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ADAC RM Florida: Sonne, Sand und Sterne (reisemagazin)

ADAC RM Florida: Sonne, Sand und Sterne (reisemagazin)
Von k.A.

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*** Reisemagazine ***

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  • Amazon-Verkaufsrang: #393396 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2005-10-25
  • Einband: Taschenbuch
  • 196 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Sonne, Strand & Sterne Für Entdecker: Disney World intern, Cape Canaveral, Museen, Everglades, Indianer Für Geniesser: Key West, Golf, Casino-Kreuzfahrt, Sanibel Island plus 220 Top-Tipps die besten Hotels, Restaurants, Bars, Shopping-Malls

Der Verlag über das Buch
Reisen mit Lust und Laune. Das ADAC reisemagazin erscheint alle zwei Monate. In jeder Ausgabe wird ein Land oder auch eine Region mit aufregenden und ungewöhnlichen Reisezielen vorgestellt. Für das ADAC reisemagazin arbeiten die besten Reporter und Fotografen der Welt. Oft sind mehr als 20 Reporter und Fotografen für ein Heft unterwegs - allesamt Spezialisten und Kenner der Region.

Jede Geschichte, jede der etwa 300 Adressen wird exklusiv vor Ort recherchiert. Mit 12 bis 14 Reportagen, vielen kurzen Geschichten und ausführlichen Infoteilen sind die ADAC reisemagazine nicht nur spannende Lektüre für alle, die vom Reisen träumen möchten, sondern auch Ratgeber und Anleitung für einen gelungenen Urlaub. In jeder Ausgabe finden Sie auch zahlreiche Karten und viele nützliche Hinweise zu Restaurants, Hotels, Sport- und Freizeitvergnügen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Theos Traumschloss am South Beach ist wunderschön, groß und hundertprozentig falsch."Das Wasser und der Himmel sind das Einzige auf Miamis vorgelagerter Insel, was wirklich echt ist", versichert er den staunenden Passanten und steckt ein kleines Fähnchen ganz oben in die Turmspitze. Selbst der Sand, aus dem er das Wunderwerk in fünf Stunden aus dem Nichts aufgetürmt hat, kommt drüben von Miamis Biscayne Bay.
Es ist neun Uhr in der Früh, und South Beach erwacht. An der Promenade drehen alternde Berühmtheiten ihre ersten Runden. Da ist Jay, der Vietnam-Veteran, auf seinem Fahrrad mit Hund A.C. und wehenden Kuba- und USA-Flaggen. Und der namenlose Mittfünfziger, der mit seiner Würgeschlange Gassi geht. Einmal die schläfrige Bestie auf den eigenen Schultern knipsen kostet fünf Dollar. Sie alle hat es irgendwann einmal hierher gezogen, an den tolerantesten, unamerikanischsten Ort der USA, an dem schräge Vögel, Lebenskünstler und Millionäre mit Aussteigerfantasien nicht belächelt, sondern von den vielen Touristen bestaunt werden. Jeder bekommt hier sein ureigenes Stückchen Sonne und Ruhm.
Theo nutzt die letzten Minuten, um noch ein paar Fotos von seiner Burg zu machen. In einer halben Stunde wird am Strand von South Beach ein ganzes Heer von Sonnenanbetern einfallen: blondierte Highschool-Girls, die zum Sechzehnten von Daddy Silikonbrüste bekommen haben, joggende Rentner mit Haut so ledrig wie alte Aktenkoffer, schwule, schöne Bodybuilder mit Sonnenöl und Gettoblaster, junge Galeristinnen mit Chihuahuas im Louis-Vuitton-Täschchen und I-Pod an den String geklemmt. Oben ohne nahtlos braun werden, knutschen, am Strand von South Beach ist alles erlaubt. Hauptsache, man ertrinkt nicht dabei. Und sollte sich doch einmal einer zu weit rausgewagt haben, müssen sich Claire und ihre gut gebauten Kollegen von der Strandwacht grummelnd von ihren pastellfarbenen Aussichtspunkten bequemen und retten."Die sind alle so blöd hier", murmelt sie. Gerade noch hatte Claire durch ihren Lautsprecher vor starkem Wind gewarnt"Und dennoch ziehen da viel zu weit draußen ein paar Schwimmer ihre Bahnen.
Diese Armleuchter ..."Kurz nach 1900 entdeckte Carl Graham Fisher einen kleinen Strand, der zum Plantagenanbau genutzt wurde. Er ließ Palmen und Sand ankarren und erschuf eine tropische Amüsierinsel, auf der die Highsociety ihre Wintermonate verbrachte. Doch es kamen auch Zeiten, in denen niemand mehr nach South Beach wollte und in den verblassten Art-deco-Häusern nur noch Rentnermit geschrumpfter Altersversicherung saßen und Lokalradio in Jiddisch, Spanisch, Russisch hörten. Mit der Wiederbelebung des Art-deco-Distrikts Ende der siebziger Jahre kehrte der Glamour zurück, und mit ihm kamen Hedonisten aus aller Welt wie ein grelles, raumfüllendes Parfum. Und der Ocean Drive, die letzte Straße vor dem Meer, wurde ihr Laufsteg.
Bis heute ist er das geblieben: Nacht für Nacht nehmen die Touristen ihren Logenplatz in den überteuerten Fischrestaurants ein und staunen. Die Neonleuchten der Hotels spiegeln sich in den Scheiben der Ferraris und Limousinen und verwandeln den Bordstein in ein grellpinkes Fließband, über das schöne Menschen gleiten wie Pralinen. Jeder zum Anbeißen schön, jedem wird durch Blicke Respekt gezollt für die harte Arbeit, die er geleistet hat, um so auszusehen.
Von diesem exzentrischen Trubel halten sich Leute wie Craig Robins fern, ohne dennoch wirklich weit weg zu sein.