe führt indes nicht nur zum Beseitigen von Irrtümern, sondern deckt auch geistige Verflechtungen auf, die dann prompt in sprachlichen Parallelen zutage treten: bei der Unzahl von bildhaften Vergleichen und Spruchweisheiten etwa gehen das Bairische und das Englische sehr wohl konform; es besteht daher kein Grund (wie bisher von Wörterbuchmachern mitunter leichtfertig geübt), statt einer kraftvollen Metapher der Umgangssprache oder der Mundart ein blasses Wort der Hochsprache als Alibidefinition anzubieten.
Die zweisprachige Lexikographie schlägt mit Bavarian into English ganz neue, eminent nutzbringende Bahnen ein. Möge das Glossar dem sprachlich wie kulturell und landeskundlich interessierten Leser, ob dieser nun hüben oder drüben danach greift, ein freundlicher und unterhaltsamer Leitfaden durch das Land und das Leben der Bayern in Gegenwart und Vergangenheit sein!
