Idas Scheinehe
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Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #281708 in Bücher
- Veröffentlicht am: 2008-09-15
- Einband: Gebundene Ausgabe
- 467 Seiten
Aus der Amazon-Redaktion
Pressestimmen
„Eine 84 Jahre alte Romanze erstmals in deutscher Sprache aufzulegen, würde ich normalerweise für eine entweder besonders mutige oder eine schlecht durchdachte Entscheidung des Verlages halten. Da es sich aber um eines der beliebtesten Werke der ungarischen Literatur handelt, ist es weder das eine noch das andere, sondern eine längst überfällige Konsequenz ohne kauf-männisches Risiko. Denn, dass so lange Zeit vergehen musste, bis es zu einer Übersetzung in die deutsche Sprache kam, liegt nicht an dem Werk selbst, sondern hat ausschließlich zeitgeschichtliche und polit-ideologische Gründe. An der Qualität des Romans gibt es nichts auszusetzen – er wirkt frisch und charmant wie am Tage seiner ersten Drucklegung. Gárdonyi beschreibt in seinem Roman nicht nur, wie es Ida und Csaba im Jahr ihrer Scheinehe ergeht, er schildert auch in Rückblenden Idas Kindheit, ihre Erziehung als Halbwaise in einem Kloster und ihre problematische Beziehung zu ihrem Vater. IDAS SCHEINEHE ist sowohl Romanze wie Entwicklungsroman und überzeugt vor allem durch die brillanten Psychogramme seiner Protagonisten, die allesamt der kühlen Ratio folgend ihr Leben selbst- und verantwortungsbewusst in die Hand nehmen – und die ihre Unabhängigkeit doch nicht genießen können, weil sie sich nach echten Gefühlen, nach Wärme, Zuneigung und Liebe sehnen. Gárdonyis Roman bietet nicht nur das Bild einer längst vergangenen Zeit, er ermöglicht auch tiefe Einblicke in die Seele der Ungarn, die ihm so lange und so hartnäckig die Treue gehalten haben. Clemens Prinz’ tadellose deutsche Fassung ebnet IDAS SCHEINEHE und ihrer stürmischen Heldin den Weg die Herzen deutscher Leserinnen und Leser. Sie wird sie wie im Sturm erobern!“ Literaturzirkel „Doch zurück zu Ida und ihrem Schicksal, zu einer Geschichte, die zwar ohne Zweifel aus einer längst vergangenen Zeit zu uns spricht, die aber so charmant erklingt und so klug komponiert wurde, dass sie uns im Nu für sich eingenommen hat. Gárdonyi nimmt sich viel Zeit, seine Figuren zu entwickeln. Wie in einer Spirale führt er den Leser immer näher an die sorgfältig zusammengesetzten Charaktere heran. Mit viel Empathie und Wärme hat er Ida und Csaba erschaffen, schildert er ihre Motive und ihre Entwicklungen. Ida ist zwar einerseits ein Kind ihrer Zeit, gehorsam, sittsam, moralisch gefestigt. Doch ist sie auch eine sehr moderne Frau, die sich in einem geschützten Rahmen durchaus Freiheit und Unabhängigkeit wünscht, die Mut hat, ihr Leben in entscheidenden Momenten in die Hand zu nehmen. Eine zarte Romanze ist „Idas Scheinehe“, ein Entwicklungsroman, ein sprachlich fein komponiertes Spiegelbild seiner Zeit und seines gesellschaftspolitischen Umfelds. Das Buch heute zu lesen, ist aus all diesen Gründen ein Vergnügen – freilich auch, weil man dank der zeitlichen Distanz leicht über die gesellschaftlichen Zwänge der Figuren schmunzeln kann.“ Badische Zeitung
„Die Geschichte von „Idas Scheinehe“, von Géza Gárdonyi 1924 in eine Roman gegossen und jetzt auf Deutsch erscheinen, kann man ruhig als eine Schmöker bezeichnen. ... Dass „Idas Scheinehe“ keine Scheinehe bleibt, ist also erwartbar. Nicht aber die köstliche Ironie des Autors, der – eben anders als sonst bei diesem Genre – seine Charaktere glaubhaft modelliert und vor allem ein Zeitporträt des unruhigen Europas zu Anfang des 20. Jahrhunderts liefert, das vielschichtiger ist, als jeder Bildband mit anonymen Fotografien.“ Die Rheinpfalz „Der fein geschriebene Schicksalsroman über eine Geldheirat und ihre unerwarteten Konsequenzen.“ Wienerin „Die romantische Geschichte einer Zweckehe, aus der Liebe wird.“ Vanity Fair "Eine kuriose und gleichzeitig romantische Geschichte, zart und mit feinem Hintersinn erzählt. Ein klassischer Bildungsroman aus den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts, ein wundervolles Abbild seinerzeit, ein Buch, das schmunzeln und träumen lässt." www.lebenmitstil.at
Kurzbeschreibung
'Suche Ehemann für meine Tochter. Mitgift beträgt 300.000 Kronen in bar.' Als der junge Maler Csaba diese Anzeige in der Zeitung liest, traut er erstmal seinen Augen nicht. Was muss dahinter stecken, wenn ein Vater seine Tochter quasi 'verkauft'? Doch die Höhe der Mitgift gibt ihm zu denken: Die Spielschulden seines Schwagers haben seine Familie in den Ruin getrieben, nur mit diesem Geld könnte er sie retten. Die 'verkaufte Braut' entpuppt sich alsbald als die schöne und kühle Ida, die in einer Klosterschule aufgewachsen ist und ihrem Vater, einem Frauenhelden, zu Hause offenbar im Weg steht. Die stolze junge Frau besteht darauf, dass Csaba und sie eine Scheinehe eingehen und sich anschließend in aller Form trennen. Doch der Ehevertrag hat einen Haken: Das junge Paar muss ein Jahr lang zusammenleben, will Csaba die Mitgift erhalten ... Eine kuriose und gleichzeitig romantische Geschichte, zart und mit feinem Humor erzählt. Ein Buch, das schmunzeln und träumen lässt.
Über den Autor
Geza Gardonyi ist ungarischer Schriftsteller und bis heute einer der meistgelesenen Autoren. Seine Popularität fußt neben seinen idyllischen Dorferzählungen vor allem auf seinen historischen und romantischen Romanen. 2005 fand in Ungarn eine vielbeachtete TV-Abstimmung über das beliebteste Buch statt: Sieger wurde ein Roman von Gárdonyi. Zudem befanden sich unter den 50 beliebtesten ungarischen Titeln gleich drei Gárdonyi-Werke.
