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Das Gespenst von Podolin

Das Gespenst von Podolin
Von Gyula Krúdy

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  • Amazon-Verkaufsrang: #604127 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2008-10
  • Einband: Gebundene Ausgabe
  • 272 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Das junge slowakische Bauernmädchen Antschurka verschlägt es nach dem Tod ihrer Mutter in das verschlafene Städtchen Podolin, wo sie in dem Haushalt des schwerreichen Junggesellen Riminszky Unterschlupf findet. Den grimmigen Hausherrn scheint eine geheimnisvolle Beziehung mit dem neuen Besitzer der halb verfallenen Burg Nizsder zu verbinden, den noch nie jemand gesehen hat. Die Spuren führen zurück in die Studentenstadt Heidelberg, zur zarten Liebe einer Uhrmacherstochter und zu einer tragisch ausgegangenen Dreiecksgeschichte. Antschurka und ihre geliebte Katze finden sich bald in der düsteren Burg wieder - und die Ereignisse nehmen eine dramatische Wendung ...

Über den Autor
Gyula Krúdy (1878 - 1933) war einer der bedeutendsten ungarischen Prosaautoren. Der Sohn eines kleinadeligen Anwalts und einer Bauerstochter konnte wie kaum einer Romantik und Realismus, den nostalgischen Impressionismus des Fin de siècle und feine Ironie verbinden.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
WER WAR NUN EIGENTLICH DER BURGHERR VON NIZSDER?
... Selbst Königinnen müssen sterben, wie sollten Uhrmachersfrauen verschont bleiben? Lieschen entwuchs ihren Kinderkleidern, ihrem Vater fiel es immer schwerer, die Federchen mit seinen Werkzeugen zu fassen, und die törichten Räder begannen sich ohne sichtbaren Grund unter seinen Händen zu drehen. So gingen manche Jahre ins Land. Aus dem jungen Uhrmacher war ein alter Uhrmacher geworden, die Häuser in Heidelberg alterten ebenfalls, und die Studenten sangen des Nachts andere Lieder, als sie einst gesungen.
Eines Abends, als schon recht viele Jahre vergangen waren, sprach der alte Uhrmacher beim Abendessen zu Lieschen: "Wir sind nur zu zweit und unser Haus ist sehr groß, wir können gar nicht alle Zimmer bewohnen. Für mich reicht ein dunkler Winkel, wo meine müden Augen sich ausruhen können.""Für mich reicht ein anderer kleiner Winkel", sagte Lieschen bescheiden.